Sperrung dauert an

Möhnestraße: Spezialfirma soll im Februar anrücken

Möhnestraße (K8): Lose Steine am Hang lassen die Öffnung der Kreisstraße bei Niederense nicht zu.
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Lose Steine am Hang lassen die Öffnung der Kreisstraße bei Niederense nicht zu.

Die Möhnestraße (K8) zwischen Niederense und Günne bleibt wegen Steinschlaggefahr noch weitere Monate gesperrt. Allerdings rückt der Startschuss für die notwendigen Arbeiten zur Hangabsicherung immer näher. Statische Berechnungen haben dafür gesorgt, dass dieser zunächst aber weiter nach hinten geschoben werden musste. Voraussichtlich bis Mai soll die Straße nicht befahrbar sein.

Niederense/Günne - „Die statischen Berechnungen waren aufwendiger als angenommen“, erklärt Thomas Schäckel, Leiter der Abteilung Straßenwesen beim zuständigen Kreis Soest, „Anfang Dezember haben wir gedacht, das Gutachten ist fertig, dann musste aber doch noch eine weitere Variable miteingerechnet werden“. Die Untersuchungen werden durch ein geologisches Fachbüro durchgeführt. Für die Mitarbeiter des Kreises keine alltägliche Arbeit, sagt Schäckel, da müsse sich der Kreis auf die Experten verlassen.

Die betroffene Stelle auf der Kreisstraße ist zwischen 120 und 140 Meter lang. Seit Februar 2019 dauert die Sperrung der Straße nun schon an. Eine Autofahrerin war über auf der Straße liegende größere Steine gefahren, die von der Böschung heruntergefallen waren. Die ersten Untersuchungen des Fachbüros hatten noch einmal bestätigt, wie akut die Sicherung des Hangs gefährdet ist. Für die Anwohner der Straße Am Riesenberg bedeutet die Sperrung ein erhöhtes Verkehrsaufkommen – dort entlang führt die Umleitung. In Absprache mit dem Kreis hatte die Gemeinde Ense Barken aufgestellt, um den Verkehr zu beruhigen. Diese Barken stehen noch heute.

Thomas Schäckel ist zuversichtlich, dass die Arbeiten im Februar beginnen können – zuvor rechnete der Kreis noch mit einem Start im Januar. „Die Spezialfirmen warten auf die Ausschreibung“, sagt Thomas Schäckel. Einige infrage kommende Firmen hätten sich bereits telefonisch im Soester Kreishaus nach dem Start der Ausschreibung erkundigt. In Nordrhein-Westfalen gibt es nur wenige Firmen, die sich auf Hangabsicherung spezialisiert haben, so Schäckel.

Hochfeste Schutznetze aus Stahl sind geplant

Geplant ist, dass auf der betroffenen Länge hochfeste Schutznetze – das sind Stahlnetze, die in der Felswand verankert werden – angebracht werden. Eine rund 50 oder 60 Jahre alte Stützmauer war nicht stabil genug, um Schutzzäune zumindest auf einer Teilstrecke zu errichten. Der Leiter Straßenwesen beim Kreis bittet weiter um Geduld. Schäckel hofft auf einen milden Winter, denn die Witterungsverhältnisse könnten sonst für weitere Verzögerung sorgen.

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