Nach Schmierereien am Gewerbepark

358 Unterschriften für Petition, von Tätern aber keine Spur

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Hakenkreuz-Schmierereien und rechte Parolen gab es in der Nacht zum 18. Juni am Geschäftszentrum zwischen Bremen und Parsit.

Ense - Die Petition ist beendet, die Suche nach dem Täter noch nicht endgültig: 358 Menschen, darunter 246 aus Ense, haben sich der Online-Petition „Ense gegen Rassismus und mit Courage“ angeschlossen. Die Unterschriftensammlung ist mittlerweile abgelaufen.

Daniel Keil, der für die Petition verantwortlich zeichnete, war für eine Stellungnahme nicht zu erreichen. Die Petition war von der AG „Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage“ der Conrad-von-Ense-Schule im Rahmen rechter Schmierereien am Geschäftszentrum an der Windmühle gestartet worden. 

Mitglieder der AG sind die Schüler Florian Bernau, Jaqueline Scharping, Elisabeth Steigerwald, Raphael Lorusch, Lea Schröder, Marie Schlütermann, Maybrit Gerber, Pia Hillmann und die Lehrer Wiebke Janßen und Daniel Keil. Dabei waren die Schüler zuletzt nochmal aktiv geworden, hatten Karten und Plakate erstellt, um für ihre Sache zu werben. Das fruchtete: In der letzten Woche brachte das nochmals über 100 Unterschriften.

Hier geht es zur Online-Petition

Die Schüler wollten mit der Petition „ein Zeichen gegen Rassismus setzen“. Nach den Sommerferien werden sie die Petition dem Bürgermeister übergeben. In Ense waren Schule und Geschäftszentrum in den letzten zwei Jahren mehrmals mit rassistischen Schmierereien verunstaltet worden. Das, so die Schüler, werfe „ein schlechtes und falsches Bild auf unsere Gemeinde“.

Wer für die jüngsten Parolen verantwortlich ist, ist unterdessen noch immer unklar. Der zuständige Staatsschutz hat keine neuen Erkenntnisse über den oder die Täter, die in der Nacht zum 18. Juni Hakenkreuzschmierereien und politische Parolen am Geschäftszentrum zwischen Bremen und Parsit anbrachten. Es sei oft in solchen Fällen so, dass es immer schwieriger wird, je mehr Zeit vergeht, teilt die Pressestelle der Dortmunder Polizei mit. 

Üblich ist das weitere Vorgehen: Die Akten werden zur Staatsanwaltschaft gegeben, die das Ermittlungsverfahren dann einstellt. Nach wie vor aber hoffe man auf Hinweise auf den oder die Täter. Der Staatsschutz nimmt sie unter Telefon 0231/132777 entgegen.

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