Georg Stock übernimmt Amt

Verabschiedung des Rotkreuzleiters: "DRK Ense ist Klaus Vielberg"

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Ein bebilderter Setzkasten, den ihm sein Nachfolger Georg Stock und der neue stellvertretende Rotkreuzleiter Stephan Vielberg schenkten, soll Klaus Vielberg an seine Arbeit im DRK erinnern.

Punkt 20.10 Uhr war das Kapitel am Freitag abgeschlossen. 30 Jahre, nach dem Klaus Vielberg 1989 das Amt des Bereitschaftsführers – des heutigen Rotkreuzleiters – übernommen hatte, legte er es jetzt in neue Hände.

Doch so sang- und klanglos, wie er sich das in der ihm eigenen Bescheidenheit möglicherweise gewünscht haben mag, sollte sein Abschied vom Amt im DRK-Heim nicht über die Bühne gehen. Und das drückte sich nicht nur in der ihm von Kreisrotkreuzleiter Jörg Reinhold überreichten Ehrung aus. 

So war es sein Nachfolger, sein bisheriger Stellvertreter Georg Stock, der auf den Punkt brachte, was die Gemeinschaftsversammlung fühlte: „Dass das DRK in Ense so gut aufgestellt ist und ein so hohes Ansehen genießt, ist Klaus Vielbergs Verdienst.“ Und mit wenigen Worten skizzierte er dessen Stationen im Enser DRK nach: Eintritt 1976, dem 1982 der Erste-Hilfe-Ausbilderschein und 1987 die Sanitäter-Ausbildung folgten. 1989 übernahm Vielberg von Reinhold Häken den Posten des Bereitschaftsführers, der 2000 in Rotkreuzleiter umbenannt wurde. Qualifikationen zum Rettungssanitäter und Rettungsassistenten folgten. Steter Einsatz in der Aus- und Fortbildung, gepaart mit Um-, An- und Neubauten am DRK-Heim kennzeichneten seinen Einsatz. 

"Persönliches Anliegen"

Zum Dank für dieses herausragende Engagement überreichten ihm der neue Leiter Georg Stock und sein Sohn Stephan als neuer stellvertretender Leiter einen beleuchteten Setzkasten mit Bildern des DRK. 

Kreisrotkreuzleiter Jörg Reinhold schloss sich den Worten Georg Stocks uneingeschränkt an, machte deutlich, dass es ihm ein „persönliches Anliegen“ sei, die Verabschiedung des Kameraden und Freundes Klaus Vielberg vornehmen zu dürfen. Dessen „soziale Kompetenz, Teamfähigkeit und Kooperationsbereitschaft“ hätten zum „hervorragenden Ruf“ des Enser DRK bis in den Landesverband hinein beigetragen. Doch mehr noch: Klaus Vielberg sei ein „stets freundlicher und toleranter Mensch“, ein „Motivator, der lösungsorientiertes Handeln“ in den Mittelpunkt stelle. „Das DRK in Ense ist Klaus Vielberg“, so Jörg Reinhold. 

Als äußeres Zeichen des Dankes zeichnete er ihn mit der DRK-Ehrennadel des Kreisverbandes unter dem stehend gespendeten Beifall der Versammlung aus. 

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Klaus Vielberg dankte in seinem Rückblick den langjährigen Wegbegleitern, namentlich Georg Stock, Ferdi Risse und Angelika Vogt und zollte dem Vorstand Anerkennung für die Unterstützung der Rotkreuzgemeinschaft, die es „wie wohl in keinem anderem Ortsverein“ in den zurückliegenden Jahrzehnten gegeben habe. „Wir haben eine Menge aufgebaut.“ Er wünschte seinen Nachfolgern „alle Kraft und Mut“. Dabei ginge es nicht darum, in seine Fußstapfen zu treten, sondern „eigene Wege zu gehen.“ Aber: „Geht sie gemeinsam“. 

Mit Blick auf die Feuerwehr riet er, die bestehende Kooperation „wie eine zarte Pflanze zu behandeln. Diese Zusammenarbeit ist ein ganz wichtiger Part.“ Dass die Rotkreuzgemeinschaft mittlerweile von den „Blauröcken“ als „IV. Zug“ bezeichnet würde, mache ihn durchaus stolz. 

Als äußeres Zeichen es Dankes überreichte Jörg Reinhold (links) Klaus Vielberg die DRK-Ehrennadel des Kreisverbandes samt Urkunde.

Bei seiner in der Versammlung anwesenden Familie bedankte sich Klaus Vielberg für die Unterstützung in den vergangenen Jahrzehnten und entschuldigte sich dafür, ihr „eine Menge Zeit geklaut zu haben“.

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