Schild statt Zebrastreifen vor der Paulus-Kirche in Bremen

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Gefahrenquelle Werler Straße. Die evangelische Kirchengemeinde bittet die Verwaltung um das Aufstellen eines Schildes, um den Fußgängern, die das Gotteshaus erreichen wollen die Überquerung zu erleichtern.

Bremen – Die Sicherheit für Fußgänger, die die Werler Straße in Höhe der Paulus-Kirche in Bremen überqueren wollen, um das Gotteshaus zu erreichen, soll durch eine entsprechende Beschilderung gesichert werden.

Eine entsprechende Bitte liegt seit wenigen Tagen im Rathaus vor. Abstand nimmt die evangelische Kirchengemeinde allerdings von ihrem ursprünglichen Wunsch auf Errichtung eines Zebrastreifens. Die Verwaltung wird das Ansinnen – mit einer Stellungnahme versehen – nun an den Kreis Soest weiterleiten, der für das Aufstellen von Verkehrsschildern zuständig ist.

Damit kommt Bewegung in ein Thema, das am Rande der Gemeindeversammlung der evangelischen Kirchengemeinde Mitte Januar aufgekommen war. So hatte man beim Treffen angekündigt, Gespräche mit der politischen Gemeinde führen zu wollen. Dabei sollte es um die Anlegung eines Zebrastreifens auf der Werler Straße vor der Paulus-Kirche gehen. Zu gefährlich sei die Querung der Fahrbahn für all die, die ihre Pkw auf dem Parkplatz des Raiffeisenmarktes abstellten, hieß es. Zumal sich die Verkehrsteilnehmer nicht unbedingt an die vorgeschriebene Geschwindigkeit von 50 km/h hielten. Indes: Schon einen Tag später machte Bürgermeister Hubert Wegener im Gespräch mit dem Anzeiger deutlich, dass es Vorgaben für die Errichtung einer Querungshilfe gebe, vor allem wenn es sich um eine Bundesstraße handele. Und zu den Bedingungen gehöre die Höhe der Zahl derjenigen, die die Straße an der betreffenden Stelle querten. Ob diese tatsächlich erreicht werde, sollte geprüft werden. Das ist jetzt geschehen, sodass ein Ergebnis vorliegt. Mit ernüchterendem Resultat: Für das Anlegen eines Zebrastreifens reicht die Zahl der Fußgänger bei weitem nicht.

Eine Erkenntnis, die in der evangelischen Kirchengemeinde zum Umdenken führte, wie Pfarrerin Christine Dinter im Anzeiger-Gespräch erläuterte. Denn ehe man etwas beantrage, was von vornherein chancenlos sei, beantrage man etwas, was zumindest Aussicht auf Erfolg haben könnte. Insofern beantragt man jetzt eine Beschilderung, die mehr Schutz für die Fußgänger mit sich bringe. Welches Schild das konkret sein kann, ist noch offen.

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