Sondersitzung stellt Weichen für Kindergarten-Neubau in Ense-Höingen

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Mehr als Sandkastenspiele sind die Planungen für einen Betriebskindergarten in Höingen.

Höingen – Die Weichen für die Errichtung eines Betriebskindergartens im oder am Höinger Industriegebiet sollen so rasch wie möglich gestellt werden.

Das hat Bürgermeister Hubert Wegener im Gespräch mit dem Anzeiger erklärt und deshalb für den 4. Februar eine Sondersitzung des Sozial- und Soortausschusses angesetzt. Und einziger Tagesordnungspunkt soll das Bauvorhaben sein, für das mittlerweile vier Träger ihr Interesse angemeldet haben. Sie werden sich in der Sitzung vorstellen, die Politik soll am Ende sich für einen Bewerber aussprechen. Zudem wird die Verwaltung auch den aus ihrer Sicht geeignetsten Standort präsentieren, für den sie sich die Zustimmung erhofft. Zwar habe man bereits einen Favoriten, so Bürgermeister Hubert Wegener. Endgültig festgelegt habe man sich im Rathaus zum gegenwärtigen Zeitpunkt jedoch noch nicht. Insofern übe man sich in dieser Frage in Zurückhaltung.

Allerdings macht der Verwaltungschef durchaus deutlich, warum man im Rathaus in der Angelegenheit dermaßen aufs Tempo drückt. So ist in der Sache auch der Kreis Soest einzubeziehen. Und weil man im Rathaus nicht riskieren möchte, dass man möglicherweise Zeit in der politischen Sommerpause verliert, sollen zumindest alle in Ense zu treffenden Entscheidungen frühzeitig in „trockene Tücher“ gebracht werden.

Durch den Bau eines Betriebskindergartens im Höinger Industriegebiet frühestens 2021 sollen im Wesentlichen zwei Ziele erreicht werden: die Schaffung von erforderlichen öffentlichen Betreuungsplätze, von denen mittelfristig bis zu 60 fehlen. Zudem sieht man in dem Projekt eine Förderung der Wirtschaft. Denn die Bindung und Gewinnung von Fachkräften stellt nach Einschätzung der Verwaltung viele Unternehmen vor große Herausforderungen. Insbesondere für junge Mitarbeiter sei die Betreuungssituation der eigenen Kinder ein wichtiger Aspekt.

Durch die Möglichkeit, Belegplätze für die Kinder der Mitarbeiter zu erwerben, würden die Unternehmen in die Lage versetzt, ihren Mitarbeitern einen wesentlichen Anreiz zu bieten. Aufgrund der geografischen Lage des Industriegebiets pendelten viele Mitarbeiter aus anderen Jugendamtsbezirken ein. Für die Kinder dieser Personen sei es ohne ein solches Projekt kaum möglich, ihre Kinder in einer Einrichtung in der Nähe des Industriegebiets unterzubringen. Eine unverbindliche Abfrage unter den heimischen Unternehmen habe ergeben, dass ein Bedarf in einer Größenordnung von 15 Plätzen bestehe.

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