Fördergeld vom Land

Schützenverein aus dem Kreis Soest modernisiert Halle für 165.000 Euro

Die Arbeiten an der Hubertushalle in Niederense sollen zeitnah beginnen.
+
Die Arbeiten an der Hubertushalle in Niederense sollen zeitnah beginnen.

Die Freude ist groß. Aus dem Förderprogramm „Dorferneuerung 2021“ des Ministeriums für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen erhält die Schützenbruderschaft St. Hubertus 165 000 Euro. Der Zuwendungsbescheid ging bereits bei den Verantwortlichen ein.

Niederense - So konnten die Vereinsmitglieder schon Anfang Juli vom Vorstand über die Neuigkeit unterrichtet werden. Bis dahin war es ein langer Weg, der mit viel Arbeit verbunden war: Zunächst wies der Enser Landtagsabgeordnete Heinrich Frieling den Schützenverein auf den Fördertopf des Landes hin.

Das Programm dient der Erhaltung dorfgemäßer Gemeinschaftseinrichtungen im ländlichen Raum. „Daher haben wir innerhalb des Vorstands einen Arbeitskreis gebildet, der sich ausführlich mit dem Förderprogramm beschäftigt hat“, erklärt Brudermeister Andreas Kaufmann. „Kernaufgabe war dann zu prüfen, welche Maßnahmen an der Halle erforderlich sind und gleichzeitig mit den Förderrichtlinien in Einklang stehen“, heißt es weiter.

Fördergeld für Schützenhalle: Einweihung bereits 1957

Nächster Schritt war die Prüfung des über 200 Seiten langen Antrags durch die Bezirksregierung Arnsberg. Als der Brudermeister erfuhr, dass die Hubertushalle in das Projekt aufgenommen wird, war die Freude dementsprechend groß. Auch während der Antragstellung stand Heinrich Frieling den Niederensern mit Rat und Tat zur Seite. Daher zeigten Vertreter der St. Hubertus-Schützen dem heimischen CDU-Politiker bei einem Ortstermin nun, wohin das Geld fließen soll. Und die Liste ist lang.

Bei einem Ortstermin zeigten Christian Brucker, Tobias Schulte, der 2. Brudermeister Johannes Dülberg und der neue Brudermeister Andreas Kaufmann (von rechts) sowie Andreas Langesberg (links) dem Enser Landtagsabgeordneten Heinrich Frieling (zweiter von links), wohin das Fördergeld fließen soll.

Obwohl die 1957 eingeweihte Halle über viele Jahre in einem guten Zustand gehalten werden konnte, hat sich einiges angesammelt. „Wir müssen die geplanten Maßnahmen priorisieren“, heißt es aus dem Vorstand. Der Großteil der Fördermittel soll in die Dachsanierung der Halle fließen. Das sei dringend nötig, sind sich alle Beteiligten einig. Zum Leidwesen der Initiatoren bekommen Hallenbesucher von einem neuen Dach nicht sonderlich viel mit.

Daher wird nicht nur auf, sondern auch in der Halle gearbeitet. So steht die Sanierung des Speiseraums an. Eine ehemalige Küche wird in Sanitäranlagen umgebaut. Zusätzlich, durch die Errichtung eines separaten Eingangs, kann die Halle in Zukunft doppelt vermietet werden. „Durch diese Umbaumaßnahmen entstehen ganz neue Vermietungsmöglichkeiten“, sieht sich der Arbeitskreis gut für die Zukunft aufgestellt. Man hoffe auf zahlreiche Feiern nach der Corona-Pandemie.

Fördergeld für Schützenhalle: Feier zum 200-jährigen Bestehen

Hallendach und Sanitäranlagen sind für Gäste nicht auf den ersten Blick sichtbar. Aus diesem Grund ist die letzte große Umbaumaßnahme die Modernisierung des Foyers. „Das ist schließlich das Erste, was man von unserer Hubertushalle zu sehen bekommt“, erklärt Andreas Langesberg. Unter anderem die alten Fußbodenkacheln und die Deckenverkleidung habe man sich vorgenommen.

Mit Unterstützung des gesamten Dorfes starten nun die Arbeiten. „Die Hubertushalle ist ein Ort der Gemeinschaft und ist seit vielen Generationen Anlaufpunkt für alle Niederenser“, so Langesberg. Dies solle durch die jetzt anlaufenden Arbeiten so bleiben. Abschließend weist Brudermeister Andreas Kaufmann darauf hin, dass das 200-jährige Bestehen der Bruderschaft in drei Jahren gefeiert werden soll, dann in der „neuen“ Hubertushalle.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf soester-anzeiger.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare