Sozialzentrum Ense: „Gespräche sind noch möglich“

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Ist ein „Sozialzentrum Ense“ in der zurzeit von Aldi genutzten Immobilie doch noch möglich?

Bremen - Ist bezüglich der Einrichtung eines „Sozialzentrums Ense“ im alten Penny-Markt in Bremen das letzte Wort doch noch nicht gesprochen? Immobilienmakler Wilfried Stamm jedenfalls sieht noch „Gesprächsmöglichkeiten“.

Das zumindest hat der für den Eigentümer der Immobilie an an der Werler Straße in Bremer tätige Makler jetzt gegenüber dem Anzeiger erklärt. Zudem signalisierte er auch die Bereitschaft des Gebäude-Besitzers, Investitionen zu tätigen. Bedingung sei allerdings ein „schlüssiges Konzept“. Für Wilfried Stamm steht namens seines Klienten ferner außer Zweifel: Der Vorgang sei „nicht ausverhandelt worden“.

Ob diese Aussagen nun allerdings dazu führen werden, dass die Debatte um das „Sozialzentrum Ense“ noch einmal aufgenommen wird, darf bezweifelt werden. Denn selbst wenn es bei neuen Gesprächen zu für die Gemeinde Ense besseren Mietkonditionen käme, wäre jener Fördertopf nicht mehr anzuzapfen, über den der Umbau des Gebäudes zu 60 Prozent finanziert werden sollte. Die Frist für einen Antrag nämlich ist abgelaufen. Und dass Gemeinde und Vermieter sich die geschätzten 214 000 Euro hierfür „ans Bein hängen“ darf angesichts fehlender Haushaltsmittel als eher unwahrscheinlich bezeichnet werden.

Gleichwohl: Die Aussagen von Immobilienmakler Wilfried Stamm dürften „Wasser auf die Mühlen“ der SPD sein. So hatte Fraktionschef Bruno Löher im Hauptausschuss in der Vorwoche gemeint, dass sich gerade „hinsichtlich der Miete preiswertere Lösungen finden lassen.“ Und auch Parteifreundin Marianne Neumann hatte erklärt, dass man „keine Prachtlösung“ brauche. SPD und Grüne hatten – anders als CDU, BG und FDP – daher auch gegen den Vorschlag der Verwaltung gestimmt, dass Projekt eines „Sozialzentrums“ aus „Warenkorb“, Caritas-Kleiderstube und Kaufhaus „möbel und mehr“ nicht weiter zu verfolgen.

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