Nahe der K30

Landwirt hält an Standort für Güllebehälter in Ense-Lüttringen fest

21 Meter im Durchmesser und sechs Meter hoch sein soll der Güllebehälter in Lüttringen. Zudem denkt der Antragssteller darüber nach, ihn – wie in diesem Fall – zu überdachen.

Lüttringen – Die Entscheidung ist gefallen. Zumindest beim antragstellenden Landwirt. „Ich gehe nicht davon aus, einen neuen Standort bis zum 2. Juli zu präsentieren“, so seine Erklärung gegenüber dem Anzeiger.

Und damit hat sich die zumindest in der Politik bestehende Hoffnung zerschlagen, über einen Kompromiss die Diskussion um den Güllebehälter nahe der K 30 zu beenden. 

Denn bekanntlich hatte der Planungs- und Umweltausschuss in seiner Sitzung am 13. Juni beschlossen, über das notwendigerweise zu erteilende gemeindliche Einvernehmen mit Blick auf den vorliegenden Antrag erst in der Ratssitzung am 2. Juli zu beschließen. Die Zeit bis dahin wollte man nutzen, um mit dem Landwirt über einen alternativen Standort für den Güllebehälter zu reden. 

Antragsteller hält an Ursprungsplan fest 

Seit Mittwoch aber steht fest: Der Antragsteller hält an seinem Ursprungsplan fest. Denn ganz unabhängig von den Kosten, die durch einen neuen Standort auf ihn zukommen würden, „kann ich die Sorgen nicht teilen“, so der Landwirt.

Und: Die vorgebrachten Argumente aus der Anwohnerschaft gegen den vorgesehenen Standort würden ihm auch bei einem anderen begegnen. Mithin deutet sich an, dass der vorliegende Antrag unverändert den Rat am Dienstag, 2. Juli, um 18 Uhr beschäftigen wird. Ob die Politik dann mehrheitlich das Einvernehmen versagt, ist offen. 

Doch selbst wenn, hätte dies nach Aussage des Enser Beigeordneten Andreas Fresen keine Konsequenzen. Denn der Antrag sei „zustimmungspflichtig“, hatte der Verwaltungsfachmann in der Ausschusssitzung erklärt. Dabei empörte sich die Politik damals nicht nur über den Standort, der „unter aller Kanone“ sei, so BG-Ratsherr Andreas Vetter.

Massiv in Frage gestellt wurde zudem, dass der Kreis das Recht habe, in solchen Fragen die Entscheidungsträger in Ense zu überstimmen. „Ein Possenspiel“, „eine Farce“ so Andreas Vetter und Thomas Stock(CDU). 

Güllebehälter ist etwa sechs Meter hoch

Wie berichtet, möchte ein Landwirt einen Güllebehälter errichten, der voraussichtlich 21 Meter im Durchmesser sowie ca. sechs Meter hoch sein soll. Im vorliegenden Fall befindet sich die geplante Gülleanlage auf einer Außenbereichsfläche. 

Dort ist ein derartiges Bauvorhaben nur dann zulässig, wenn öffentliche Belange dem nicht entgegenstehen, die ausreichende Erschließung gesichert ist und wenn es einem land- oder forstwirtschaftlichen Betrieb dient und nur einen untergeordneten Teil der Betriebsfläche einnimmt. Der landwirtschaftliche Betrieb ist privilegiert. „Die Genehmigungsvoraussetzungen liegen vor“, so die Einschätzung der Verwaltung. Um abschließend anzufügen: Die weiteren Zulässigkeitsvoraussetzungen werden durch die zuständige Baugenehmigungsbehörde des Kreises Soest geprüft.

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