Politik ganz bewusst beteiligt

Vier Grundstücke für ein Haus in Ense-Parsit  

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Wie groß darf ein Haus werden? In Parsit möchte ein Bauherr für ein Einfamilienhaus vier Grundstücke erwerben.

Bremen – Auf gleich vier Grundstücken soll am Starenweg in Parsit ein Einfamilienhaus entstehen.

Ein entsprechender Antrag liegt seit wenigen Tagen im Rathaus vor. Allerdings sorgt er sowohl in der Verwaltung als auch in der Politik für Kopfschmerzen. Denn ob die Gemeinde das notwendige Einvernehmen erteilen wird, vermochte der Hauptausschuss am Dienstagabend nicht zu entscheiden. 

Erst in der Ratssitzung am nächsten Donnerstag, 12. Dezember, will man sich festlegen und das Votum dem Kreis Soest mitteilen. Wobei in diesem Falle klar ist: Da es sich nicht um ein privilegiertes Vorhaben handelt, ist das Wort aus Ense entscheidend. Wobei Bürgermeister Hubert Wegener am Dienstag auch wissen ließ: Die Verwaltung beteilige bei diesem Antrag ganz bewusst die Politik, da man angesichts der Ausmaße des Vorhabens im Rathaus nicht allein entscheiden wolle.

"Große Abweichung im Bebauungsplan"

Laut Antrag möchte ein Bauherr am Starenweg vier Grundstücke für den Bau eines Einfamlienhauses erwerben. Das Areal liege nördlich der Kettler-Villa und befinde sich im Eigentum der Kettler-Stiftung, so der Verwaltungschef. Allerdings stelle das Vorhaben eine „große Abweichung vom Bebauungsplan“ dar, so dass Befreiungen von den bislang geltenden Festsetzungen erteilt werden müssten.

Indes: Die Politik fühlte sich am Dienstag mit dem ihr in der Sitzung überreichten Antrag „überfahren“, so BG-Ratsherr Andreas Vetter. SPD-Fraktionschef Michael Heierhoff ging noch weiter. Für ihn „widerspricht der Antrag den Grundsätzen in Ense“, was die Vergabe von Baugrundstücken angehe. Positiv wurde im Ausschuss angeführt, dass das Vorhaben das „Baugebiet beruhige“, mit Blick auf den Verkehr eine „Entlastung für das Grundstück bedeute“.

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