Verband warnt

Apotheker malen düsteres Zukunftsbild für den Kreis Soest und warnen vor Engpässen

Apotheke
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Apotheken wird es bald immer weniger geben im Kreis Soest.

Der Apothekerverband Westfalen-Lippe sieht die Versorgung der Menschen im Kreis Soest mit Medikamenten möglicherweise schon bald gefährdet.

Kreis Soest  - Nach Zahlen des Instituts Arbeit und Technik (IAT) würden in den kommenden Jahren im Kreis Soest immer mehr Apotheken im Kreis Soest vom Markt verschwinden, während gleichzeitig immer mehr Menschen die Dienste von Apotheken in Anspruch nehmen müssten. Der Apothekerverband hatte beim IAT, eine Einrichtung der Westfälischen Hochschule Gelsenkirchen in Kooperation mit der Ruhr-Universität Bochum, eine Studie zur Situation der Apotheken in Auftrag gegeben.

Demnach seien im Kreis Soest 28,8 Prozent der Apothekeninhaber 60 Jahre und älter. Die Anzahl der Bürger, die älter als 60 Jahre sind, nehme im Kreis bis zum Jahr 2040 im Vergleich zu heute um mehr als 23 000 Personen deutlich zu.

Jeder Dritte bald älter als 60

Der Anteil der Bevölkerung 60+ werde von derzeit 27,7 Prozent auf dann 36,9 Prozent steigen. Weil mit dem Alter die Wahrscheinlichkeit steigt, an mehreren Erkrankungen zu leiden und auf mehrere Arzneimittel angewiesen zu sein, steige der Arzneimittelbedarf deutlich an. Um das aktuelle Versorgungsniveau zu halten, würden zusätzliche Apotheker gebraucht, heißt es dazu vom Apothekerverband.

„Wir haben allerdings heute schon Probleme, das derzeitige Niveau zu halten“, wird Dr. Horst Heidel, Vorsitzender der Bezirksgruppe Soest im Apothekerverband Westfalen-Lippe, in einer Pressemitteilung seine Verbandes zitiert. Zwischen 2003 und 2018 mussten im Kreis annähernd 14 Prozent der Apotheken für immer schließen. Eine Ursache dafür sei der große Fachkräftemangel. Die Apothekeninhaber fänden kaum Personal und kaum junge Apotheker, die eine Aphoteke übernehmen wollen, wenn ein Inhaber in den Ruhestand geht.

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