Regierungspräsident lobt Ense für "kluge Wirtschaftspolitik"

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Regierungspräsident Hans-Josef Vogel in Ense bei seiner Festansprache anlässlich des 50-jährigen Bestehens der Gemeinde

Bremen – Das Lob kam aus berufenem Mund. Regierungspräsident Hans-Josef Vogel hat Ense als „Vorreiter der Stromversorgung und Tabellenführer in Sachen Energie und Klima“ bezeichnet.

Dabei ließ er beim Festakt anlässlich des 50-jährigen Bestehens der Gemeinde zum Beweis seiner These Zahlen sprechen. Danach sind in Ense 756 aktive Anlagen in Betrieb, die aus erneuerbaren Quellen Energie erzeugen. 

Insgesamt wird in der Gemeinde mehr regenerativer Strom erzeugt als bilanziell verbraucht wird. „Und das Großartigste: Jeder Vorhabenträger beziehungsweise alle Initiatoren der regenerativen Energiegewinnung in Ense sind ausschließlich Bürger, Unternehmer und Landwirte aus Ense. Nicht ein einziger Projektträger von außen ist hier in Ense aktiv. Die Wertschöpfung bleibt überwiegend in Ense. Das ist auch kluge Wirtschaftspolitik“, sagte Regierungspräsident Hans-Josef Vogel.

Apropos Wirtschaft. Als Erfolgsgeheimnis der Gemeinde bezeichnete Hans-Josef Vogel die Tatsache, dass das überwiegend landwirtschaftlich geprägte Kirchspiel und das Amt Bremen vor allem durch die Ansiedlung zahlreicher mittelständischer Unternehmen in den vergangenen 50 Jahren „enorm an Wirtschaftskraft gewonnen“ habe. „Ense zählt heute pro Kopf der Bevölkerung zu den industriestärksten Kommunen unseres Regierungsbezirks“, so Hans-Josef Vogel.

So erwähnte der Regierungspräsident, der durch eine Tante aus Volbringen auch Wurzlen in Ense hat, die Finanzstärke Enses. Das führe nicht nur dazu, dass man keine Schlüsselzuweisungen erhalte. Zur Wahrheit gehöre in diesem Zusammenhang auch, dass „enorme Beiträge“ als Solidaritätsumlage gezahlt werden mussten.

„In den Jahren 2014 bis 2017 mehr als 3,8 Millionen Euro. Auch das muss einmal 50 Jahre nach der Kommunalen Neugliederung gesagt werden. Ense ist finanzstark wie nie und solidarisch mit anderen Kommunen wie nicht viele andere Kommunen.“

Und noch einen weiteren Aspekt hob der Regierungspräsident hervor: die Schaffung von Kultur- und Sportangeboten sowie das Bemühen, „vor allem sozialen Zusammenhalt“ zu stiften. Auf 111 Einwohner komme in Ense ein ehrenamtlicher Verein. Und gerade die Vereine seien die „Heimatmacher“. So zählt Ense 21 Musikvereine, Chöre und Musikgruppen, 17 Sportvereine und Sportgruppierungen, 26 kirchliche Gemeinschaften, sieben Schützenbruderschaften sowie 40 weitere Vereine und Initiativen. Darunter die so wichtigen Fördervereine für Kindergärten und Schulen. Kein Wunder für Hans-Josef Vogel, dass das Wort „Heimat“ in Ense einen „guten Klang“ habe.

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