Tischlerei Gebrüder Stamen mit Initiativpreis geehrt

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Der elfte Initiativpreis ging am Freitagabend an die Tischlerei Gebrüder Stamen. Thorsten Stamen, Engelbert Stamen und Stephan Stamen (dritter bis fünfter von links) nahmen ihn aus den Händen von Heiko Klapp (links), Mario Schulze (zweiter von links) und Ralf Hettwer (rechts) entgegen. Vorjahrespreisträger Theo Heimann (zweiter von rechts) hatte die Laudatio gehalten.

HÖINGEN -  Die Tischlerei Gebrüder Stamen ist Trägerin des elften Initiativpreises. Engelbert Stamen nahm die Auszeichnung am Freitagabend beim Neujahrsempfang des Initiativkreises in der Höinger Schützenhalle entgegen.

Zuvor hatte Vorjahrespreisträger Theo Heimann als Laudator durchaus gesellschaftskritische Worte gefunden und die Verdienste des Geehrten gewürdigt, der wiederum in einer ebenso launigen wie mitunter emotionalen Rede nicht zuletzt seiner vor exakt einem Jahr verstorbenen Frau Edith dankte. Sie sei „Mittelpunkt und Rückhalt der Familie“ gewesen. Der Neujahrsempfang 2016 übrigens findet in Waltringen statt.

Dabei platzte die Schützenhalle in Höingen fast aus allen Nähten, als der Vorsitzende des Initiativkreises die mehr als 400 Gäste begrüßte. Folglich drückte er zunächst seine Freude darüber aus, dass man auch in diesem Jahr den Neujahrsempfang in Kooperation mit der Gemeinde Ense durchführen könne. „Ich freue mich über jeden Einzelnen von Ihnen. Es ist schon überwältigend, zu sehen, wie groß ihr Interesse an unserer Gemeinde und an der Arbeit des Initiativkreis Ense ist“, so Ralf Hettwer. Und beim anschließenden Blick auf das vergangene Jahr schlug er den großen Bogen, erinnerte an die aus deutscher Sicht erfolgreiche Fußball-WM und das zur Hymne avancierte Lied „Auf uns“. In ihm komme zum Ausdruck, die Zeit miteinander genießen zu sollen und auf alles, was vor einem liege, mit großem Optimismus zu blicken. „Ich finde, das ist eine tolle Botschaft“. Doch nicht nur die Löw-Kicker, „auch wir vom Initiativkreis Ense können auf sensationell gute Veranstaltungen im Weltmeisterjahr zurückblicken“, zeigt sich Ralf Hettwer euphorisch und wagte darauf den Versuch, das, „was nun hinter uns liegt und den vermutlich noch unbekannten zukünftigen Spielplan mit einem Fußballspiel und einer Weltmeisterschaft zu vergleichen“, um zu dem Ergebnis zu kommen: „Mit dem Ergebnis dieses Spiels 2014 können wir vom Initiativkreis Ense sehr gut leben.“

So habe man gleich zwei runde Geburtstage feiern können: Im März fanden bereits zum zehnten Mal „erneut sehr erfolgreich“ die Enser Messetage statt. Ende Oktober habe sich dann der 30. Allerheiligenmarkt in Niederense einmal mehr als „Publikumsmagnet“ entpuppt. Ferner habe unter dem Motto „Die wilde 13“ das 13. Enser Haareselrennen Ende Juli gestanden, „das erneut Alt und Jung zu einem fröhlichen Tag im Park am Spring in Bremen“ vereint habe. Doch wie es bei einem Spielfeld nicht ohne den „richtigen Untergrund“ gehe, bilde beim Initiativkreis Ense „die hervorragende Zusammenarbeit mit der Gemeinde Ense“ die notwendige Basis für den Erfolg. „Für diese großartige Unterstützung in den unterschiedlichsten Formen möchte ich mich an dieser Stelle besonders bedanken“, wandte sich Ralf Hettwer ausdrücklich an den ebenfalls gestern Abend in Höingen anwesenden Bürgermeister Hubert Wegener sowie den Beigeordneten der Gemeinde Ense, Alfred Schmidt. „In Deutschland pflegen wir alles, was grün ist, mit besonderer Aufmerksamkeit. Und das ist auch grundsätzlich gut so. Denn auf einem ausgedörrten Acker weiterzuspielen ist nicht nur für Fußballer eine besondere Herausforderung. Aus diesem Grund werden wir vom Initiativkreis Ense uns bemühen, dieses Spielfeld besonders zu pflegen“, versprach der Vorsitzende des Initiativkreises.

Doch damit nicht genug der Vergleiche. Deshalb bemühte Ralf Hettwer auch noch das Bild der Netze. Diese seien nicht nur beim Fußballspiel unabdingbar – jedenfalls bei einer Weltmeisterschaft sei das so –, sondern auch im Alltag würden sie gebraucht. Ein Fußball werde von einem Netz aufgefangen, damit einerseits der Erfolg festgestellt werden könne, aber andererseits auch, um mit dem Ball weiterzuspielen. „Ähnliche Netze, anders geknüpft, brauchen wir auch: private, berufliche und gesellschaftliche Netze“, so Ralf Hettwer.

Für alle nämlich gelte: Wenn Netze nicht mehr taugten, dann sollte – wie bei Netzen an einem Fußballtor – die eine oder andere Masche neu geknüpft werden. Vor diesem Hintergrund wünschte Ralf Hettwer „uns allen viele solcher Netze, in die wir uns zurückziehen können, wo man sich anlehnen kann, die uns gegebenenfalls auffangen, die uns aber auch wieder aufrichten, damit wir weiterspielen können.“

Nicht zuletzt, so Ralf Hettwer, gehörten jedoch Spieler zum Fußball wie zum Leben. Und selbst die unterschiedlichsten Spielertypen könnten zum Erfolg einer Mannschaft beitragen. „Und das haben ja viele von Ihnen bereits in der Vergangenheit vorbildlich bewiesen. Ich denke hier an alle, die sich in irgendeiner Form ehrenamtlich engagiert haben. Ohne dieses ehrenamtliche Engagement wäre es dem Initiativkreis Ense nicht möglich, sein Ziel zu verfolgen“, wobei oberstes Ziel die Förderung von Wirtschaft und Kultur in Ense sei, wie er anmerkte. Mithin galt sein besonderer Dank all jenen, „die uns unterstützen und sich einbringen.“ Zu guter Letzt stellte Ralf Hettwer die Frage, was nun erfolgreiche Fußballer auszahle und ob man die Erklärung für den Erfolg von Fußballern überhaupt auf andere Lebenssituationen übertragen könne. „Was ist eigentlich Erfolg? Wie wird er erzielt?“ Eine Antwort konnte er jedoch nur andeuten, um seine Definition zu skizzieren. So drücke sich Erfolg darin aus, „eigene Vorstellungen engagiert umzusetzen, also etwas auf die Beine zu stellen, Bälle ins Rollen zu bringen, sich zu bewegen und damit etwas und andere bewegen und bei allem, wie beim Fußball, die Balance zu halten. Das gehört wohl zum Erfolg dazu.“ Daher sei er „stolz darauf, was der Initiativkreis Ense im vergangenen Jahr auf die Beine gestellt hat“ und freue sich aber auch sehr auf die Aufgaben und Herausforderungen, „die im neuen Jahr auf uns warten.“ - det

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