Große Resonanz

Alte Kinderklamotten entspannt bei WhatsApp verkaufen - zwei Enserinnen haben eine Gruppe gegründet

Enserinnen gründen Kinderklamottenmarkt via WhatsApp
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Katharina Vormweg und Johanna Brunnberg (von links) verwalten die WhatsApp-Gruppe.

Einschlägige Verkaufsseiten im Internet wie Mamikreisel oder Ebay haben während der Corona-Pandemie einen regelrechten Boom erfahren. Katharina Vormweg und Johanna Brunnberg haben die Idee hinter den Online-Handelsseiten jetzt auf die Gemeinde heruntergebrochen. Die beiden Mütter haben eine WhatsApp-Gruppe gegründet, in der Kindersachen und Spielzeug zum Verkauf angeboten werden kann. In den ersten Tagen haben sich mehr als 200 Interessenten in der Gruppe angemeldet.

Niederense/Bittingen - „Die Idee habe ich eigentlich geklaut“, erklärt Johanna Brunnberg mit einem Lachen. So sei eine ähnliche WhatsApp-Grupp im Kindergarten ihres Neffen im Münsterland gegründet worden. Allerdings haben dort einige Sachen genervt, sagt Brunnberg, so dass gleich zu Beginn einige Regeln festgelegt wurden.

Gemeinsam mit Katharina Vormweg verwaltet Johanna Brunnberg die Gruppe nun. Vormweg und Brunnberg kennen sich seit etwas mehr als zwei Jahren, beim Schwangerschaftskurs in Werl haben sich die Frauen kennengelernt und festgestellt, dass sie gar nicht so weit entfernt von einander wohnen. „Bittingen und Niederense, das ist nur einmal über den Berg“, sagt Katharina Vormweg. Seit dem Treffen sich die Mütter regelmäßig, um ihren Kindern Lennard (2) und Franziska (1) Zeit zum gemeinsamen Spielen zu lassen und einen Kaffee miteinander zu trinken.

„Die Sachen stapeln sich zuhause schon“

Katharina Vormweg hat die Idee des Online-Flohmarkts sofort gefallen. „Normalerweise verkaufe ich unsere Kindersachen auf Klamottenmärkten, die finden aber im Moment nicht statt. Die Sachen stapeln sich zuhause schon.“

Eigentlich wollten die beiden Frauen zunächst warten, ehe sie den Startschuss in der Gruppe geben, die Resonanz war aber schnell sehr groß. „Ich hatte vielleicht mit 40 interessierten Eltern gerechnet“, sagt Johanna Brunnberg. Nachdem Katharina Vormweg den Link zur Gruppe auf Facebook geteilt hat, bekundeten immer mehr Menschen ihr Interesse. Innerhalb von wenigen Stunden seien mehr als 100 Anfragen eingegangen. „Mittlerweile haben wir 245 Mitglieder in der Gruppe“, sagt Katharina Vorweg, dementsprechend könne in der Gruppe seit Dienstag gehandelt werden. „Ich habe extra gegoogelt, wie viele Kontakte in einer WhatsApp-Gruppe Platz finden“, erklärt Vormweg weiter. Die Antwort: 256.

Da sich die Gruppenkapazität dem Ende entgegenneigt, überlegen die Frauen schon, die Gruppe zu trennen – „vielleicht bis Größe 110 und eine Gruppe für größere Größen“. Allerdings wollen die Mütter noch das Wochenende abwarten, ob das Interesse ungebrochen groß bleibt.

Der Vorteil: Klamotten beim Abholen noch einmal begutachten

Denn das Verhältnis zwischen Käufer und Verkäufer sei aktuell sehr gut. „Es bringt ja nichts, wenn nur Leute in der Gruppe sind, die nur Sachen verkaufen möchten“, sagt Johanna Brunnberg.

Zwischen 50 Cent und 900 Euro – für einen Zwillingskinderwagen – haben die Angebote bislang gelegen, der Preis muss immer mitangegeben werden, damit eine Vielzahl an Nachrichten verhindert werden kann.

Einen großen Vorteil sehen die beiden Enserinnen im Vergleich mit der Plattform Mamikreisel: „Wer für 2 Euro ein T-Shirt kauft, der muss nicht noch 2 Euro Versandkosten bezahlen und kann sich beim Abholen der Sachen auch gleich noch die Ware anschauen und gegebenenfalls nachverhandeln.“

So geht´s

Den QR-Code mit der Handy-Kamera anvisieren. Die Kamera erkennt den QR-Code und zeigt eine Mitteilung an. So gelangen Sie in die WhatsApp-Gruppe.

Der QR-Code für Interessierte

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