Nach 65 Jahren

Lotto-Laden macht Ende des Jahres dicht

Mutter-Sohn-Gespann: Die 75-jährige Ursula Wiethoff hat 2014 die Geschäfte an Sohn Franz abgegeben. Der will sich nun beruflich neu orientieren.
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Mutter-Sohn-Gespann: Die 75-jährige Ursula Wiethoff hat 2014 die Geschäfte an Sohn Franz abgegeben. Der will sich nun beruflich neu orientieren.

65 Jahre lang war das Lotto-Geschäft Wiethoff ein nicht wegzudenkender Teil Bremens. Für die meisten Enser ist der Laden schon ihr ganzes Leben lang am Kirchplatz beheimatet. Doch Ende Dezember ist Schluss – die Wiethoffs schließen ihren Lotto-Laden.

Bremen - „Meine Mutter ist mittlerweile schon 75 Jahre alt“, erklärt Franz Wiethoff, der die Geschäftsführung 2014 von seiner Mutter übernommen hat. Ursula Wiethoff ist ein Lotto*-Urgestein, das noch immer tatkräftig im Laden mit anpackt. „Und ich möchte nicht dauerhaft in der Selbstständigkeit bleiben, sondern mich beruflich neu orientieren“, fügt Franz Wiethoff hinzu.

Lotto „6 aus 49“ seit der ersten Stunde

1955 begründete Heinz Specht, Vater von Ursula und Großvater von Franz Wiethoff, die Lotto-Dynastie – damals wurde die Westdeutsche Lotterie ins Leben gerufen. Specht war von Beginn an dabei. Heinz Specht war damals der einzige Frisör im Ort. „Und dann hat er eben noch die Lotto-Stelle dazugenommen“, erzählt der Enkel.

Franz Wiethoff war es dann, der noch einen Paketdienst-Service mit ins Sortiment aufgenommen hat.

Die Familie Wiethoff blieb dem Lotto-Geschäft stets eng verbunden – vor allem die 75-jährige Ursula. Schon als Zehnjährige hat sie im Laden ihres Vaters mitgeholfen. Ursula Wiethoff hat auch noch die Zeit mitgemacht, als die Spielscheine zur Auswertung in Köln abgegeben werden mussten – mehr als 100 Kilometer hin und zurück mussten die Glücksscheine transportiert werden.

1989 übernahm Ursula Wiethoff das Geschäft

1989 hat Heinz Specht das Geschäft an seine Tochter übergeben – ebenfalls im stolzen Alter von 75 Jahren. Hier schließt sich jetzt der Kreis, wenn Ursula Wiethoff den Lotto-Laden im selben Alter dicht macht. Franz Wiethoff hat die Geschäftsleitung vor sechs Jahren übernommen, betreibt das Geschäft mit dem Glück in dritter Generation. Eine bewusste Entscheidung, keine, die durch die Corona-Krise beeinflusst wurde, betonen Mutter und Sohn. Bis dahin sollen weiterhin jede Menge Spielquittungen ausgestellt werden. *come-on.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

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