"Ense-Passage" wird ab 4. April abgerissen

Projektgesellschaft trotz Bedenken gegen Rossmann-Ansiedlung nicht beunruhigt

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Augenoptiker Andreas Dietrich will sich am neuen Standort im alten Penny sogar etwas vergrößern.

Bremen - Der Abriss der „Ense-Passage“ beginnt am 4. April. Das hat Andreas Gödecke von der HG Projektgesellschaft mit Sitz in Otterndorf im Gespräch mit dem Anzeiger erklärt. Gleichzeitig hat er verdeutlicht, dass man trotz aller Diskussionen um die Ansiedlung des Rossmann-Marktes vor dem Hintergrund der Einwendungen von IHK und Handelsverband bezüglich des Einzelhandelskonzeptes nach wie vor uneingeschränkt von der Verwirklichung des Vorhabens ausgeht.

„Für uns“, so Andreas Gödecke, „gilt der 31. März als Stichtag für die Räumung der ‘Ense-Passage’“. Von Verzögerungen gehe man nicht aus, sei auch in keinster Weise beunruhigt ob der Stellungnahmen von IHK und Handelsverband. 

Sie sehen das Projekt bekanntlich nicht im Einklang mit dem gültigen Einzelhandelskonzept der Gemeinde und haben Neuformulierungen in dem Papier angemahnt. Eine Anregung der die Verwaltung nachgekommen und mittlerweile einen Gutachter beauftragt hat, der das Konzept anpassen soll. Bürgermeister Hubert Wegener zeigte sich im Gespräch mit dem Anzeiger dabei hoffnungsvoll, dass der Experte zu entsprechenden Einschätzungen kommt und das die Rossmann-Ansiedlung ohne Zeitverzug umgesetzt werden kann.

Im Kern geht es dabei um die Frage, ob sich ein Drogeriemarkt an der bisherigen „Ense-Passage“ nachteilig auf das aktuell gültige zentrale Versorgungsgebiet, die Bremer Ortsmitte, auswirkt. 

Ungeachtet dessen hat Augenoptiker Andreas Dietrich von der in der „Ense-Passage“ untergebrachten „Optik in Ense“ im Gespräch mit dem Anzeiger unterstrichen, dass er mit Abriss des Gebäudes in den ehemaligen und derzeit leer stehenden Penny-Markt in direkter Nachbarschaft zur Sparkasse ziehen werde. Zwar sei ein nahtloser Übergang angestrebt, ob dies aber gelingen kann oder nicht vielleicht doch ein oder zwei Tage das Geschäft geschlossen bleiben müsse, sei noch offen. In jedem Fall werde er sich am neuen Standort von derzeit gut 70 Quadratmetern auf annäherend 80 Quadratmetern vergrößern.

Damit bestätigt sich, was der Anzeiger bereits nach Bekanntwerden der Planungen für einen Rossmann-Markt in der „Ense-Passage“ im Oktober vermeldet hatte: dass sowohl die Postagentur als auch der Optiker Bremen erhalten bleiben. 

Indes: Wie genau es mit dem Umzug von Postagentur und Optiker in den früheren Penny-Markt weitergeht, steht noch nicht abschließend fest. Auch, ob weitere Geschäfte folgen werden. Das Interesse an der Nutzung der Immobilie jedenfalls für Post und Optiker ist ungebrochen, wie die Eigentümerin im Gespräch mit dem Anzeiger unterstrichen hat.

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