Rasante Entwicklung

Zum Firmenjubiläum: Elektrounternehmen plant dreistöckigen Neubau mit Dachterrasse und Fahrstuhl

Elektrounternehmen Brauner: Spatenstich für den Neubau am Riesenberg in Niederense: Jeder darf einmal ran.
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Spatenstich für den Neubau am Riesenberg in Niederense: Jeder darf einmal ran.

Vor zehn Jahren hat Sebastian Brauner das Unternehmen Brauner Elektrotechnik in Niederense in einem Kellerraum seiner Eltern gegründet. Seitdem ist der Handwerksbetrieb stetig gewachsen. 33 Mitarbeiter beschäftigt Brauner mittlerweile. Mit einem Neubau am Standort am Riesenberg in Niederense möchte der Inhaber sein Unternehmen zukunftsfähig aufstellen.

Niederense - An eine solch rasante Entwicklung seines Unternehmens hat der 37-jährige Sebastian Brauner selber nicht geglaubt. Denn: „Eigentlich wollte ich mich gar nicht selbstständig machen“, sagt er. Nach zwei Gesellenjahren hat Brauner seinen Meister als Elektrotechniker gemacht und anschließend an der Fachhochschule Südwestfalen in Soest Elektrotechnik studiert. Noch im Studium hat er sich doch zur Selbstständigkeit entschieden. Mit 27 Jahren hat er in einem Kellerraum seiner Eltern in Niederense sein Unternehmen gegründet. Und es lief von Beginn an gut.

Elektrounternehmen baut aus: „Die Auftragslage ist gut“

„Nach einem Jahr habe ich meine Uni-Kollegen auf 450-Euro-Basis beschäftigt“, erklärt er. Nach zwei Jahren kamen die ersten beiden Festangestellten dazu – darunter sein eigener Ausbilder. „Der hatte sich zum Techniker weitergebildet und suchte eine neue Herausforderung“, sagt Sebastian Brauner. Noch heute arbeitet sein Ausbilder für ihn. Ohne seine Mitarbeiter wäre das Wachstum auch nicht möglich gewesen, sagt er lobend.

Neben Privatkunden ist Brauner Elektrotechnik auch für Bauträger, Arztpraxen, Hausverwaltungen sowie Industrieunternehmen aus der Lebensmittelproduktion und der Metallverarbeitung tätig. Brauner ist in der Lage, ganze Anlageninstallationen zu planen und umzusetzen – dazu gehören auch Robotersysteme.

„Die Auftragslage ist gut und wir haben eine gute Mischung an Auftraggebern“, erklärt Sebastian Brauner, dass die Corona-Pandemie seinem Betrieb nur bedingt zugesetzt hat. Einzig bei der Lieferung von Bau- und Ersatzteilen sei es in den vergangenen Monaten zu Schwierigkeiten gekommen.

Nach einigen Umzügen – raus aus dem Keller, rein in eine Garage und der Anmietung von mehreren Hallen – wurde am Riesenberg das passende Domizil gefunden. „Wir sind so schnell gewachsen, dass Einiges auf der Strecke geblieben ist“, erklärt Sebastian Brauner. Das soll jetzt nachgeholt werden. Die erste Firmenhomepage soll schon bald hochgeladen werden und mit einem Neubau am Standort sollen unter anderem Sozialräume und Sanitäranlagen modernisiert werden.

Geplant ist ein modernes dreistöckiges Gebäude mit Fahrstuhl und Dachterrasse. Rund 1000 Quadratmeter Platz soll der Neubau bieten. In den nächsten Wochen wird mit der Abfuhr der Erde begonnen. Sebastian Brauner rechnet mit einer Bauzeit von zwei Jahren. „Wir werden dort eine Ausstellung und zwei große Räume zum Schaltschrankbau haben“, sagt Sebastian Brauner, „das ist wie Live-Kochen.“ Die Kunden sollen den Mitarbeitern bei ihrer Arbeit über die Schulter schauen können.

Elektrounternehmen baut aus: Lagermöglichkeiten bei Himmelpforten

Der Abdichtungsbetrieb Isotec bleibt als Mieter erhalten. Ebenso soll die Lagerhalle an Ort und Stelle bleiben, alles andere soll nach Fertigstellung des Baus verschwinden. Lagermöglichkeiten gibt es für das Elektrounternehmen auch auf dem naheliegenden Gut Himmelpforten. Seit zwei Jahren betreibt Sebastian Brauner dort eine Straußenfarm. Rund 50 der mehr als zwei Meter großen Tiere haben in Niederense eine Heimat. „In diesem Jahr können die ersten Tiere geschlachtet werden“, sagt Sebastian Brauner. Eier und Fleisch wolle man künftig in einem Hofladen anbieten. Für Sebastian Brauner sind die Tiere der Ausgleich zum Beruf und eine Leidenschaft. „Sich zwischendurch eine halbe Stunde um die Tiere kümmern, ist für mich Entspannung pur“, sagt er.

Danach lassen sich die nächsten langwierigen Projekte gleich viel besser planen.

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