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Familien sparen beim Restmüll

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Von: Klaus Bunte

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Ein zusätzlicher Betrag für die Erneuerung der Gebührenmarken und die vorgesehene Behälterinventur sind für 2022 im Haushalt wieder vorgesehen.
Ein zusätzlicher Betrag für die Erneuerung der Gebührenmarken und die vorgesehene Behälterinventur sind für 2022 im Haushalt wieder vorgesehen. © privat

Die Abfallgebühren 2022 und die entsprechende Änderung der Gebührensatzung über die Abfallentsorgung sind Thema des Ausschusses für Wirtschaft, Energie und Umwelt am kommenden Dienstag, 23. November, um 18 Uhr. Wobei auch klar ist: Eine endgültige Entscheidung in der Sache fällt erst am 9. Dezember in der nächsten Ratssitzung.

Die gute Nachricht: Die aktuell stattfindenden deutlichen Preissteigerungen bei den Kraftstoffen wirken sich vorerst noch nicht auf die Gebühren für die Müllabfuhr aus. Vielmehr ergibt die vertragliche Anpassung der Abfuhrpreise für das Jahr 2022 noch eine Reduzierung um 1,62 Prozent. Maßgeblich sind noch die Veränderungen der Jahresdurchschnittswerte der Preisindizes des Statistischen Bundesamtes zwischen 2019 und 2020. Die Kosten für den Behälterdienst werden entsprechend des zuletzt beim Bauhof verzeichneten Aufwandes angepasst.

Es kommen den Berechnungen zufolge 40 000 Euro weniger rein als über die Gebühren eingenommen werden. Als dennoch kostenmildernder Faktor erweisen sich kommunalabgaberechtliche Vorgaben: Demnach sind Überschüsse ebenso mangelnde Kostendeckungen aus den Vorjahren spätestens innerhalb von vier Jahren auszugleichen.

„Im Sinne einer vorausschauenden Bewirtschaftung der Gebührenrücklage wird ein Restbetrag von 5 000 Euro aus dem Jahresergebnis von 2018 und ein Teilbetrag von 35 000 Euro aus dem Jahresergebnis 2019 gebührenmindernd eingestellt“, heißt es in der Beschlussvorlage dazu. Auf der Grundlage von insgesamt nur leicht gestiegenen Kosten lasse sich der zusätzliche Gebührenbedarf gegenüber dem Vorjahr durch die Zuführung von Gebührenüberschüssen nahezu ausgleichen (plus 1,85 Prozent).

Ebenso reduziert sich die Kostensumme für die Papiersammlung aufgrund der im kommenden Jahr zu erwartenden höheren Kostenbeteiligung der dualen Systeme um 5,63 Prozent. Zusätzlich zu den kostenlos bereitgestellten Papiertonnen wurde auf mehrfache Anfrage eine Möglichkeit von Zusatzvolumen der Papiertonnen und -container geschaffen. 240 Liter kosten 14,69 Euro, 1 100 Liter 67,32 Euro.

Für 2022 ist im Haushalt wieder ein zusätzlicher Betrag für die Erneuerung der Gebührenmarken und die in diesem Zuge vorgesehene Behälterinventur vorgesehen. Die erforderlichen Schritte der Datenaufbereitung sind laut Verwaltung erledigt und müssen dann nur noch kurzfristig aktualisiert werden, sodass die Maßnahme im kommenden Jahr durchgeführt werden kann.

Bei den Entsorgungsgebühren des Kreises Soest werden sich nach derzeitigem Kenntnisstand der Verwaltung im Jahr 2022 keine Änderungen ergeben.

Die Kalkulation

80 Liter Restmüll: 112,62 Euro (2021), 112,54 Euro (2022). Abweichung: -0,07 Prozent/ -0,08 Euro.

120 Liter Restmüll: 134,73 Euro (2021), 134,38 Euro (2022). Abweichung: -0,26 Prozent/ -0,35 Euro.

240 Liter Restmüll: 201,07 Euro (2021), 199,89 Euro (2022). Abweichung: -0,59 Prozent/ -1,18 Euro.

1100 Liter (Haushalt): 581,88 Euro (2021), 577,50 Euro (2022). Abweichung: - 0,75Prozent / -4,38 Euro.

1100 Liter (Gewerbe): 472,01 Euro (2021), 469,16 Euro (2022). Abweichung: - 0,60 Prozent / -2,85 Euro.

Biomüll

80 Liter Biomüll: 75,48 Euro (2021), 76,03 Euro (2022). Abweichung: +0,73 Prozent / + 0,55 Euro.

120 Liter Biomüll: 86,92 Euro (2021), 87,47 Euro (2022). Abweichung: +0,64 Prozent / + 0,55 Euro.

240 Liter Biomüll: 116,14 Euro (2021), 116,72 Euro (2022). Abweichung:+ 0,50 Prozent / +0,58 Euro.

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