Auch Hakenkreuze an "Ense-Passage" in Parsit gesprüht

Staatsschutz übernimmt nach Schmierereien die Ermittlungen

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Die Schmierereien an den Gebäuden in der „Ense-Passage“ sowie im Geschäftszentrum zwischen Bremen und Parsit sind wegen der aufgesprühten Hakenkreuze nun ein Fall für den Staatsschutz.

Bremen - Das Kommissariat Staatsschutz in Dortmund hat die Ermittlungen nach den Schmierereien aus der Vorwoche sowohl an den Gebäuden des Geschäftszentrums zwischen Bremen und Parsit als auch an der "Ense-Passage" an sich gezogen, und zwar komplett.

Das hat Wolfgang Lückenkemper, Pressesprecher der Soester Kreispolizeibehörde, auf Anzeiger-Nachfrage mitgeteilt. Und Grund für diese Maßnahme: Da unter anderem auch Hakenkreuze an die Fassaden gesprüht worden waren, sei dies automatisch ein Fall für den in Dortmund sitzenden Staatsschutz, so Wolfgang Lückenkemper.

Der Leiter der Kriminalinspektion Polizeilicher Staatsschutz in Dortmund ist verantwortlich für zwei Kommissariate, in denen der Rechtsextremismus, aber auch Straftaten aus dem Bereich des Linksextremismus und dem Bereich der Ausländerkriminalität zu bearbeiten sind. Dazu gehören auch Straftaten, die dem radikalen Islamismus, bzw. Salafismus zuzuordnen sind.

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Auf Anzeiger-Nachfrage bestätigte die Pressestelle der Dortmunder Polizeibehörde zwar gestern, die Ermittlungen in der Angelegenheit übernommen zu haben. Hinweise allerdings seien noch nicht eingegangen. Wer gleichwohl noch Aussagen machen wolle, könne sich in Dortmund unter der Telefonnummer 0231/132 74 41 melden.

Unterdessen ist es am vergangenen Wochenende erneut zu einem Fall von Vandalismus gekommen, wie Bürgermeister Hubert Wegener im Gespräch mit dem Anzeiger mitteilte. So sei in der Pastoratswiese ein Kanaldeckel offen gelegt worden, sei es zudem zu Vermüllungen gekommen.

Wie man das Problem der Vermüllung oder Zerstörung in den Griff bekommen kann, darüber zerbricht man sich im Rathaus durchaus den Kopf, ohne ein Rezept zu haben. 

Verstärkte Kontrollen etwa an der Conrad-von-Ense oder sonstiger Orte, an denen es immer wieder zu Vorfällen kommt, durch das Ordnungsamt oder die Sozialarbeiter, mochte Bürgermeister Hubert Wegener „nicht versprechen“. Gleichwohl ist man nicht untätig, soll bekanntlich der Schulausschuss eine Videoüberwachung an der Sekundarschule beschließen.

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