Neujahrsempfang und Initiativpreis Ense

Preisträger Suermann: Jugend mehr in Vereine integrieren

Initiativpreisträger Elmar Suermann (am Mikro) appellierte in seiner Ansprache, die Jugend mehr ins Vereinsleben zu integrieren, denn "unser Vereinsleben ist ein ganz großes Gut". - Foto: Nölken

Oberense - Die Integration der Jugend in das heimische Vereinsleben sollte laut Elmar Suermann künftig stärker im Fokus der Bürger von Ense stehen. „Unser Vereinsleben ist ein ganz großes Gut“, sagte der Getränke-Großhändler, als er am Freitag den 15. Initiativpreis in der Oberenser Schützenhalle entgegennahm.

Nachdem Bürgermeister Hubert Wegener beim Neujahrsempfang der Gemeinde und des Initiativkreises etwa die zunehmende Digitalisierung der Verwaltung sowie hohe Auftragseingänge bei heimischen Unternehmen gelobt hatte, würdigte Vorjahrespreisträger Klaus Eickenbusch für die Sparkasse Werl die ökologische Vorreiterrolle Elmar Suermanns.

„Die ökologischen Herausforderungen dieser Tage versteht dieser Unternehmer als seinen ganz persönlichen Auftrag“, betonte Eickenbusch in seiner Laudatio. „Was mitten im Klimawandel Kühlung benötigt, wird bei ihm mithilfe einer Photovoltaik-Anlage auf die optimale Temperatur gebracht.“

Suermann sei allerdings nicht nur aufgrund seines hohen Umweltbewusstseins würdiger Preisträger. Seine stetigen Bemühungen um die Gesundheit und das Wohlergehen seiner Mitarbeiter mündeten in ein Versprechen, das Suermann einhielt. „Wenn jeder in seinem Betrieb das Rauchen aufgibt, dann gibt er eine komplette gemeinsame Flugreise nach Mallorca aus“, erklärte Sparkassen-Vorstand Klaus Eickenbusch, als er über den Betriebsausflug der gesamten Firma auf die Balearen berichtete.

Der Fleiß des Unternehmers spiegle sich vor allem in den freien Arbeitstagen Suermanns wider: „Er arbeitet quasi rund um die Uhr und nur an einem einzigen Tag im Jahr ist sein Betrieb geschlossen. Nicht etwa an Neujahr oder Heiligabend, sondern am Schützenfestmontag in Oberense.“

Suermann, der seit 14 Jahren im Vorstand der Schützenbruderschaft St. Johannes Oberense tätig ist und sich dort seit sechs Jahren als zweiter Brudermeister engagiert, brachte sich ebenfalls im Kirchenvorstand der Kirchengemeinde Heilig Geist in Bilme ein. „Ob beim Eselrennen, beim Weihnachtssingen oder bei Ausflügen der Landjugend - in Ense kann jeder auf Sie bauen“, sagte Klaus Eickenbusch, ehe er den Preisträger auf die Bühne bat und mit der Entscheidung des Initiativkreises für stehende Ovationen und enthusiastischen Beifall sorgte.

Dank "an starke Familie und gutes Team"

In seiner Dankesrede, die Suermann insbesondere seiner „starken Familie und dem guten Team“ widmete, schilderte der Geschäftsführer auch Szenen seines Arbeitsalltags, wenn er in der Schützenfest-Saison von Fest zu Fest zieht: „Unsere Kinder haben natürlich auch manchmal Spaß, wenn Papa sonntags nachmittags leicht besäuselt von irgendeinem Schützenfest wieder nach Hause kommt und wirres Zeug redet. Das ist dann schon manchmal abenteuerlich.“

Das Preisgeld will Suermann nun dem Kindergarten Villa Kunterbunt in Bilme zur Anschaffung von neuem Spielzeug zur Verfügung stellen. "Ich habe im Kindergarten Bilme meine ersten sozialen Kontakte geknüpft und dort auch meine spätere Frau Annegret kennengelernt."

Der Neujahrsempfang, den Torsten Kickelbick moderierte, wurde nicht nur vom Jugendclub der Tanzschule Kickelbick und einem Tanz zu Elvis Presleys „Jailhouse Rock“ mitgestaltet, sondern auch von Live-Musik der Akustik-Band „Innervoice“ aus dem Sauerland und mitreißenden Stücken wie „Breakfast At Tiffany’s“ geprägt. 

Den hohen Gestaltungswillen in der Gemeinde Ense lobte schließlich Vize-Landrätin Irmgard Soldat, die unter anderem auf die Enser Messetage, den Allerheiligenmarkt und die Ausbildungsmesse verwies. „Vielleicht entwickeln Sie ja schon heute neue Ideen für Ihre Gemeinde“, sagte Soldat mit Blick auf die vielen Veranstaltungsgäste, zu denen zahlreiche Vereinsmitglieder und Institutionsvertreter zählten.

„Wirtschaft und Schule wollen zum Beispiel noch enger zusammenarbeiten und im Rahmen von Werkunterricht mit Handwerksmeistern berufliches Interesse wecken. Das halte ich im Zusammenhang von Ausbildung und Fachkräftesicherung für besonders wichtig.“ 

"Rat und Verwaltung haben Hausaufgaben gemacht"

Dass das Engagement der heimischen Betriebe und die damit verbundenen Arbeitsplätze für den Wohlstand der Region verantwortlich seien, unterstrich nicht nur Irmgard Soldat. Bürgermeister Hubert Wegener kannte viele Gründe, weshalb es sich gut in Ense leben lasse: „Der Gang zum Amt wird durch die Digitalisierung der Geschäftsprozesse in der Verwaltung immer seltener. Mit dem Einsatz der E-Akte wird den Bürgern und Unternehmern ein zeitlich unbegrenzter und unkomplizierter Zugang zu kommunalen Leistungen ermöglicht“, sagte Wegener.

Neben der Bereitstellung von über 100 neuen Baugrundstücken, durch die Bauwilligen die Umsetzung des Traums vom Eigenheim ermöglicht werden soll, lobte der parteiunabhängige Verwaltungschef auch den vom Rat einstimmig beschlossenen Haushalt für die Jahre 2019 und 2020.

Das ausreichende Angebot an Kinderbetreuungsplätzen sowie der gesicherte Bestand der vier Schulen seien zusätzlich Grund zur Freude, insbesondere „weil es trotz gestiegener Geburtenzahlen nicht zum Engpass kommen wird“. Mit der Rekommunalisierung der Strom- und Gasnetze und der damit verbundenen Wertschöpfung stellte Wegener zudem zusätzliche Einnahmen in Aussicht, die moderate Hebesätze bei den Realsteuern ermöglichen würden. 

Dem Bürgermeister sei dennoch klar, dass „das konjunkturelle Hoch nicht ewig anhalten wird“: „Die Rahmenbedingungen können sich verhältnismäßig schnell ändern. So dürfen wir in unseren Bemühungen nicht nachlassen und weiterhin festgestellte Mängel beheben und negative Entwicklungen bekämpfen“, meinte Wegener.

Gerade weil Politik und Verwaltung in der Gemeinde Ense ihre Hausaufgaben gemacht hätten und die Arbeit vieler Bürger, die sich ehrenamtlich oder beruflich für die Gesellschaft einsetzen, Früchte trägt, freue man sich auf die Feierlichkeiten im September anlässlich des 50-jährigen Gemeindejubiläums.

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