Millionen-Darlehn der Gemeinde für Netzübernahme

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Von den 5 Millionen Euro Gesellschafterdarlehn wird zunächst das Stromnetz zum 1. Januar 2019 erworben. Das Gasnetz soll zum 1. April 2019 folgen.

Bremen - Für den Kauf von 74,9 Prozent des Stromnetzes von innogy für die unter dem Dach der Ense-Werke GmbH zu gründende Energie-Stromnetz-Gesellschaft und den Erwerb des Gasnetzes wird die Gemeinde im kommenden Jahr ein Gesellschafterdarlehn von insgesamt 5 Millionen Euro gewähren.

Das hat Kämmerer Alois Langesberg im Zuge der Einbringung des Doppelhaushaltes für die Jahre 2019/2020 erklärt.

Insgesamt, so der Finanzfachmann weiter, liege das Investitionsvolumen der Gemeinde im kommenden Jahr bei 7,6 Millionen, wovon weitere 1,2 Millionen Euro in den Tiefbau, 650.000 Euro für den Erwerb von beweglichem Anlagevermögen und 250.000 Euro in den Hochbau fließen werden. 

Von den 5 Millionen Euro Gesellschafterdarlehn wird zunächst das Stromnetz zum 1. Januar 2019 erworben. Das Gasnetz soll zum 1. April 2019 folgen. Wie mehrfach berichtet ist die Gemeinde Ense mit der Gründung der Ense-Werke GmbH als „Mutter-Gesellschaft“ und 100-prozentiger „Tochter“ der Gemeinde im Juli in die Energiewirtschaft eingetreten, insofern sie sich nun an weiteren Gesellschaften beteiligt. 

Und dazu zählt unter anderem die Ense Stromnetz GmbH. In dieser Gesellschaft ist innogy mit 25,1 Prozent Partner, was zur Folge hat, dass die Ense Stromnetz GmbH 74,9 Prozent des Netzes erwerben wird. Weitere Gesellschaften sind die Ense Netz Verwaltung GmbH und die Ense Gasnetz GmbH. 

Während allerdings noch unklar ist, wer die Gesellschaften als Geschäftsführer leiten wird, hat der Rat in seiner jüngsten Sitzung die Mitglieder der Gesellschaftsversammlungen benannt: der Gesellschafterversammlung der Ense Stromnetz GmbH gehören Bürgermeister Hubert Wegener, Christian Schlösser für die CDU und Wilfried Pater für die SPD an. Mitglieder der Gesellschaftversammlung der Ense Netz Verwaltung GmbH sind ebenfalls Bürgermeister Hubert Wegener und Christian Schlösser für die CDU und Franz-Hermann Gerlach für die BG. Mitglieder der Gesellschafterversammlung der Ense Gasnetz GmbH sind wiederum Bürgermeister Hubert Wegener sowie Christian Schlösser für die CDU und Ingo Lappe für die SPD. Die „Mutter-Gesellschaft“ Ense-Werke GmbH als 100-prozentige Tochter der Gemeinde wird von Andreas Fresen geleitet, ausdrücklich aber nicht als Beigeordneter der Gemeinde Ense, sondern als Privatperson. Sie soll mittelfristig auch die Straßenbeleuchtung in Ense betreiben. Das Stammkapital der GmbH beträgt 50.000 Euro. Die Gesellschafterversammlung besteht aus Bürgermeister Hubert Wegener sowie den Ratsherren Bruno Löher und Egbert Gretenkort. Den Aufsichtsrat bilden Bürgermeister Hubert Wegener, Georg Busemann, Christian Schlösser, Michael Heierhoff, Rolf Giese, Bernd Goeke und Dr. Stefani Konstanti.

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