Repowering-Unterlagen liegen zur Einsichtnahme aus

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In Waltringen sollen drei Windkraftanlagen des Typs Enercon E-40 demontiert und durch eine neue Anlage des Typs E-101 ersetzt werden. Die ABU ist gegen das Vorhaben, will den Plan detailliert prüfen.

Waltringen – Das Repowering im Bereich Ruhne/Waltringen geht in die entscheidende Phase. Denn die Antragsunterlagen können vom morgigen Freitag, 22. März, bis zum 23. April, eingesehen werden. Einwendungen sind auf Grundlage öffentlichen Rechts bis zum 24. Mai möglich.

Und spannend bleibt letztlich auch, wie sich die Arbeitsgemeinschaft Biologischer Umweltschutz im Kreis Soest (ABU) verhält. 

Im Gespräch mit dem Anzeiger erklärte man am Mittwoch, „nach wie skeptisch“ gegenüber dem Vorhaben zu sein. Ob man aber klagen wird, lässt man sich offen, will das Genehmigungsverfahren für die Errichtung der neuen, dann vierten 150 Meter hohen Anlage, die im Vogelschutzgebiet „Hellwegbörde“ stehen soll, abwarten. „Der Ball liegt jetzt beim Kreis“, so ein Sprecher.

Wie bekannt, will die Windpark-Gesellschaft Ruhne-Waltringen in Waltringen drei Windkraftanlagen des Typs Enercon E-40 demontieren und durch eine neue Anlage des Typs E-101 ersetzen. Das beantragte Vorhaben muss gemäß Bundes-Immissionsschutzgesetz von der Kreisverwaltung Soest genehmigt werden. Der Kreis Soest hatte über den Antrag der „Windbauern“ bereits in seinem Amtsblatt 04/2019 vom 15. März informiert. „Der Standort der neuen Anlage befindet sich genau wie zwei der Altanlagen im Vogelschutzgebiet. Unsere Aufgabe ist es jetzt, alle Argumente für und gegen den neuen Standort gemäß Bundes-Immissionsschutzgesetz abzuwägen und schlussendlich eine rechtssichere Entscheidung zu treffen“, erklärt Michael Joswig, Abteilungsleiter Bauen, Wohnen und Immissionsschutz, beim Kreis Soest.

Einwendungen gegen das Bauvorhaben nehmen verschiedene Verwaltungen entgegen. Die Kreisverwaltung hat hierfür die E-Mail-Adresse immissionsschutz@kreis-soest.de eingerichtet. Die Einwendungen müssen schriftlich oder elektronisch erhoben werden und Vor- und Zunamen sowie die volle leserliche Anschrift des Einwenders enthalten. Einwendungen, die Name und Adresse des Einwenders nicht eindeutig erkennen lassen, können im Verfahren nicht berücksichtigt werden. 

Seit nun gut zehn Jahren ist man bemüht, das Repowering im Bereich Ruhne/Waltringen umzusetzen bzw. zum Abschuss zu bringen. Immer wieder aber gab es Schwierigkeiten, mussten neue Beschlüsse gefasst werden, um Rechtskraft für ein solches Vorhaben zu erreichen. Am Ende stimmten Kreis und Bezirksregierung zu, sehen das Vorhaben mit den landesplanerischen Vorgaben vereinbar. Jetzt liegen die Unterlagen für Einwendungen aus, muss der Bauantrag für das Windrad folgen.

Eine Einsicht der Unterlagen ist bei folgenden Verwaltungen zu deren Öffnungszeiten möglich: Kreis Soest, Hoher Weg 1-3, 59494 Soest; Gemeinde Ense, Rathaus in Bremen, Am Spring 4, 59469 Ense; Stadt Werl, Hedwig-Dransfeld-Straße 23, 59457 Werl und Gemeinde Wickede (Ruhr), Hauptstraße 81, 58739 Wickede (Ruhr). Außerdem hat der Kreis die Antragsunterlagen auf www.kreis-soest.de veröffentlicht (Stichwort „Immissionsschutz-Verfahren: Öffentliche Bekanntmachungen“ ins Suchfeld rechts oben eingeben) und über das zentrale Umweltverträglichkeitsportal-Portal des Landes Nordrhein-Westfalen mit der Adresse https://uvp-verbund.de/nw bekannt gemacht.

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