Ziel erreicht: Dieses Unternehmen darf sich jetzt klimaneutral nennen

Firma Maag aus Höingen darf sich klimaneutral nennen
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Hauptgesellschafter Ansgar Schonlau (links) und der Nachhaltigkeitsmanager Michael Herbes freuen sich über die Auszeichnung.

Die Maag GmbH hat ihr Ziel erreicht: „Unser Unternehmen ist klimaneutral!“, heißt es in einer Mitteilung. Seit dem Umzug in den Höinger Industriepark hat das Unternehmen, das unter anderem Folien-Verpackungen herstellt, darauf hingearbeitet.

Höingen - „Klimaneutrales Unternehmen bedeutet, wir haben unsere Treibhaus-Emissionen erfasst, reduzieren sie kontinuierlich und gleichen unvermeidbare Emissionen durch ein Klimaschutzprojekt aus“, teilt das Unternehmen mit.

Gemeinsam mit dem Unternehmen Climate-Partner aus München hat die Maag GmbH zunächst die eigenen Emissionen berechnet – sprich den CO2-Fußabdruck des Unternehmens. Dabei berücksichtigt wurden Emissionsquellen wie Energie und Heizung, aber auch Geschäftsreisen, Büromaterial und alle weiteren Emissionen, die das Unternehmen verursacht, erklärt Hauptgesellschafter Ansgar Schonlau.

Klimaneutralität: Die Maßnahmen der Maag GmbH

Climate-Partner hat sich auf die Fahnen geschrieben, den Klimaschutz dauerhaft in Unternehmen zu bringen. Nach eigenen Angaben gestaltet das Unternehmen individuelle Lösungen, um die CO2-Bilanz in anderen Unternehmen zu verbessern bzw. auszugleichen.

Nach der Berechnung des Fußabdrucks hat die Maag GmbH weiter an der Reduzierung ihrer Emissionen gearbeitet. Dabei werde der CO2-Fußabdruck ständig aktualisiert, heißt es aus dem Unternehmen. So behalte man den Überblick über den Erfolg bei der Reduktion und könne stetig erkennen, welche Stellschrauben weiter gedreht werden können.

Folgende Maßnahmen hat das Unternehmen in der Vergangenheit bereits erfolgreich umgesetzt:

  • Umstellung auf Ökostrom/ -gas
  • Installation einer Fotovoltaik-Anlage
  • Rückgewinnung von Wärmeenergie
  • Beleuchtung mit LED-Technologie
  • Effiziente Anlagen zur Gewinnung von Kälte und Druckluft
  • Moderne Gebäudeisolierung
  • Förderung von E-Mobilität

Da jedoch nicht alle Emissionen verhindert werden können, können Unternehmen diese mit dem Einsatz in Klimaschutzprojekte ausgleichen. Die Maag GmbH unterstützt das Projekt: Die Plastikflut aufhalten (https://www.climatepartner.com/de/climatemap/klimaschutzprojekte). Umgesetzt wird das Projekt von dem gemeinnützigen Unternehmen Plastic Bank mit Sitz im kanadischen Vancouver. Plastic Bank handelt nach dem Ansatz: Geld gegen Plastik. In Haiti, Indonesien, Brasilien und auf den Philippinen sammeln Menschen Plastikmüll. In lokalen Sammelstellen können sie diesen gegen Geld, Lebensmittel, Trinkwasser, Handy-Guthaben oder sogar Schulgebühren eintauschen, heißt es in der Mitteilung der Maag GmbH. Das Projekt sorge dafür, dass weniger Plastik ins Meer gelange bzw. länger an Land verbleibe. Stattdessen werde es recycelt und zu sogenannten Social Plastic verarbeitet, welches als Rohmaterial für neue Produkte wie etwa Verpackungen dient.

„Als Hersteller von Kunststoffverpackungen haben wir uns dem Ziel verpflichtet, wertvolle Ressourcen zu schonen und Kunststoffverpackungen im Kreislauf weiterzuführen“, erklärt Ansgar Schonlau. Man wolle Littering – also die zunehmende Vermüllung des öffentlichen Raums – verhindern. Daher sei das Unternehmen vom Projekt begeistert und unterstütze es mit voller Überzeugung.

Klimaneutralität: Green Deal bis 2050

Jetzt könne das Unternehmen nicht mehr nur mit dem Ziel „Klimaneutralität“ werben, sondern mit „Wir sind es“, so Hauptgesellschafter Schonlau. Über das Label „Klimaneutrales Unternehmen“ sowie die dazugehörige ID-Trackingnummer kann die Klimaneutralität nachvollzogen werden, heißt es dazu (www.climatepartner.com/16111-2103-1001).

„Damit leisten wir bereits heute unseren Beitrag zum Green Deal, dessen Ziel es ist, bis 2050 die Netto-Emissionen von Treibhausgasen auf null zu reduzieren“, heißt es aus dem Höinger Unternehmen. In Kombination mit den kreislauffähigen Verpackungslösungen ermögliche man so eine klimaneutrale Lieferkette.

Das Unternehmen: Maag GmbH

Im Oktober 2019 hat die Maag GmbH mit dem Bau eines 5000 Quadratmeter großen Produktions- und Verwaltungsgebäudes im Höinger Industriepark begonnen. Maag stellt Folien-Verpackungen für Lebensmittel her, zu den Kunden gehört auch ein bekannter Süßwarenhersteller aus Deutschland. Das Leistungsspektrum des Unternehmens reicht vom Bedrucken über das Kaschieren bis hin zum Perforieren und Schneiden von zuvor zugekauften Folien. In Höingen werden sie je nach Kundenwunsch weiterverarbeitet. Rund 80 Mitarbeiter beschäftigt die Maag GmbH in der Gemeinde.

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