Kommunalwahl 2020

Nach der Wahl in Ense: Parteien müssen Fraktionsvorsitz und Ausschüsse bestimmen

Wahlstudio der Gemeinde Ense im Bremer Rathaus: Sitzplätze und Maskenpflicht beim Aufstehen waren für die wenigen Besucher Pflicht.
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Wahlstudio der Gemeinde Ense im Bremer Rathaus: Sitzplätze und Maskenpflicht beim Aufstehen waren für die wenigen Besucher Pflicht.

Kaum ist er gewählt, ist er auch schon wieder weg: Rainer Busemann, kommender Bürgermeister der Gemeinde Ense, verbringt die nächste Woche am Bodensee. Bei vorhergesagten mehr als 25 Grad lässt sich der Erfolg bei der Kommunalwahl (mehr als 85 Prozent stimmten für Busemann) gleich doppelt genießen.

Bremen - Kehrt der 57-Jährige anschließend nach Ense zurück, beginnt für den Niederenser die Verwaltungsarbeit – zunächst will er sich von Amtsinhaber Hubert Wegener mit den Abläufen im Rathaus vertraut machen lassen. Die Parteien bereiten sich jetzt darauf vor, die Ausschüsse zu besetzen und den Fraktionsvorsitz zu bestimmen. Für Busemann steht nach der Ratswahl fest: „Wir müssen zusammenarbeiten – das ist aber auch mein Streben und Ziel.

Nach der Kommunalwahl in Ense ordnen sich einige Parteien neu

CDU

Die CDU-Vorsitzende, Silvia Klein, ist künftig kein Mitglied des Gemeinderates mehr. Klein kandidierte weder für ein Direktmandat, noch Griff die Reserveliste der CDU. Dort stand Silvia Klein auf Platz drei. Erst wenn ein Ratsmitglied der CDU ausscheidet, wäre ein Platz für die CDU-Chefin vorhanden. Die sagt aber schon jetzt vielsagend: „Wenn man geht, dann muss man ganz gehen.“ Mit dem Ergebnis ihrer Partei ist Klein auch einen Tag nach der Wahl sehr zufrieden. Einen Einzelkandidaten möchte sie aber nicht herausheben – „wir haben auch den Wahlkampf als Team absolviert“. Mit Heinrich Frieling (60,95 Prozent) und Simon Hennecke (60,31) stechen zwei Kandidaten in ihren Wahlbezirken hervor. Hennecke ist erst 28 Jahre alt und einer von fünf jungen CDU-Kandidaten, die es in den Rat geschafft haben. Jüngstes Ratsmitglied ist der 24-jährige Hünninger Niklas Kost. Frieling, bislang Fraktionsvorsitzender der CDU, dürfte diesen Posten erneut bekleiden. „Er will sich wieder zur Verfügung stellen“, sagt Klein.

SPD

Rainer Willenborg war derjenige, der das verlorene Ratsmandat der SPD besonders zu spüren bekam. Willenborg stand auf Platz sechs der Reserveliste, wäre der nächste SPD-Kandidat für den Rat gewesen. Wahlbezirksieger Bruno Löher bekommt vom bisherigen Fraktionsvorsitzenden Michael Heierhoff ein besonders großes Lob. „Wir haben uns in Höingen stark positioniert, hatten eine klare Meinung zum neuen Sportplatz und haben den Dorfplatz unterstützt. Bruno hat eine gewisse Tradition in Höingen, er trifft immer den richtigen Ton und kennt die Leute.

Grüne

„Das sind alles Leute, mit denen man gut umgehen kann“, sagt Grünen-Chef Udo Müller über die Zusammensetzung des Rates. Eklatant sei, so Müller, dass seine Partei mit mehr als 13 Prozent genauso viele Sitze hat, wie die Bürgergemeinschaft (BG) mit 10,32 Prozent. „Das ist ein großer Sprung“. 742 Stimmen haben die Grünen erhalten – 584 Stimmen die BG.

BG

Erst mal Ruhe einkehren lassen und sich dann Gedanken machen, wie Fraktionsvorsitz und Ausschüsse besetzt werden – das ist das Credo von Andreas Vetter nach der Wahl. Der bisherige Fraktionsvorsitzende holte neben Horst Peter Robbert (84) die meisten Stimmen für die Bürgergemeinschaft (79).

FDP

Einen dritten Sitz hätte die FDP gerne gehabt, damit der 28-jährige Nico Körper mit in den Rat hätte einziehen können. „Wir wollen Nico jetzt natürlich als sachkundigen Bürger einbinden“, sagt Christian Brunnberg, bislang Fraktionsvorsitzender, der „allgemein zufrieden“ war, aber mit einigen Einzelergebnissen haderte.

Fünf Oberenser im Rat

Das kleine Örtchen ist mit fünf Ratsmitgliedern besonders häufig im Rat frequentiert. Udo Müller und Edeltraut Griese-Müller (beide Grüne), Bernd Goeke (FDP) und die CDU-Kandidaten Luzia Fleißig und Georg Busemann wohnen alle in dem 250-Einwohner-Örtchen.

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