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Testlauf fürs Testzentrum

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Von: Tobias Hinne-Schneider

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Politik, Verwaltung und Mitarbeiter des Testzentrums in der Hubertushalle sind gleichermaßen froh über den Start des Zentrums
Politik, Verwaltung und Mitarbeiter des Testzentrums in der Hubertushalle sind gleichermaßen froh über den Start des Zentrums © Hinne-Schneider, Tobias

Jetzt läuft der Betrieb im Corona-Testzentrum der Gemeinde in der Hubertushalle in Niederense. Am Donnerstagabend haben Verwaltungsmitarbeiter und Vertreter der Politik das Zentrum einem Test unterzogen und sich selber testen lassen. Bereits am Freitag (26. März) stehen die ersten Tests nach Terminabsprache an – alle angebotenen Termine am Freitag sind allerdings bereits ausgebucht. Auch für die Ostertage stehen nur noch wenige Plätze zur Verfügung.

Niederense - Bürgermeister Rainer Busemann bedankte sich zunächst bei allen Anwesenden für die Unterstützung. Das Testzentrum wird von der Gemeinde mithilfe von DRK-Ortsverein Ense, der Stern-Apotheke in Bremen sowie den Mitgliedern der Freiwilligen Feuerwehr betrieben.

Apotheker Volker Jansen zeigte den Ehrenamtlern des DRK vor dem Start noch einmal genau, wie ein Test funktioniert. Die Helfer der Feuerwehr bereitete Jansen im Anschluss an den Testlauf auf die bevorstehenden Wochen und Monate vor.

„Es wird mit einem Antigen-Schnelltest getestet“, erklärte Jansen. Vor dem Test sollte sich die Nase geputzt werden. Anschließend wird das Stäbchen bis in den hinteren Rachenbereich geführt, um einen Abstrich zu nehmen. „Die Tests funktionieren allerdings auch zuverlässig im vorderen Nasenbereich“, sagte Jansen, der diese Variante vor allem für Kinder vorsieht.

Die Testmöglichkeiten in der Apotheke selber seien begrenzt, dementsprechend mache das Testzentrum Sinn, so Volker Jansen, der auf die bisherige Nachfrage verwies.

Allerdings sollen sich nur diejenigen in der Hubertushalle testen lassen, die keine Symptome aufweisen. Alle anderen müssen sich an einen Arzt wenden, erklärte Jansen.

„Wir sind gut gerüstet“, sagte Bürgermeister Busemann. 30 Tests können derzeit in einer Stunde gemacht werden, bis zu 200 pro Stunde sind durch die Inbetriebnahme weiterer Teststraßen möglich. Insgesamt haben sich 60 Ehrenamtliche bereit erklärt die Aufgaben im Testzentrum zu übernehmen, sagte Busemann lobend. Da Ense seit Wochen eine Inzidenzzahl von mehr als 100 aufweise, seien die vermehrten Testungen ein Schritt in die richtige Richtung.

Testzentrum in Ense: Bürgermeister will lieber impfen statt testen

Noch lieber wäre ihm allerdings, wenn aus dem Testzentrum ein Impfzentrum werde, erklärte er den Anwesenden. Dass das funktionieren kann, hätten die Impfungen von Lehrkräften, Erziehern und anderen Beschäftigten der Grundschulen und Kindergärten aus Ense von vor zwei Wochen gezeigt. Dafür müsse aber erst mal mehr Impfstoff vorhanden sein.

Die Vertreter der Politik zeigten sich zuversichtlich, dass die Tests zur Senkung der Fallzahlen beitragen können. Denn mehr Testen sei nicht gleichbedeutend mit einer höheren Inzidenz, sondern diene einer besseren Früherkennung.

Termine

Die Terminbuchung erfolgt über die Homepage der Verwaltung (www.gemeinde-ense.de/schnelltest). Auch über die Osterfeiertage können sich Bürger testen lassen. Einige Termine sind allerdings bereits ausgebucht. Am Ostersamstag und -sonntag wird ab 9 Uhr getestet.
Donnerstag: 17 bis 19 Uhr
Freitag: 16 bis 19 Uhr
Samstag: 9 bis 12 Uhr
Sonntag: 10 bis 12 Uhr

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