Corona-Jahrgang

Abi 2021 im Kreis Soest: Das sagen die Schüler über die Prüfungen in der Pandemie

Abi-Prüfung  2021 am Archigymnasium in Soest.
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Der Lüfter ist dabei: Abi-Prüfung 2021 am Archigymnasium in Soest.

Mottowoche, letzter Schultag, Abiball – die Welt bereisen. Die diesjährigen Abiturienten müssen auf vieles verzichten, was vor einiger Zeit noch selbstverständlich war.

Soest - Die schriftlichen Abiturprüfungen sind abgeschlossen, Ende Mai stehen noch die mündlichen an. „Man hatte sich all die Jahre der Schulzeit auf die Mottowoche und den Abiball gefreut, das ist schon traurig, dass es nicht stattfindet“, sagt Marie Pick, Abiturientin am Convos. Sie hofft, dass die Corona-Lage bis Ende Juni entspannter ist, sodass es vielleicht erlaubt sein wird, in kleinen Gruppen von 15 bis 20 Leuten zu feiern. „Sehr unwahrscheinlich, dass über 100 Leute zusammenkommen dürfen“, vermutet sie. Das ganze vergangene letzte Schuljahr sei nicht schön gewesen.

„Jetzt gehen alle auseinander und die Gruppe löst sich auf, ohne dass man noch einmal zusammenkommt, schade“, meint Marie. Auf die Zeugnisübergabe freut sie sich trotzdem, die darf am Convos in kleinen Gruppen von 30 Leuten stattfinden.

Abitur in Corona-Zeiten: Auslandsreisen zu unsicher

Marie möchte Medizin studieren und will sich an Unis in Berlin, Leipzig oder Köln bewerben. Eigentlich wollte sie nach dem Abi für eine Hilfsorganisation auf die Philippinen reisen, sich dort in einem Ernährungsprojekt für Straßenkinder engagieren. Sie hatte auch eine Einladung zum Vorstellungsgespräch, doch die Planung sei ihr wegen Corona zu unsicher. Jetzt freut sie sich auf ein zweimonatiges Praktikum im Klinikum.

Lea Dröge ist im Komitee für den Abiball am Alde. „Aber es steht ja schon seit Monaten fest, dass der Abiball nicht stattfinden darf, deshalb haben wir auch gar keine Halle gebucht“, so die Abiturientin. Den Traum habe man aber noch nicht ganz aufgegeben, vielleicht spontan zu feiern, wenn es geht. Für einen Abiball fehle der Stufe auch das Geld, denn normalerweise hätte man durch spezielle Aktionen im Vorfeld Geld für das Fest gesammelt.

Abitur in Corona-Zeiten: Mottowoche im kleinen Rahmen

Die Mottowoche und auch den Abisturm habe man im kleinen Rahmen am Alde feiern dürfen. Eigentlich wollte Lea im Herbst ein Studium in Berlin beginnen. „Aber unter Corona-Bedingungen bin ich dazu nicht bereit.“ Ihr Traum war, nach dem Abi einige Zeit auf Hawaii zu verbringen. Auch diesbezüglich hofft sie noch, dass das vielleicht im Herbst doch noch klappt, wenn die Zahlen sinken.

Andreas Heihoff, Direktor des Convos, spricht seinen Abiturienten ein ausdrückliches Lob aus: „Alle waren während der Prüfungsphase sehr diszipliniert, ruhig und gut vorbereitet. Das hat mir gut gefallen.“ Am Convos mussten sich die Abiturienten morgens vor den Prüfungen einem Corona-Selbsttest unterziehen.

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