Wirtschaft und Schule in Ense stärker verquicken

Einen ersten Schritt zur engeren Verbindung von Schule und Wirtschaft sind Vertreter der Conrad-von-Ense-Schule, des heimischen Handwerks, des Handels und Einzelhandels sowie der Industrie und des Initiativkreises miteinander gegangen.

Bremen - Die Zahl der Heranwachsenden erhöhen, die mit einem konkreten Berufsziel die Sekundarschule verlassen. Das ist das erklärte Ziel sowohl von Lehrern als auch vom Initiativkreis. Und seit Dienstagmittag dürfte man auf dem Weg einen wichtigen Schritt weiter sein.

Veranstaltung in die Mensa der Sekundarschule eingeladen, um ein Ziel in Angriff zu nehmen: die Verquickung von Schule und Wirtschaft, wie Initiativkreis-Chef Ralf Hettwer vor gut 30 Vertretern aus dem heimischen Handwerk, dem Handel und Einzelhandel sowie der Industrie ausführte. 

Denn um den Heranwachsenden Entscheidungshilfen an die Hand zu geben, anhand derer sie entschlossen, gut informiert und ohne Zukunftsangst ihren Berufsweg einschlagen können, dazu müsse man die notwendigen Kontakte herstellen und pflegen. 

Insofern sei es ausgesprochen wichtig, auf Augenhöhe den Jugendlichen zu begegnen, ihnen Perspektiven auch außerhalb der schulischen Aus- und Weiterbildung aufzuzeigen. Und mit einer Zahl machte Ralf Hettwer deutlich, dass hier noch Verbesserungsbedarf bestehe. So hätten sich von 90 Entlass-Schülern im vergangenen Jahr 17 für eine betriebliche Ausbildung entschlossen. Zu wenig, für den Vorsitzenden des Initiativkreises nicht zuletzt mit Blick auf den Fachkräftemangel, der auch die heimischen Unternehmen treffe. 

Für Lehrer Daniel Keil, der zusammen mit Barbara Feldmann an der Sekundarschule für die Berufsorientierung an der Conrad-von-Ense-Schule zuständig ist, gibt es dafür eine Erklärung: So verharrten die Schüler gerne im Gewohnten, also im Schulbetrieb. Umso wichtiger sei von daher, einen Prozess anzustoßen, der die Heranwachsenden frühzeitig mit der Berufswelt in Verbindung bringe. 

Welche Maßnahmen an der Conrad-von-Ense-Schule derweil schon laufen, um die Schüler auf die Berufswelt vorzubereiten, verdeutlichte Barbara Feldmann. So gebe es bis zu den Klassen 7 den Girls’ und Boys’ Day, in der Jahrgangsstufe 8 die Berufsfeld-Erkundungstage, den Enser Ausbildungsmarkt sowie den Ergänzungs-Unterricht Berufsorientierung, ergänzt um den so genannten Ausbildungsreife-Abend. In der Klasse 9 setze sich der Berufsergänzungs-Unterricht fort, richteten sich der Enser Ausbildungsmarkt, das Betriebspraktikum und ein praktisches Bewerbungstraining an die Schüler. Ein Informationsabend zur Ausbildung an den weiterführenden Schulen vervollständige das Programm. Ein Langzeit-Praktikum sowie der Ergänzungs-Unterricht Berufsorientierung biete man den Jugendlichen der 10. Klassen.

Was darüber hinzukommen könne, genau darum gehe es mit der Auftaktveranstaltung „Business meets school“, machte Ralf Hettwer deutlich. Ihm schwebt dabei vor, dass zukünftig Ausbilder der heimischen Unternehmen in die Schule gehen, um mit den Jugendlichen ganz berufsbezogene und praktische Projekte zu entwickeln. Zudem könnten die Unternehmen ihr Handwerk vorstellen. In der nächsten Zeit sollen nun Ideen gesammelt und auf ihre Umsetzbarkeit hin geprüft werden. Dafür wurden Adressen mit der Schule ausgetauscht.

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