Neue Gottesdienstordnung in Ense greift früher als erwartet

Öffentliche Gottesdienste soll es ab dem Wochenende auch in St. Lambertus Ense-Bremen wieder geben.

Bremen – Die Pfarrei St. Lambertus Bremen ändert mit dem bevorstehenden Wochenende ab dem kommenden Samstag, 2. Mai, ihre Gottesdienstzeiten.

Das führt Pastor Carsten Scheunemann aus.

„Hinter uns liegt eine Zeit der Entbehrung von der Teilnahme an öffentlichen Gottesdiensten. Bei allem schrittweisen Freigeben von Aktivitäten und Gottesdiensten gilt es auch weiterhin, die Hygienestandards und die erforderlichen Abstandsregeln unbedingt einzuhalten!“ 

Darüber hinaus, so der Geistliche weiter, gelte „unsere besondere Aufmerksamkeit den Menschen, die zu einer Risikogruppe gehören, und für die eine Infektion zu erheblichen gesundheitlichen Problemen führen kann. Hierzu gehören gerade ältere sowie gesundheitlich vorbelastete Personen.“ 

In den vergangenen Wochen, so Pastor Scheunemann, hätten sich viele der früheren Gottesdienstbesucher umstellen müssen. Die Feiern der Heiligen Messen zu den gewohnten Zeiten an den gewohnten Orten konnten nicht stattfinden. „Viele unserer Gläubigen haben die Angebote von Internet oder Fernsehen genutzt: Gottesdienstfeiern von anderen Orten zu veränderten – vielleicht ungewohnten – Zeiten.“ 

Im Pastoralen Team der Pfarrei St. Lambertus habe man – auch mit Blick auf die Zukunft – entschieden, „veränderte Gottesdienstzeiten zum jetzigen Zeitpunkt auf den Weg zu bringen.“ Ein Grund sei unter anderem, dass Pastor Johannes Müting im Juni sein 80. Lebensjahr vollendet „und aufgrund seiner Gesundheit besonders zur Risikogruppe gehört.“

Dabei kommt eine Veränderung der Gottesdienstzeiten in der Pfarrei nicht überraschend: Bereits im September des vergangenen Jahres hatte der zu diesem Thema eine ausführliche Diskussion geführt.

Stefan Bach, Vorsitzender des Pfarrgemeinderates, zeigte  Verständnis für die Entscheidung, die ohnehin angedachte Gottesdienst-Veränderung vorzuziehen. Schließlich gehe es darum, auf längere Sicht das Mess-Angebot stabil und verlässlich aufrecht erhalten zu können. Das Corona hier die Entwicklung forciert habe, sei natürlich nicht absehbar gewesen.

Prinzipiell steht Stefan Bach hinter der Entscheidung, ab dem kommenden Wochenende wieder öffentliche Gottesdienste anzubieten. Zwar seien die Gottesdienst-Übertragungen über den Youtoube-Kanal sogar besser als erwartet angenommen worden. Dennoch sei es wichtig, als Kirche wahrgenommen zu werden, das Angebot auch an öffentlichen Gottesdiensten wieder bereit halten zu können. 

Wobei ihn wichtig ist: Die Durchführung der Gottesdienste müsse mit den geltenden Abstands- und Hygienevorschriften übereinstimmen und mit gegebenenfalls mit Ordnungsdiensten dementsprechend kontrolliert werden. Über Einzelheiten diesbezüglich werde sich der Pfarrgemeinderat in einer Telefonkonferenz am Mittwochabend verständigen.

In den Kapellengemeinden Höingen und Waltringen findet die Vorabendmesse im 14-tägigen Rhythmus im Wechsel mit der Feier der Wortgottesdienste in der bewährten Form weiter statt. Aufgrund der Innenrenovierung der St.-Marien-Kapelle in Waltringen entfallen dort Messfeiern und die Wortgottesdienste bis zur Fertigstellung der Arbeiten. In Bilme wird die sonst übliche Feier des sonntäglichen Hochamtes auf den Vorabend verlegt und somit am Samstagabend um 18.30 Uhr gefeiert. Die Hochämter am Sonntag werden um 9.30 Uhr in Bremen und um 11 Uhr in Niederense gefeiert. Jeweils am ersten Sonntag im Monat werden die Heiligen Messen in Bilme und Niederense getauscht, so dass dann die Vorabendmesse am Samstagabend um 18.30 Uhr in Niederense und das Hochamt sonntags um 11 Uhr in Bilme gefeiert werden. Sondermessen zu besonderen Anlässen wird es, soweit wie möglich, weiterhin geben.

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