Patientenaufnahmestopp - das sagen die Enser Hausärzte

Die Enser Hausärzte sind bemüht, die hausärztliche Versorgung sicher zu stellen.

Bremen/Niederense – Von einem Patientenaufnahmestopp in den Enser Hausarzt-Praxis kann aktuell keine Rede sein. Damit treten die Mediziner Befürchtungen entgegen. 

Richtig sei vielmehr, so Michael Swyter, der in Pater-Rahmann-Straße in Niederense seine Praxis hat, dass seine Hausarzt-Kollege und er bemüht seien, die hausärztliche Versorgung in Ense sicher zu stellen. So würden in seiner Praxis sowohl Patienten aufgenommen, die neu in die Gemeinde zögen, als auch solche, die von außerhalb in einem der Pflegeheime in Enser untergebracht würden und durch den bisherigen Hausarzt ihrer Heimatgemeinde über Hausarztbesuche nicht mehr versorgt werden könnten. Auch Heranwachsende, bei denen ein Wechsel vom Kinderarzt zu einem Hausarzt anstehe, würden in seiner Praxis nicht abgewiesen.

Ein wenig anders sehe es dagegen bei Patienten aus, die bereits einen Hausarzt in der Umgebung haben, aber aus verschiedenen Gründen den Hausarzt wechseln wollen. „Hier können wir aufgrund der begrenzten Kapazitäten nicht jeden Wunsch erfüllen“, so Michael Swyter. „Wir bitten wir um Verständnis dafür, dass eine gute Patientenversorgung immer auch Zeit kostet, was sich in zum Teil langen Wartezeiten widerspiegelt. Daher können wir – um all unseren Patienten auch gerecht zu werden – nicht jedem Wechselwunsch entsprechen.“

Eine Darstellung, der sich Dr. Hartmut Neumann, der seine Praxis in Niederense hat, anschließt.

Auch in der Praxis von Juan Carlos Rivera in der Kesselstraße in Bremen gibt es keinen Patientenaufnahmestopp, wie der Mediziner versicherte. Er absolviere 22 bis 25 Sprechstunden pro Woche in Ense und sei sogar bereit, diese Anzahl zu erweitern, wenn es der Bedarf erfordere. Wie  berichtet, hat Juan Carlos Rivera in Werl eine zweite Praxis gegründet.

Dr. Gisbert Plattfaut, der eine Praxis in Bremen betreibt, war für eine Stellungnahme nicht erreichbar.

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