News-Ticker / Einsatzleitwagen des Löschzuges Belecke von Baum getroffen

Sturmbilanz: 475 Einsätze im Kreis Soest - ein Todesopfer aus Geseke

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Kreis Soest - Das Sturmtief "Friederike" wütet am Donnerstag auch im Kreis Soest. Es besteht die Gefahr von orkanartigen Böen. Hier gibt's alles aus dem Kreis und aus NRW, was Sie dazu wissen müssen.

  • In Geseke-Mittelhausen kam es zu einem tödlichen Verkehrsunfall. Dieser stand im Zusammenhang mit Sturmtief "Friederike".
  • Der Unterricht in allen Schulen im Kreisgebiet war spätestens ab 11 Uhr beendet. Die Betreuung der Kinder und Jugendlichen ist aber überall gewährleistet. Viele Schüler waren auch direkt zuhause geblieben.
  • Der Zugverkehr in Nordrhein-Westfalen ist um ca. 10.45 Uhr komplett eingestellt worden.

Sturmtief "Friederike" trifft den Kreis Soest mit voller Wucht

Sturm " Friederike" wütet im Kreis Soest

17.20 Uhr: Nach der Statistik der Kreisleitstelle (Stand 15 Uhr) kam es kreisweit in allen Städten und Gemeinden zu insgesamt 475 Einsätzen. 1600 Helfer von Feuerwehren, Hilfsorganisationen und Rettungsdienst wurden konfrontiert mit umgestürzten Bäumen, abgedeckten Dächern, eingeschlossenen Personen in Pkw, Stromausfällen und dem schweren Verkehrsunfall auf der K 50 in Bökenförde, bei dem ein Todesfall zu beklagen war. Die volle Wucht des Sturmes erreichte das Kreisgebiet im Westen gegen 11 Uhr. Im Laufe der nächsten Stunden verlagerten sich die Einsatzschwerpunkte nach und nach ostwärts. In einigen Orten waren insgesamt 5000 Haushalte von Stromausfällen betroffen, weil Bäume auf Leitungen stürzten. Nach Angaben von innogy-Verteilnetzbetreiber Westnetz waren oder sind Teilbereiche der Städte und Gemeinden Soest, Geseke, Rüthen, Warstein-Belecke und Lippetal-Lippborg sowie Büren und Lichtenau im angrenzenden Kreis Paderborn betroffen. Zahlreiche Straßensperrungen infolge der Sturmschäden behindern die Reparaturarbeiten von Westnetz.

18.45 Uhr: Die Einsatz-Leitstelle in Lippetal wird aufgelöst. Zuvor waren die 50 Kräfte 33 Mal im Sturmeinsatz. Lippborg war zeitweise ohne Strom.

17.16 Uhr: Folgende Straßen sind im Kreis Soest - Stand 16 Uhr - noch gesperrt: 

  • Anröchte: B 55 Mellrich-Uelde, L 808 Klieve-Anröchte
  • Bad Sassendorf: Gewerbegebiet Lohner Klei
  • Ense: L 732 Ense-Neheim, Hünningen-Waltringen (beide für mindestens 48 Stunden), Gerlinger Grund, Sieveringen-Röllingsen
  • Erwitte: Westernkötter Bahnhof-Bad Westernkotten, B 1 Völlinghausen-Schmerlecke
  • Geseke: Störmede-Eringerfeld
  • Lippetal: Ortsdurchfahrt Hovestadt
  • Lippstadt: Uedener Straße, Bückeburger Straße, Beckumer Straße (halbseitig), Cappeler Straße (halbseitig)
  • Möhnesee: B 229 Belecke-Niedereimer, Möhnestraße Günne-Belecke
  • Rüthen: L 735 Kattensiepen, Schneringer Berg, K 78 Rüthen-Spitze Warte, L 778 Kallenhardt-Spitze Warte, K 45 B 55-Kneblinghausen
  • Warstein: L 856 Niederbergheim- Stimmstamm (B 55), L 735 Hirschberg-Oeventrop, K 76 Belecke-Drewer
  • Wickede/ Ruhr: L 732 Haus Füchten-Echthausen

16.54 Uhr: Aufgrund der Warnungen des Deutschen Wetterdienstes hatte Kreisbrandmeister Thomas Wienecke um 11.13 Uhr den Einsatzstab der Feuerwehr alarmiert, der sich im Rettungszentrum des Kreises installierte. Wenig später scharte Kreisdirektor Dirk Lönnecke parallel einige Mitglieder des Krisenstabes um sich, bevor sich gegen 15 Uhr abzeichnete, dass aufgrund des abflauenden Sturms keine weitergehenden Maßnahmen zu ergreifen waren. Die Rettungsleitstelle wurde zur Abarbeitung der vielen Notrufe von vier auf 14 Disponenten verstärkt. "Es gab eine gute und abgestimmte Zusammenarbeit zwischen allen Beteiligten“, zieht Kreisdirektor Dirk Lönnecke eine positive Bilanz. „Mein Dank gilt vor allem den Einsatzkräften, die vor Ort eine professionelle Arbeit geleistet haben."

16.49 Uhr: Der Einsatzleitwagen des Löschzuges Belecke ist bei einem Sturmeinsatz am Nachmittag von einem Baum getroffen worden. Das Fahrzeug wurde beschädigt. Die Einsatzkräfte blieben glücklicherweise unverletzt.

16.29 Uhr: Am Mittag, gegen 13 Uhr, kam es zu einem tödlichen Verkehrsunfall im Kreis Soest. Auf der K 50 in Bökenförde, etwa 300 Meter südlich des Puisterweges, kippte ein Transporter durch die starken Sturmböen um und geriet dabei auf die Gegenfahrbahn. Dabei kam es Polizeiangaben zufolge zum Zusammenstoß mit einem 40 Tonnen schweren Lkw, der in die Gegenrichtung unterwegs war. Für den 68-jährigen Fahrer des Transporters aus Geseke kam jede Hilfe zu spät. Er erlag noch an der Unfallstelle seinen schweren Verletzungen. Der 73-jährige Fahrer des Lkw aus Rheda-Wiedenbrück kam verletzt ins Krankenhaus.

16.24 Uhr: Über die Warn-App "NINA" hat der Krisenstab des Kreises Soest Entwarnung gegeben. Zuvor war mitgeteilt worden, dass sich Personen in geschützten Räumen aufhalten sollen und ein Aufenthalt im Freien unbedingt vermieden werden solle. Dennoch dürfte an dieser Stelle an die Vernunft appelliert werden. Auch wenn der Sturm vorüber ist, sollten vor allem Waldgebiete und Baum-nahe Bereiche weiterhin gemieden werden.

16.20 Uhr: In Wickede ist der Wald entlang der Hövelstraße nicht mehr wiederzuerkennen. Bäume sind hier dutzendweise wie Streichhölzer abgeknickt bzw. mit Wurzelteller aus dem Boden gehebelt worden. Auch an anderen Stellen im Ortsbild liegen Jahrzehnte alte Bäume flach, sind vertraute Ansichten verschwunden.

16.08 Uhr: Das Sturmtief zu zahlreichen Stromausfällen geführt. Derzeit - Stand 16 Uhr - sind Teilbereiche der Städte und Gemeinden Soest, Geseke, Rüthen, Warstein-Belecke und Lippetal-Lippborg sowie Büren im angrenzenden Kreis Paderborn betroffen. Auf Grund der Wettersituation wurde das im Einsatz befindliche Personal durch Westnetz verstärkt. Rund 70 Mitarbeiter der Westnetz und der Partnerunternehmen sind im Einsatz, um die Stromversorgung so schnell wie möglich wieder herzustellen. "Die Reparaturarbeiten an den defekten Stromleitungen und Anlagen dauern an und werden voraussichtlich noch einige Zeit in Anspruch nehmen. Wir bitten um Verständnis", heißt es dazu in einer Pressemitteilung von Westnetz.

16.06 Uhr: Die B 516 zwischen Werl und Ense ist 200 Meter hinter der Autobahnabfahrt gesperrt. Ein Baum droht auf die Straße zu stürzen, die Wehr ist mit der Motorsäge im Einsatz.

16.05 Uhr: In der Gemeinde Möhnesee hat sich die Lage gegen 16 Uhr etwas entspannt, weil Sturm Friederike inzwischen nachgelassen hat. Zudem hat die Feuerwehr Möhnesee das Problem mit den umgestürzten Bäumen im Verlauf der B 229 zwischen Breitenbruch und Hevebecken mittlerweile an Straßen.NRW als Baulastträger übergeben. Die Aufgabe, die Strecke wieder frei zu machen, obliegt nun dem Landesbetrieb. Drei speziellere Einsätze forderten die Feuerwehr in Möhnesee am späten Nachmittag gleichwohl. In Körbecke drohte ein Baum auf ein Mehrfamilienhaus zu stürzen, mit der entsprechenden Gefährdung der bewohner. In der ZUE Echtrop hatte der Sturm das Dach von zwei Gebäuden abgedeckt, die Bewohner mussten evakuiert und in anderen Bereichen untergrebracht werden. In Delecke waren mehrere Bäume auf einen Gastank gestürzt. Die Beseitigung der Bäume stellte die Feuerwehr folglich vor eine besondere Herausforderung. Erfreulicherweise hat es in Möhnesee aber keine Personenschäden gegeben, so Gemeindewehrführer Christian Böddeker.

15.56 Uhr: Auch die Stabhochsprunganlagen des LAZ Soest hat es erwischt. "Obwohl sie gut gesichert waren. Man wird einiges ersetzen müssen: Abdeckplanen, Roste, Mattenteile", sagte Thomas Franke (LAZ Soest). Auch die zweite Matte sei in Mitleidenschaft gezogen worden. Die Einzelteile seien vom gesamten Sportplatzgelände eingesammelt und notdürftig zusammengelegt worden. "Der Verein wird auf Unterstützung bei der Instandsetzung angewiesen sein."

15.53 Uhr: Drei Personen wurden verletzt, als ein Baum in den Wintergarten der Klinik Hellweg in Bad Sassendorf krachte. Glücklicherweise sind allesamt nur leicht verletzt worden. Auch die Person, bei der zunächst schwerere Verletzungen befürchtet wurden, ist inzwischen wieder in der Hellweg-Klinik eingetroffen. Arbeit machen den Mitarbeitern des Gemeinde-Buahofs die ungestürzten Bäume im Wintzingerode-Park. Hier müssen insbesondere die Zäune überprüft werden, weil sonst das Damwild ausbüxen könnte.

Todesopfer im Kreis Soest wegen Sturmtief

15.47 Uhr: Ein Geseker wurde bei einem schweren Verkehrsunfall tödlich verletzt. Auf Nachfrage bestätigte Polizei-Pressesprecher Frank Meiske, dass der Unfall im Zusammenhang mit dem Sturmtief stehe. Weitere Informationen will die Behörde in Kürze mitteilen.

15.15 Uhr: Es kommen erste Meldungen, dass der Werler Stadtwald von den Orkanböen schwer getroffen worden sein soll. Erst am Freitag werde man das genauer wissen, heißt es. Vor dem betreten des Waldes wird dringend gewarnt, es bestehe akute Lebensgefahr. Auch auf dem Werler Parkfriedhof und im Kurpark sind Bäume gekippt; Wer sich hier aufhält, sollte vorsichtig sein.

15.11 Uhr: Die Lage entspannt sich etwas, sagt der Werler Wehrleiter Karsten Korte. 60 Einsätze sind bislang gefahren worden. Aber die Wehr rückt bislang auch nur zu den wichtigsten Meldungen aus und beginnt nun mit den Nacharbeiten. Die Löschzüge der Ortsteile rücken wieder ein; die Löschzüge Stadtmitte bleiben im Einsatz. Die Wehr rückte zur Neheimer Straße aus, hier droht ein Baum auf die Fahrbahn zu stürzen.

15.05 Uhr: In Bad Sassendorf sind infolge des Sturms drei Personen verletzt worden, eine davon schwer. Wie Bürgermeister Malte Dahlhoff berichtete, stürzte im Bereich des Cafés Frerk ein Baum in den Wintergarten im Eingangsbereich der Klinik Hellweg. Drei Personen, die sich hier aufgehalten hatten, kamen dadurch zu Schaden. 

Im Bereich der Klinik Lindenplatz ist ein umgestürzter Baum in die Oberleitung der Bahnstrecke gekracht, beim Aldi-Markt an der Schützenstraße wurden Teile des Dachs abgedeckt und auch im Umkreis um den Bahnhof kam es zu Gebäudeschäden durch umgestürzte Bäume. Während sich für die Landstraße zwischen Weslarn und Zentralort am Nachmittag abzeichnet, dass sie bald wieder frei ist, gilt dies für den Neuen Weg in Richtung Industriegebiet noch nicht. Neben den bereits umgefallenen Bäumen drohen weitere Bäume umzustürzen, weil sie durch den Sturm losgerüttelt wurden. Erstes Fazit des Bürgermeisters: "Das hat uns schon ganz schön hart erwicht."

15.00 Uhr: Das Dach der Aula am Mariengymnasium Werl ist schwerer beschädigt worden. Kunststoffplatten haben sich gelöst, nun ist ein Loch in der Decke über der Bühne, bestätigt Schulleiter Michael Prünte. Die Aula ist gesperrt worden. Ob und wie dort die kommenden Verastaltungen stattfinden können, ist unklar. In den kommenden Tagen sind ein Poetry-Slam, ein Neujahrskonzert der Musikschule und zwei Schulkonzerte geplant. Das MG will mit der Stadt klären, wie man weiter verfährt.

14.51 Uhr: In Welver hatte die Feuerwehr, die mit allen verfügbaren Kräften im Einsatz war, bis 14.30 Uhr 60 Einsätze abzuarbeiten. Die Gerätehäuser in Welver, Borgeln und Vellinghausen-Eilmsen wurden besetzt. Hauptsächlich hatten es die Einsatzkräfte mit umgekipptenn Bäumen zu tun, die auf Straßen, in Dächern und zum Teil auch auf Bahngleisen landeten. "Da ist die gesamte Bandbreite dabei", so Gemeindewehrführer Dirk Steinweg. Die Entscheidung der Bahn, den Zugverkehr einzustellen, hält er für goldrichtig. Weniger begeistert ist Steinweg von der Kommunikation mit der Kreisleitstelle in Soest. Die sei für die Welveraner Feuerwehr praktisch nicht erreichbar gewesen.

14.38 Uhr: Wir blicken nach Lippetal... Schon am frühen Morgen traf sich Bürgermeister Matthias Lürbke mit Feuerwehr-Chef Meinhard Reinecke zu einer Lagebesprechung. Danach wurde eine Einsatz-Leitzentrale im Feuerwehrgerätehaus in Herzfeld eingerichtet. Zum ersten Einsatz kam es um 11.40 Uhr. Gegen 14.15 Uhr waren 16 Einsätze gafahren worden. Gefährlich wurde es in Lippborg, weil im Dabrock ein Baum in eine 10 Kilovolt-Hochspannungsleitung stürzte und dadurch ein Stromausfall initiiert wurde. Begonnen hatte die Serie der Baum- und Astabbrüche gegen 11.30 Uhr mit dem Sturm bedingten Umfallen der großen Birke hinter dem Lippetaler Rathaus. Kurios dabei: Während der Anzeiger mit Bürgermeister Lürbke zum Thema Sturmschäden telefonierte, krachte es und der mächtige Baum kippte um. Da kaum Wurzelwerk zutage trat, wird angenommen, dass der alte Baum bereits krank war und die Wurzeln vom Moder angegriffen.

14.35 Uhr: Das hören wir seeehr gerne, lieber DWD: "Von Westen langsam abnehmender Wind!"

14.27 Uhr: Keolis, Betreiber der Eurobahn, teilte soeben mit, dass der Zugverkehr in NRW "voraussichtlich heute nicht wieder aufgenommen werden" könne. "Auch Schienenersatzverkehr ist aufgrund der Wetterlage vorerst nicht möglich. Laut Angaben der DB lässt sich aufgrund umfangreicher Schäden zum jetzigen Zeitpunkt noch keine Prognose für morgen abgeben." Hier gibt es aktuelle Informationen zur Sitiation auf der Schiene. 

14.23 Uhr: Gesperrt ist aktuell auch die Möhnestraße/B516 am Kloster Mülheim, weil dort Teile der Dachabdeckung auf die Straße fallen. Außerdem sperren Polizei und Feuerwehr die B55 im Möhnetal zwischen Puddelhammer und Eisenhammer, weil große Fichten von der Böschung auf die Straße gefallen sind und weitere Bäume drohen umzufallen. Der Bereich kann an der Tankstelle Schulte vorbei umfahren werden.

14.22 Uhr: Der Kattensiepen zwischen Suttrop und Rüthen ist soeben voll gesperrt worden, weil ein Baum quer über Fahrbhan hängt und umzustürzen droht.

14.04 Uhr: Die Stadtverwaltung Werl ist telefonisch nicht mehr erreichbar, weil auch diese Anlage heruntergefahren worden ist. Die Stadtverwaltung bittet die Bürger, in ganz dringenden Fällen den Notruf der Polizei anzurufen.

14.02 Uhr: Die L732 zwischen Wickede-Echthausen und Arnsberg-Voßwinkel ist aktuell gesperrt, ebenso die L670 zwischen Welver-Borgeln und Welver-Haselhorst, die L732 zwischen Arnsberg-Neheim und Ense-Höingen, die L735 zwischen Arnsberg-Wildshausen und Warstein-Hirschberg sowie zwischen Warstein und Warstein-Hirschberg.

14.01 Uhr: Noch mal der Blick ins Land - aufgrund von Baumfällarbeiten ist die A4 in Richtung Olpe zwischen der Anschlussstelle Overath (Brücke Oberagger) und der Raststätte Aggertal gesperrt.

13.58 Uhr: Die Verwaltung in Ense hat angeordnet, dass heute das Lehrschwimmbecken und die Turnhalle in Niederense geschlossen bleiben, da in dem Bereich ein Baum umgestürtzt ist.

13.57 Uhr: Britta Schulze zur Heide berichtet aus Welver-Berwicke, dass der Strom ausgefallen ist. Hier scheint die Überlandleitung tot zu sein.

13.50 Uhr: Auch im Tierheim Soest wütet der Sturm und hat große Schäden angerichtet. "Wie durch ein Wunder haben die Schafe, die dort untergebracht waren, alle überlebt und wurden jetzt provisorisch im Hundehaus untergebracht. Deshalb bleibt das Tierheim heute geschlossen. Wir alle hoffen, dass es nicht noch schlimmer wird", schreibt Birgit Oberg, Leiterin des Tierheims in einer Mail an die Redaktion.

13.43 Uhr: Auch die Lage in Bad Sassendorf ist ziemlich dramatisch, sagt Feuerwehrchef Wolfgang Jäschke. Die Feuerwehr sei mit allen verfügbaren Kräften im Einsatz und hat, Stand 13.30 Uhr, bereits 26 sturmbedingte Einsätze registriert. Besonders gravierend: Das Industriegebiet im Lohner Klei kann derzeit nicht angefahren werden, weil die Zufahrtsstraßen Neuer Weg von Lohne und Haienpoth von Neuengeseke wegen umgestürzter Bäume gesperrt sind. Hinzu kommen etliche weitere umgestürzte Bäume an anderen Straßen. Auch die Landstraße zwischen Weslarn und Zentralort ist deswegen gesperrt. Wegen der Gefahr für die Einsatzkräfte müsse zunächst abgewartet werden, dass der Sturm nachlässt, berichtet der stellvertretende Wehrführer Ralf Suckrau. Die Feuerwehr halte wegen der Kliniken im Kurort derzeit vor allem die wichtigen Durchgangstraße frei.

13.27 Uhr: Die B 229 ist gesperrt, nachdem zwischen der Hevebrücke und Breitenbruch ab etwa 11.30 Uhr mehrere Bäume auf die Straße gestürzt waren. Zwischen den Bäumen waren auch mehrere Autos eingeschlossen, berichtet die Feuerwehr Möhnesee. Personen seien aber nicht zu Schaden gekommen. Die Feuerwehr ist mit Kräfte aus Günne und Delecke im Einsatz. Die Sperrung der B 229 bleibe so lange bestehen, bis der Sturm deutlich nachlässt, sagte Martin Nölle, stellvertretender Leiter der Wehr.

13.25 Uhr: Neues von Straßen.NRW: Zwischen dem Autobahnkreuz Duisburg und Duisburg-Ruhrort ist die A59 gesperrt. Ein Lkw hat sich im Brückengeländer verfangen, droht sogar von der Brücke zu fallen und muss geborgen werden. Auf der A45 zwischen Dortmund-Süd und dem Westhoferner Kreuz und im weiteren Verlauf nach Schwerte-Ergste in Richtung Frankfurt ist die Autobahn gesperrt, weil Bäume auf der Fahrbahn liegen und auf der Ruhrtalbrücke ein Lkw umgefallen ist, ein weiterer Lkw ist mit diesem kollidiert. Auf der Talbrücke Brunsbecke südlich von Hagen steht in Richtung Frankfurt nur noch ein Fahrstreifen zur Verfügung, auf dem zweiten und dritten Fahrstreifen liegt auch ein Lkw. Die A30 zwischen Hörstel und Ibbenbüren-West ist in Richtung Hannover gesperrt wegen umgestürzter Bäume. Auf der A59 wird die Vollsperrung in Fahrtrichtung Bonn vorbereitet, bei Wesseling ist ein mit Styropor beladener LKW umgekippt und muss geborgen werden.

13.23 Uhr: Bis13.10 Uhr zählte die Werler Wehr 45 Einsätze. Dabei gab es auch die Empfehlung der Feuerwehr, die A445 zu sperren. Zuvor war ein Lkw im Stau fast von einer Brücke gestürzt, weil der Sturm in die Planen blies und die Lastwagen umzustürzen drohten. Die Lage sei außerordentlich gefährlich gewesen, sagt Wehrleiter Karsten Korte. Man habe dafür sorgen müssen, dass die Lkw schnell die Fahrt fortsetzen konnten. Auch schwere Äste auf der Autobahn sorgen aber für erhebliche Gefahren. Für die Wehr gehe zurzeit nur um Gefahrensicherung, man könne längst nicht zu allen Anrufern rausfahren. Das Notrufsystem ist völlig überlastet. An einem Getränkemarkt an der Wickeder Straße ist das Dach abgedeckt, überall sind Bäume umgestürzt. Von den Standard-Metallwerken drohen Kunststoffplatten des Daches zu fliegen. Daher ist die Straße Auf dem Kreiter gesperrt. Die Einsatzschwerpunkte liegen im Werler Westen und in den westlichen Ortsteilen. In Westönnen und Mawicke ist es vergleichsweise ruhig. Für die Wehr gelte es nun, auch auf die Sicherheit der Einsatzkräfte zu achten. „Wir sichern überall, gesägt wird später.“

Sturmschäden in Werl

13.22 Uhr: Alle 14 Feuerwehren im Kreis Soest sind im Einsatz. Zwischen Erwitte und Geseke hat es einen Unfall mit zwei Schwerverletzten gegeben, in der Nähe des Jakobitores in Soest wurde ein Dach abgedeckt, am Lippstädter Bahnhof droht ein Baukran umzustürzen. Diesen kurzen Überblick gab soeben Wilhelm Müschenborn, Pressesprecher des Kreises Soest, telefonisch aus der Einsatzleitzentrale der Feuerwehr. In Lippstadt kam es zu vier "kleineren Störungen" im Bezug auf das Stromnetz. Diese konnten mittlerweile alle wieder behoben werden. Der Bad Sassendorder Ortsteil Lohner Klei ist wegen umgestürzter Bäume momentan von der Außenwelt abgeschnitten. Die Feuerwehrführung sitzt in diesen Minuten zur Lagebesprechung zusammen. Danach wird es weitere Informationen geben.

13.19 Uhr: Die Stadtverwaltung Werl macht darauf aufmerksam, dass wegen des Sturms das Jugendzentrum und die Stadtbücherei geschlossen werden.

13.18 Uhr: Die B55 zwischen Warstein und Belecke war für etwa 30 Minuten voll gesperrt wegen mehrerer umgestürzter Bäume. Inzwischen ist die Strecke wieder frei.

13.16 Uhr: Rund 90 Minuten nach Einsetzen der stärkeren Sturmböen gegen 10.30 Uhr ist in Wickede mittlerweile Wehralarm gegeben worden. Ca. 70 Einsatzkräfte sind an verschiedenen Stellen im Ort aktiv, die Zahl der Einsätze hat inzwischen ein halbes Hundert erreicht. Die L732 nach Echthausen ist erneut komplett gesperrt, weil die Aufräumarbeiten dort während des noch wütenden Sturmes zu gefährlich sind. An diversen Stellen im Gemeindegebiet liegen umgestürzte Bäume über der Straße, so etwa auf der Marscheidstraße, oder wurden von den Einsatzkräften bereits beseitigt. Der Wehralarm bleibt zur Stunde bestehen.

Sturmschäden in Wickede

13.12 Uhr: Sturm "Friederike" sorgt in Werl für etliche Stromausfälle. Stadtwerke-Geschäftsführer Robert Stams sagt auf Anfrage: "Wir haben hier gerade Krisenmanagement, die Telefone stehen nicht still." Vor allem in den ländlichen Gebieten, in denen Freileitungen stehen, sei der Strom ausgefallen. "Teilweise sind Leitungen abgerissen oder sogar Masten umgefallen", schildert Stams. Betroffen sind Budberg und Mawicke. In Holtum ist der Ortskern verschont geblieben, aber nicht einige Gehöfte, die weiter außerhalb liegen. Wegen des Sturms können derzeit keine Mitarbeiter raus, um die Probleme zu beheben. Aus Sicherheitsgründen wurde der Strom in Teilen freigeschaltet, wie Stams sagt. Mit Freischalten ist Abschalten gemeint. In der Redaktion flackert das Licht, für Bruchteile ist es teils auch mal weg. Stams erklärt es so: "Immer, wenn eine Sicherung rausfliegt, hat das Auswirkungen auf weitere Schaltungen. Daher das Flackern und die Schwankungen." Der Stadtwerke-Geschäftsführer betont, dass alle Schadensfälle aufgenommen werden und an der Behebung der Probleme – sobald es möglich ist – gearbeitet werde.

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13.10 Uhr: Auf der Arnsberger Straße zwischen Ruploh und Soest hat es einen Lastwagen gegen einen Baum gedrückt. Der Laster war unbeladen und so im wahrsten Sinne des Wortes leichte Beute für "Friederike". Die Straße ist gesperrt.

13.01 Uhr: Erste Geschäfte ziehen aus dem Wetter-Ereignis ihre Konsequenzen - gesehen in Werl:

12.57 Uhr: Durch herabstürzende Dachziegel sei es an zahlreichen Fahrzeugen zu Beschädigungen in den Innenstädten gekommen, so die Polizei. "In Rüthen-Hemmern wehte der Sturm einen Lastzug um. Der Fahrer wurde im Fahrzeug eingeklemmt und musste befreit werden. Für die Aufnahme der Anzeigen ist die Polizei im Kreis Soest mit allen verfügbaren Einsatzkräften unterwegs und ist damit beschäftigt, die Einsätze nach Priorität abzuarbeiten. Die Bürgerinnen und Bürger werden um Verständnis gebeten, dass nicht alle Anliegen zeitgleich bearbeitet werden können."

Herabstürzende Dachziegel (hier in der Panningstraße Werl) stellen eine große Gefahr dar. 

12.55 Uhr: Konkret teilt die Polizei mit: "In Ense-Lüttringen wurde durch den Sturm das Dach am Anbau der Grundschule Am Gelke zum Teil vollständig abgetragen. Da die Gefahr bestand, dass Teile den gegenüberliegenden Kindergarten beschädigen könnten, wurden die etwa 20 Kinder in einen Bus evakuiert. Dort wurden sie von ihren Eltern abgeholt."

Sturmschäden in Ense

12.54 Uhr: Die Pressestelle der Kreispolizeibehörde Soest hat eine erste Zwischenbilanz vorgelegt: "Ab 10.45 Uhr traf das Sturmtief auch den Kreis Soest mit voller Wucht. Bereits eine Stunde später waren etwa 100 Einsätze bei der Leitstelle der Polizei eingegangen. Obwohl alle verfügbaren Notrufplätze besetzt waren, konnten nicht alle Anrufe unmittelbar bearbeitet werden. Auf zahlreichen Straßen kam es durch umgestürzte Bäume, Ampelmasten und Verkehrsschildern zu Behinderungen. In mehreren Fällen wurden Fahrzeuge unter Bäumen begraben."

12.52 Uhr: Wie die für die Abfuhr der Gelben Säcke zuständigen Unternehmen (Halfmann & Stute für Geseke, Veolia für Lippstadt, Soest und Lippetal) mitteilten, wurden aufgrund des Sturms "Friederike" inzwischen die heutigen Sammlungen der Gelben Säcke in Geseke, Lippstadt, Soest und Lippetal eingestellt. Die morgigen Abfuhren sollen nach derzeitigem Stand planmäßig stattfinden. Die Bürgerinnen und Bürger werden gebeten, ihre Gelben Säcke möglichst wieder ins Haus zu holen und beim nächsten regulären Abfuhrtermin zur Abholung bereit zu stellen.

12.48 Uhr: Wegen des Sturms "Friederike" hat es bei rund 100.000 Menschen in NRW und den angrenzenden Bundesländern Störungen und Stromausfälle gegeben. Das teilte der Netzbetreiber "Westnetz" in Dortmund mit. Grund seien auf Freileitungen gestürzte Bäume. Reparaturtrupps seien unterwegs. "Wir versuchen herauszugehen", sagte ein Sprecher. In vielen Fällen sei es derzeit jedoch nicht möglich, die Unglücksstellen zu erreichen, da die Sicherheit der Beschäftigten nicht gewährleistet sei. Die Stadtwerke Bochum meldeten "kurzzeitige Spannungsschwankungen im Stromnetz" wegen Störungen in den Hoch- und Höchstspannungsnetzen.

Die ortsprägende Atlas-Zeder am Haus Lindenstruth in Soest (Ecke Hattropperweg/Brüggering) wurde gegen 11.15 Uhr geköpft.

12.44 Uhr: Allein die Polizei im Kreis Soest hat bereits mehr als 100 Einsätze auf der Liste. Polizeisprecher Frank Meiske erklärt, dass alle Notrufplätze besetzt sind, es aber trotzdem zu Wartezeiten beim Notruf kommen könne. Die Polizei arbeite alle Einsätze nach Priorität ab. Hinweise auf schwere Personenschäden lägen bislang zum Glück nicht vor.

12.43 Uhr: Feuerwehrchef Karsten Korte meldet, dass es in der JVA Werl einen Feueralarm gegeben hat. Es stellte sich aber später als Fehlalarm heraus.  

12.42 Uhr: Die Meldungen über Stromausfälle häufen sich im gesamten Kreis Soest, aktuell gibt es Störungen im Stromnetz in Bewicke (Welver). In Soest sind viele Ampeln ausgefallen. Auch aus anderen Teilen von NRW werden Stomausfälle gemeldet (z.B. Kreise Wesel und Borken), der WDR kann nicht überall sein Radioprogramm senden.

12.40 Uhr: Die Notrufzentralen von Rettungsleitstellen und Polizei in Unna, Dortmund oder Borken sind an der Belastungsgrenze... Offensichtlich erwischt "Friederike" NRW wie berfürchtet mit voller Wucht!

12.34 Uhr: Im Stadtgebiet Warstein werden die Gerätehäuser der Feuerwehr vorbeugend besetzt.

"Friederike"-Sturmschäden in Warstein

12.32 Uhr: Am Hiddingser Weg in Soest hat ein Baum dieses Auto unter sich begraben.

12.24 Uhr: "Friederike" rüttelt wohl auch an der ein oder anderen Stromleitung. Sowohl aus Soest als auch aus Werl und Möhnesee treffen Meldungen von Lesern ein, dass bei ihnen das Licht flackert.

In Ense-Sieveringen krachte dieser Baum auf einen geparkten Transporter.

12.22 Uhr: Um 12.20 Uhr hat die Werler Wehr Vollalarm mit Sirenen ausgelöst. In der Stadt sind Sirenen zu hören. Die Hinweise sind nur für die Wehr. Alle Einstazkräfte sollen einrücken. Die Einsatzzahl ist auf 15 gestiegen. Die Wehr ist in allen Bereichen der Stadt unterwegs; am Kreiter sollen mehrer Dächer abgedeckt sein.

12.21 Uhr: Werl wurde von einer Orkanböe erfasst, die 122 km/h schnell war. Das besagt dieser Tweet von Kachelmannwetter.

12.21 Uhr: Der Sturm wird immer heftiger. In Soest sind mittlerweile etliche Bäume umgekippt. Die Feuerwehr ist aktuell mit allen verfügbaren Kräften an verschiedenen Stellen im Einsatz. Einzelheiten über Art und Schwere der Einsätze und Schäden liegen noch nicht vor, die Lage wird auch für die Einsatzkräfte immer unübersichtlicher.

12.18 Uhr: Um 12 Uhr hat die Stadtverwaltung Werl wegen der wackligen Stromversorgung in der Stadt vorsorglich die Server heruntergefahren und den Betrieb im Bürgerbüro eingestellt. Eigentlich hätte bis 18 Uhr geöffnet sein wollen. Man fürchte aber Datenverlust, wenn die Stromversorgung zusammenbricht, sagt Alexandra Kleine von der Stadtverwaltung. Zum teil funktioniere auch das Mobilfunknetz in Werl nicht mehr.

12.17 Uhr: Die Warsteiner Feuerwehr sperrt die Landstraße zwischen Niederbergheim und Hirschberg wegen umgekippter Bäume. Auch die Landstraße von Hirscherberg hoch zum Lattenberg ist aktuell nicht mehr befahrbar, weil die Feuerwehr die Gefahren als zu hoch einschätzt. In der Oeventroper Straße in Hirschberg ist ein Baum auf die Stromleitungen gefallen.

Gesperrt wurden von der Feuerwehr Warstein zwei Landstraßen: von Hirschberg Nach niederbergheim und nach Oeventrop.

12.13 Uhr: Zwischenbilanz von Werls Feuerwehrchef Karsten Korte: Die Wehr hatte bis Mittag bereits zehn Einsätze. Auf der A445 ist in der Nähe des Kreuzes Werl ein Lkw umgestürzt. Der Fahrer ist verletzt. Im gesamten Stadtgebiet sind Bäume umgestürzt, zum Beispiel in Büderich und Holtum. Die Löschzüge Stadtmitte sowie Büderich und Holtum (LZ 4) sind komplett im Einsatz. Karsten Korte: "Der Sturm betrifft momentan das gesamte Stadtgebiet."

12.12 Uhr: Mittlerweile sind alle Löschgruppen in Ense im Einsatz. Das Gerätehaus in Bremen ist besetzt, um schnell reagieren zu können.

12.10 Uhr: Jetzt ist die Arnberger Straße in Soest endgültig dicht, nachdem es in Höhe der Waldorfschule auch diesen Baum erwischt hat.

12.08 Uhr: Direkt hinter dem Rathaus in Lippetal-Hovestadt hat der Sturm eine Birke umgeworfen.

12.07 Uhr: Um 12 Uhr sind Dachpfannen an der Musikschule abgedeckt worden; die Stadt Werl stellt den Musikschulunterricht für heute ein.

12.04 Uhr: Glück im Unglück hat der Amper Karlheinz Kipp gehabt. Gegen 11.30 Uhr war er mit seinem Wagen auf der Werler Landstraße unterwegs, als ein großer, alter Straßenbaum vom Orkan gefällt wurde. Der tonnenschwere Stamm schlug auf das Auto. Kipp kam mit dem Schrecken davon; sein Wagen ist reif für den Schrott.

12.02 Uhr: Auf die Arnsberger Straße (B229) in Soest ist dieser Baum gekippt, die Straße ist noch nicht gesperrt, die Autos umfahren die Stelle.

12.01 Uhr: Der Strom in Hilbeck ist wieder da. In unserer Werler Redaktion flackert aber ab und an das Licht, manchmal ist es für einen kurzen Moment komplett weg.

11.58 Uhr: Ein bisschen Spaß darf bei allem Ernst der Lage sein - einige Twitter-Beiträge mit dem Hashtag Friederike:

11.50 Uhr: Straßen.NRW berichtet aktuell über diverse Vorfälle: Gesperrt ist die A61 zwischen Jackerath und Wanlo, weil ein Lkw auf der Seite liegt und die Bahn in Richtung Venlo blockiert. Die Dauer der Bergung noch ungewiss. Auf der A57 und der A40 im Rheinland kommt es wegen umherfliegender Äste zu zeitweisen Sperrungen einzelner Fahrspuren. Gesperrt ist derzeit auch die L640 zwischen Schmallenberg-Westfeld und Ohlenbach im Sauerland. Dort sind Bäume auf die Fahrbahn gefallen. Eine Räumung ist erst möglich, wenn der Sturm nachlässt, kündigt die Straßenmeisterei Winterberg an.

Ebenfalls ist die B483 in Ennepetal wegen umgestürzter Bäume gesperrt. Bis zum Mittag soll auch noch die L577 im Münsterland zwischen Billerbeck und Rosendahl-Osterwick wegen umgestürzter Bäume gesperrt bleiben. Die Aufräumarbeiten sind bereits angelaufen. Auf der B70 zwischen Oeding und Vreden liegen auch Bäume auf der Fahrbahn.

11.46 Uhr: Im Werler Ortstei Hilbeck ist der Strom ausgefallen. Seit 11.30 Uhr keine Versorgung mehr.

11.44 Uhr: Um 11.15 Uhr wurde die Feuerwehr Möhnesee alarmiert, weil in Körbecke ein Gartenhaus droht wegzufliegen. Die Gruppe 1 des Löschzugs Körbecke ist vor Ort und leistet Technische Hilfe.

Sturm-Impression aus Warstein.

11.40 Uhr: Die Stadt Soest gibt gerade bekannt, dass der Wertstoffhof der Kommunalen Betriebe heute aus Sicherheitsgründen geschlossen bleibt.

11.33 Uhr: Die Fürstenbergschule in Ense-Hünningen bleibt am Freitag geschlossen, da nicht absehbar ist, wie groß die Gebäudeschäden sind, nachdem der Sturm die Hälfe des Dachs des Offenen Ganztags an der Fürstenbergschule am Donnerstagmittag abgedeckt hat.

11.28 Uhr: Ein rund 20 Meter hoher Baum ist an der Ahornallee Werl auf ein Mehrfamilienhaus gestürzt. Die Feuerwehr ist vor Ort und spricht vor einer "hohen Gefahrenlage". Das Sturmtief hatte den mächtigen Baum zu kippen gebracht. Der Baum beschädigte auch das Gebäude. Gegen 11 Uhr war die Wehr alarmiert worden, die Menschen wurden aus dem Gefahrenbereich gebracht. Denn der Baum hing zunächst an der Seite des Gebäudes fest, stürzte dann aber um 11.15 Uhr komplett um. Die Wehr hatte den Bereich abgesichert und wird den Baum nun zerlegen. Verletzt wurde offenbar niemand. Die Wehr warnt vor weiteren Sturmböen, die zurzeit durch die Stadt jagen.

11.25 Uhr: Der heftige Sturm hat gegen 11 Uhr Teile des Dachs des Offenen Ganztags an der Fürstenbergschule in Ense-Hünningen abgedeckt. Die Löschgruppe Hünningen rückte aus. Umgehend setzt die Schulleitung alles daran, die Kinder sicher unterzubringen, den Teil des Gebäudes zu evakuieren.

11.20 Uhr: An der Schültinger Straße in Soest in der Nähe der Musikschule hat der Sturm diesen Baum erwischt:

11.14 Uhr: Mal ein kurzer Blick aus der Börde nach Emmerich - hier hat es den Anhänger eines Sattelzuges auf einer Rheinbrücke auf die Seite gelegt.

11.09 Uhr: Am Flughafen Düsseldorf sind bislang zehn Flüge gestrichen worden. Am Flughafen Köln/Bonn verschob die Fluggesellschaft Eurowings zwei Langstreckenflüge nach Miami (USA) und Punta Cana (Dominikanische Republik) um rund drei Stunden nach hinten. Ansonsten laufe der Flugbetrieb am Vormittag normal, sagte ein Sprecherin. Auch die direkte Umgebung des Kölner Doms ist teilweise abgesperrt worden. Von der Bahnhofsseite aus ist der Dom aber noch weiter erreichbar.

11.01 Uhr: Der Wind nimmt im Land zu, meldet der DWD bei Twitter:

10.51 Uhr: In NRW fahren ab sofort keine Züge mehr. Das haben DB Regio NRW und auch die Eurobahn soeben bei Twitter mitgeteilt.

10.46 Uhr: Die Entscheidung zum Thema vorzeitige Schulschließungen wurde in enger Absprache mit den Schulträgern und dem Busunternehmen RLG getroffen, deren Busse die Kinder nun schon früher als sonst an den Schulen abholen.

10.45 Uhr: An allen Schulen werden jene Kinder und Jugendlichen, die nicht von ihren Eltern abgeholt werden können oder wo die Eltern nicht darüber Bescheid wissen, dass die Jungen und Mädchen mit den Bussen früher als sonst nach Hause kommen, im offenen Ganztag oder in der Betreuung bis zum regulären Schulschluss um 15.30 in der Schule betreut.

10.44 Uhr: Aufgrund des erwarteten Orkans haben die Schulleiter in Soest und den umliegenden Gemeinden beschlossen, den Unterricht frühzeitig zu beenden und die Schulen um 11 Uhr zu schließen. Dies betrifft Grund- wie weiterführende Schulen.

10.30 Uhr: Erster Feuerwehr-Einsatz in Werl: In Holtum an der Straße Lohbredde ist ein Baum umgekippt, um 9.45 Uhr gab es die Alarmierung.

10.21 Uhr: Kommando zurück! Jetzt wird es auch den Händlern auf dem Soester Wochenmarkt langsam zu windig. Die ersten klappen ihre Stände und Wagen zusammen und brechen für heute ab.

Die ersten Markthändler bauen in Soest ab.

10.10 Uhr: Folgende Schulen in Kreis-Trägershaft sind von der 10-Uhr-Schließung betroffen: Börde-Berufskolleg (Soest), Hubertus-Schwartz-Berufskolleg (Soest), Lippe-Berufskolleg (Lippstadt), Clarenbach-Schule (Soest), Bodelschwingh-Schule (Soest), Jacob-Grimm-Schule (Soest), Peter-Härtling-Schule (Werl), Lindenschule (Erwitte) und Don-Bosco-Schule (Lippstadt). Auskünfte und Rückfragen in Bezug auf die Förderschulen sind unter der Telefonnummer 02921/302462 möglich, in Bezug auf die Berufskollegs unter der Telefonnummer 02921/302468.

10.09 Uhr: Die Berufskollegs und Förderschulen in Trägerschaft des Kreises Soest sind seit 10 Uhr geschlossen. Die Schülerinnen und Schüler sollen so noch vor dem Eintreffen der angekündigten orkanartigen Sturmböen nach Hause kommen. Schülerinnen und Schüler, die es nicht alleine bis 11 Uhr nach Hause schaffen oder die nicht von ihren Eltern abgeholt werden können, können im Schulgebäude bleiben und werden dort betreut. Der Schülerspezialverkehr für die Förderschulen ist organisiert.

9.51 Uhr: Auf dem Soester Wochenmarkt haben trotz des Sturms einige Händler ihre Stände aufgebaut. Und auch einige Kunden scheinen sich (zumindest jetzt noch nicht) von den Winböen nicht vom Einkauf abhalten zu lassen.

9.43 Uhr: Die Stadt Werl fordert alle Schulen auf, die Gebäude zu räumen. Derzeit werden alle Eltern verständigt. Kinder, deren Eltern nicht erreicht werden, können aber in der Schule bleiben. Mehr dazu hier.

Nachdem das Schulministerium am Mittwoch es den Eltern bereits freigestellt hat, ob sie ihre Kinder bei dem Sturm zur Schule schicken, haben einige Schulen im Kreis Soest am Donnerstagmorgen gar nicht erst geöffnet.

Mehr zum Sturm in NRW

Öffentliche Verkehrsmittel

Die Busse der RLG fahren nach dem normalen Fahrplanangebot. Dies gilt insbesondere für den Schülerverkehr. Es ist jedoch nicht auszuschließen, dass im Laufe des Tages aufgrund der Witterungsverhältnisse einzelne Fahrten ausfallen, meldet die RLG auf ihrer Internetseite.

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Grundschulen empfehlen, Kinder zu Hause zu lassen

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