NRW-Ministerin zu Gast

Politische Diskussion mit jungen Landwirten in Ense

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Bei ihrem Besuch in der Gemeinde Ense besichtigten die Politiker zunächst den neuen Schweinestall von Familie Junker in Volbringen

Oberense - Vom Düsseldorfer Landtag zum Bauernhof in Oberense: NRW-Ministerin Ursula Heinen-Esser (CDU) besuchte kürzlich die Gemeinde Ense, um sich vor allem mit den jungen Landwirten der Region über die Zukunft des Berufes auszutauschen.

Nach der Besichtigung des neuen Schweinestalls von Familie Junker in Volbringen nahm sich die Ministerin für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz noch eine knappe Stunde Zeit, um mit den Nachwuchsbauern zu diskutieren. 

Auf Einladung des heimischen CDU-Landtagsabgeordneten Heinrich Frieling und des Vorsitzenden des CDU-Kreisagrarausschusses, Georg Busemann, traf sich die 53-jährige Politikerin auf dem Hof Münstermann in Oberense mit rund 20 amtierenden oder angehenden Betriebsinhabern aus der Region, darunter vor allem auch Auszubildende und Junglandwirte. 

Ernste Themen

In freundlicher Atmosphäre kamen dabei ernste Themen zur Sprache, die den Betroffenen Sorgen bezüglich der landwirtschaftlichen Entwicklung in Deutschland bereiten – vor allem hinsichtlich der Tierhaltung.

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 Beispielhaft ist dafür die aktuelle Debatte um die Ferkelkastration. Bleibt es bei der nur in Deutschland geltenden, strengen Gesetzeslage, ohne dass innerhalb der nächsten beiden Jahre eine Lösung gefunden wird, die sowohl der Gesetzeslage, aber auch dem Arbeitsschutz und der wirtschaftlichen Machbarkeit für Tierärzte und Landwirte gerecht wird, drohe die weitere Verlagerung ins weniger strenge Ausland. 

Unterstützung erhoffen sich die Landwirte von der Ministerin aber auch gegenüber dem Einzelhandel, der die Bemühungen der Landwirtschaft für mehr Tierwohl letztendlich annehmen und vermarkten muss, wenn diese den Verbraucher erreichen sollen. Dieser müsse schließlich auch bereit sein, die höheren Standarts, die in Sachen Tierwohl angeboten werden, zu finanzieren. 

Auch Jungbauern aus Ense waren unter den rund 20 Diskussionsteilnehmern in Oberense.

Auch das Thema Grundwasserschutz durfte beim Gespräch nicht fehlen. „Trotz der Schwierigkeit der Themen war die Diskussion für alle Beteiligten eine Bereicherung“, fasst Heinrich Frieling zusammen. Es sei deutlich geworden, dass die Landwirte bereit sind, ihren Beitrag zum Tierwohl und Grundwasserschutz zu leisten, aber auch, dass die Gesellschaft in der Pflicht steht. 

„Vor allem benötigen die jungen Landwirte Investitionssicherheit, wenn sie neue Haltungsformen schaffen oder alte tiergerecht weiterentwickeln sollen“, so Frieling weiter. Das sei nur möglich, wenn sie auf europaweit gleiche Wettbewerbschancen treffen. „Dann ist die landwirtschaftliche Produktion vor Ort gesichert.“ 

Einladung nach Düsseldorf

Ministerin Heinen-Esser lud die Landwirte abschließend ein, sich bei der anstehenden Diskussion um die landesweite Nutztierhaltungsstrategie einzubringen und zum vertiefenden Gespräch nach Düsseldorf zu kommen.

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