Feuerwehr im Einsatz

Milch-Lkw in Flammen: B55 nach Brand beschädigt - das sind die Folgen

Auf der B55 zwischen Belecke und Anröchte geriet am späten Mittwochabend ein Lkw in Brand.
+
Auf der B55 zwischen Belecke und Anröchte geriet am späten Mittwochabend ein Lkw in Brand.

Wegen eines brennenden Lkw musste die B55 zwischen Belecke und Anröchte am Mittwochabend bis in die Nacht voll gesperrt werden. Der Lkw hatte tausende Liter Milch an Bord. Durch den Brand wurde die Straße beschädigt.

Anröchte - Zunächst klang es für die Kräfte der Feuerwehr Anröchte nach einem Einsatz der kleineren Art, mit dem sie es am Mittwochabend zu tun bekamen. Doch wenige Minuten später änderte sich das gemeldete Lagebild: „Anfangs war uns ein Pkw-Brand auf der B55 gemeldet worden“, berichtete Einsatzleiter Rafael Schmidt über die Alarmierung um 22.37 Uhr.

„Doch auf der Anfahrt hieß es bereits, dass es sich nicht um einen Pkw, sondern um einen Lkw handeln würde und dieser in Vollbrand stünde“, berichtete der Leiter der Feuerwehr Anröchte. Die Alarmstufe wurde erhöht, weitere Kräfte zum Einsatz gerufen. Als Rafael Schmidt als Erster vor Ort eintraf, sei er von Explosionen durch platzende Reifen empfangen worden, schilderte er.

Milch-Lkw brennt auf der B55 zwischen Belecke und Anröchte

Milch-Lkw brennt auf der B55 zwischen Belecke und Anröchte
Milch-Lkw brennt auf der B55 zwischen Belecke und Anröchte
Milch-Lkw brennt auf der B55 zwischen Belecke und Anröchte
Milch-Lkw brennt auf der B55 zwischen Belecke und Anröchte
Milch-Lkw brennt auf der B55 zwischen Belecke und Anröchte

Bei dem betroffenen Lkw handelte es sich um einen mit rund 30.000 Litern Milch beladenen Gliederzug aus dem Hochsauerlandkreis. Die Zugmaschine geriet nach ersten Erkenntnissen von Belecke kommend kurz hinter der Belecker Straße im Heckbereich in Brand. Nach ersten Informationen soll dem Brand ein Reifenplatzer vorausgegangen sein, hieß es vor Ort. Der Lkw-Fahrer konnte sich nach erstem Augenschein unverletzt retten. Er wurde vor Ort vom Rettungsdienst aus Sicherheitsgründen untersucht.

Der Rettungsdienst untersuchte den Lkw-Fahrer zur Sicherheit.

Die Feuerwehr bekämpfte derweil die Flammen und hatte sie zügig unter Kontrolle. Zur Sicherheit, so Rafael Schmidt, war neben dem Löschzug Anröchte und der Löschgruppe Mellrich auch das Tanklöschfahrzeug 4000 des Löschzugs Belecke der Feuerwehr Warstein angefordert worden, um auf der Bundesstraße eine stabile Wasserversorgung zu gewährleisten.

Der ausgelaufene Kraftstoff wurde abgestreut.

Und obwohl das Feuer schnell im Griff war, hatte es für großen Schaden gesorgt - unter anderem an einem der beiden Milchtanks und am Dieseltank, der laut Angaben des Fahrers voll betankt gewesen war. „Der Dieseltank ist durch die hohen Temperaturen zur Hälfte weggeschmolzen, der Diesel lief in der Folge aus und musste von uns aufgefangen und abgepumpt werden. Auch eine Milchkammer wurde beschädigt, sodass Milch auf die Straße lief“, berichtete Rafael Schmidt.

Einer der Milchtanks und der Dieseltank wurden durch den Brand beschädigt.

Um die Umweltgefährdung zu beurteilen, rückte auch ein Vertreter der Unteren Wasserbehörde des Kreises Soest zur Einsatzstelle aus. Die Feuerwehr war bis 1.05 Uhr im Einsatz.

Lkw-Brand auf der B55: Feuer beschädigt Straße

Längere Auswirkungen wird der Brand auf der B55 für den Verkehr haben: Nach Angaben von Christiane Knippschild von Straßen.NRW seien durch die enorme Hitze des Feuers rund 30 Quadratmeter der Straße beschädigt worden. Der Bereich sei zunächst mit Flüssig-Asphalt ausgebessert worden. „Aus Sicherheitsgründen“, so Knippschild, sei die Höchstgeschwindigkeit auf 50 km/h herabgesetzt worden.

Wie lange dieser Zustand so bleiben wird, ist noch unklar. „Die Deckschicht wurde beschädigt und muss erneuert werden. Dafür wird jedoch eine große Maschine, ein Fertiger, benötigt.“ Wann dieser zur Verfügung steht, könne noch nicht gesagt werden.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf soester-anzeiger.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare