Sekundarschule findet keinen Rektor

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45 Anmeldungen liegen für die Sekundarschule für das nächste Schuljahr vor.

Bremen – Alles auf Null. Denn bei der Suche nach einem neuen Leiter für die Conrad-von-Ense-Schule müssen die Verantwortlichen wieder ganz von vorne anfangen.

Wie Fachbereichsleiter Alois Langesberg, im Rathaus unter anderem für Schulangelegenheiten zuständig, auf Anzeiger-Nachfrage jetzt nämlich mitteilte, liegt nach Aussage der Bezirksregierung keine Bewerbung für die Stelle vor. Das aber hatte Ende November des vergangenen Jahres noch ganz anders geklungen. 

So hatte Alois Langesberg seinerzeit im Schulausschuss der Gemeinde Ense mitgeteilt, dass für die vakante Rektorenstelle an der Conrad-von-Ense-Schule nach Ablauf der Ausschreibungsfrist zwei Bewerbungen vorlägten. Allerdings machte er der Politik damals keine Hoffnung auf eine rasche Besetzung der Position. Denn da bei einem der beiden Kandidaten noch das Revisionsverfahren zur dienstlichen Beurteilung ausstehe, erwarte man Neuigkeiten von der zuständigen Arnsberger Bezirksregierung nicht vor März 2020. 

Jetzt also der Rückschlag, wobei Alois Langesberg nicht darüber spekulieren möchte, weshalb statt der zwei Bewerber nun niemand mehr Interesse an der Stelle hat. Seit dem Wechsel von Rektorin Stephanie Bingener zur Schulaufsicht im September vergangenen Jahres wird die Sekundarschule von ihrer Stellvertreterin Michaela Götte geleitet.

 Dabei trifft diese Nachricht die Sekundarschule in einer ohnehin nicht leichten Phase: So wurden für das Schuljahr 2020/2021 an der Conrad-von-Ense-Schule lediglich 45 Mädchen und Jungen angemeldet worden. Und damit bestätigte sich die Einschätzung, wonach der erwartet schwache Geburten-Jahrgang sich beim Anmeldeverhalten für die weiterführende Schule niederschlägt. Noch im Vorjahr waren 62 Kinder an der Sekundarschule angemeldet worden. Das hatte die notwendige und gewünschte Dreizügigkeit der Einrichtung sichergestellt. In diesem Sommer wird es dagegen wohl nur auf zwei Eingangsklassen hinauslaufen.

Für Fachbereichsleiter Alois Langesberg allerdings kein Anlass für allzu große Beunruhigung. Er geht davon aus, die Zweizügigkeit im Wege einer Ausnahmegenehmigung durch die Bezirksregierung gestattet zu bekommen. Zumal die Hoffnung bestehe, dass die Zahlen im Schuljahr 2021/2022 wieder ansteigen werden.

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