Verwaltung findet Platz für neuen Kindergarten in Ense-Höingen 

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Errichtet werden soll der Kindergarten im Kreuzungsbereich Oesterweg/Haarweg auf rund 2.500 Quadratmetern.

Bremen – Der geplante neue Kindergarten im Höinger Industriegebiet soll im Kreuzungsbereich Oesterweg/Haarweg, südlich des Gewerbehofs entstehen. Das jedenfalls schlägt die Verwaltung den Mitgliedern des Sozial- und Sportausschusses vor, die am 4. Februar zu einer Sondersitzung zusammen kommen.

Das erforderliche Grundstück von 2.500 Quadratmetern soll im Wege eines Erbbaurechtsvertrages an einen noch zu bestimmenden Investor zum Zwecke der Errichtung eines Kindergartens vergeben werden.

Der neue Kindergarten soll neben der Bereitstellung öffentlicher Plätze auch Plätze für die Kinder der Mitarbeiter der heimischen Unternehmen vorhalten. Durch die Verwaltung waren verschiedene private und gemeindeeigene Grundstücke im und am Industriegebiet auf ihre Möglichkeit, dort einen Kindergarten zu errichten, geprüft worden. 

Das nun favorisierte Grundstück hat eine Größe von insgesamt 4.800 Quadratmetern. Für den Kindergarten inklusive Außengelände und Parkflächen wird etwas mehr als die Hälfte benötigt. 

Und folgende Gründe sprechen aus Sicht der Verwaltung für das Areal: Es befindet sich im Eigentum der Gemeinde. Die in Frage kommenden Grundstücke im Industriegebiet können auch als Erweiterungsfläche der Betriebe in Betracht kommen. Diese Möglichkeit würde durch die Errichtung eines Kindergartens eingeschränkt. Die Immissionen an diesem Standort sind nicht so groß wie bei einem Gelände direkt im Industriegebiet. Das Grundstück befindet sich in der Nähe zur Wohnbebauung und wäre für viele Kinder aus Höingen fußläufig zu erreichen. Es ist für den Pkw-Verkehr aus nördlicher Richtung gut zu erreichen. Angrenzende Wohngebiete würden durch den zusätzlichen PKW-Verkehr kaum tangiert. 

Im aktuellen Bebauungsplan aus dem Jahr 1974 ist die Fläche als „öffentliche Grünfläche“ dargestellt. Die Nutzung als Fläche für einen Kindergarten erfordert daher eine Änderung des Bebauungsplans. Diese ist im vereinfachten Verfahren aufgrund der notwendigen immissionsschutzrechtlichen Prüfungen nicht möglich. Es wird daher angestrebt, die Änderung des Bebauungsplans in der Ratssitzung im Juni zu beschließen. 

Aktuell steht auf der Fläche ein kleiner „Wald“. Ziel ist es, einen möglichst großen Anteil dieses Waldes zu erhalten. Es ist aber absehbar, dass in etwa die Hälfte des Waldes abgeholzt werden muss. Der verbleibende Anteil soll nach Möglichkeit teilweise in das Außengelände des Kindergartens integriert werden. 

Das Grundstück stellt den Übergang zwischen Industriegebiet und Wohnbebauung dar. Der „Wald“ schirmt die Immissionen des Industriegebietes teilweise ab. Dadurch hat das Grundstück eine markante Bedeutung für den nördlichen Bereich von Höingen. Es ist ausdrücklich vorgesehen, das Grundstück nur für den Zweck des Betriebs eines Kindergartens zur Verfügung zu stellen. Daher wird vorgeschlagen, das Grundstück nicht an einen Investor zu verkaufen, sondern es im Wege eines Erbbaurechtsvertrages zur Verfügung zu stellen. In dem Vertrag soll geregelt werden, dass eine spätere andere Nutzung nur mit ausdrücklicher Genehmigung der Gemeinde erfolgen darf.

Info Der Sozial- und Sportausschuss tagt am Dienstag, 4. Februar, um 18 Uhr im Rathaus.

Insgesamt fünf verschiedene Träger wurden bzgl. der Übernahme der Trägerschaft für den neuen Kindergarten in Höingen angeschrieben. Bis zum Fristende am 15. Januar haben vier Träger ihr grundsätzliches Interesse bekundet. Den der Interessenbekundung zu Grunde liegenden Fragebogen haben bis zum Abgabetermin am 23. Januar folgende Träger abgegeben: 

StepKids KiTas gGmbH, Am Friedrichhain 22, 10407 Berlin  Elterninitiative Kindergärten Ense e. V., Werler Straße 14, 59469 Ense 

Arbeiterwohlfahrt (AWO), Unterbezirk Hochsauerland/Soest, Feldstraße 34, 59872 Meschede 

Die Träger werden sich und ihr Konzept in der Sitzung des Sozial- und Sportausschusses am 4. Februar in einer kurzen Präsentation (jeweils 15 bis 20 Minuten) vorstellen. Danach wird die Entscheidung für einen Bewerber fallen und dem Jugendhilfeausschuss des Kreises Soest empfohlen, an diesen die Trägerschaft des Kindergartens zu vergeben.

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