Seit Montag wieder Präsenzunterricht

So lief der Neustart an den Schulen

Die Klasse 10a, der Deutsch-E-Kurs, beim Unterricht mit Abstand und Maske.
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Die Klasse 10a, der Deutsch-E-Kurs, beim Unterricht mit Abstand und Maske.

Am Montag ging für einige Kinder und Jugendliche die Schule wieder vor Ort los. Wir haben nachgefragt, wie es gelaufen ist.

Ense – Seit Montag läuft der Schulbetrieb wieder. „Es ist genauso angelaufen wie geplant“, berichtet Stefanie Neumann, Leiterin der Bernhardusschule in Niederense. „Doch es ist ein enormer Aufwand.“

Alle vier Enser Schulen öffneten am Montag wieder ihre Pforten für den Präsenzunterricht. Die drei Grundschulen müssen dabei ein Angebot für jeden ihrer Schüler schaffen, schließlich werden die Jahrgänge eins bis vier im Klassenraum beschult. Dazu läuft überall noch die Notbetreuung weiter. „Da sind alle Lehrer fest eingebunden“, meint Neumann.

Alle Kinder kamen in die Schule

Die neuen Vorgaben der Landesregierung sehen für die Primarstufen nämlich vor, dass die einzelnen Klassen in zwei Gruppen geteilt werden. Von denen erscheint jeweils eine zum Präsenzunterricht, die andere lernt von zu Hause aus – und das im täglichen Wechsel. „Am Montag sind alle Kinder gekommen, die eingeplant waren“, erzählt Antje Heydecke, Rektorin der Gemeinschaftsgrundschule in Höingen. „Und sie wirkten alle glücklich, dass sie endlich wieder in die Schule durften.“

„Das wurde langsam aber auch Zeit“, findet Yvonne Wien, die Leiterin der Fürstenbergschule in Hünningen. „Die ganze aktuelle Situation ist sehr schwer für die Kinder. Man merkt, dass sie psychisch sehr belastet sind.“ Der Kontakt und das Austauschen mit den Mitschülern sei daher enorm wichtig, genauso wie das gemeinsame Lernen.

Maskenpflicht auch für Grundschüler

Dabei habe das im reinen Distanzunterricht der letzten Wochen gar nicht so schlecht funktioniert. „Wir sind stoffmäßig genau da, wo wir sein wollten“, lobt Wien den Fleiß ihrer Schüler. Auch Antje Heydecke hatte nur Positives über den Lernstand ihrer Kids zu berichten. „Die Defizite hielten sich in Grenzen.“

In den Grundschulen läuft jetzt wieder vieles so wie schon vor dem zweiten Lockdown. Einen Unterschied gibt es aber: Nun müssen auch die jüngsten Schüler im Unterricht eine Maske tragen. „Das ist für sie zwar anstrengend, aber sie haben gut durchgehalten“, erklärt Heydecke.

Bei ihr hatten sich am Wochenende noch einige Eltern gemeldet, die ob des Schulstarts sehr besorgt waren, ihr Kind könne sich in der Schule mit dem Coronavirus infizieren. „Doch wir tun alles, was wir können, setzen alle Vorgaben genauestens um“, sagt die Rektorin. „Wir haben CO2-Ampeln von der Gemeinde für jeden Klassenraum bekommen, dazu war das Wetter am Montag so, dass alle Fenster die ganze Zeit über geöffnet bleiben konnten.“

Nur Abschlussjahrgang im Präsenzunterricht

An den weiterführenden Schulen kommen dagegen nur die Abschlussjahrgänge zum Präsenzunterricht, der Rest wird weiterhin auf Distanz beschult. „Wir holen die Schüler aber nur montags, mittwochs und freitags her, um die prüfungsrelevanten Fächer zu unterrichten“, verrät Mark Winkler, Abteilungsleiter für die Jahrgänge 8 bis 10 an der Conrad-von-Ense-Schule in Bremen.

Das betrifft aktuell 80 Schüler, die am Montag auch alle vor Ort waren. Diese müssten laut den Vorgaben aus Düsseldorf innerhalb ihrer Kurse zwar nicht getrennt werden, die Conrad-von-Ense-Schule hat das aber trotzdem veranlasst. „Wir wollten eine Durchmischung des Jahrgangs verhindern“, erklärt Winkler. So bleiben in Bremen deshalb nur die einzelnen Klassen unter sich. In den Kursen, die normalerweise aus Schülern aller Klassen eines Jahrganges bestehen, werden die Jugendlichen getrennt und nur mit denen unterrichtet, die ohnehin in ihrer Klasse sind. „So können wir die Kontakte begrenzen, aber gleichzeitig das passende Leistungsniveau gewährleisten“, meint Winkler. Genug Platz ist dafür aktuell.

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