Bremen

Kirche befasst sich mit der Alten Post

Die Initiatoren für die Gründung einer Genossenschaft stehen Gewehr bei Fuß.
+
Die Initiatoren für die Gründung einer Genossenschaft stehen Gewehr bei Fuß.

Der Kirchenvorstand der Pfarrgemeinde St. Lambertus Bremen wird sich am Mittwochabend, 5. Mai, mit der Frage befassen, ob und wenn ja, in welcher Form man die Idee einer Genossenschaft für den Erhalt der Alten Post in direkter Nachbarschaft zur Kirche unterstützen möchte.

Bremen – Das haben am Donnerstagmorgen im Gespräch mit dem Anzeiger Pastor Carsten Scheunemann und Klaus Eickenbusch als Mitglied des Kirchenvorstandes erklärt. Dabei ginge es zunächst darum, sich konkret über das Vorhaben zu informieren. Ob man noch in derselben Sitzung zu einer Entscheidung bezüglich einer Unterstützung komme, müsse abgewartet werden.

„Wir werden uns verantwortungsvoll mit der Thenatik befassen“, so Scheunemann und Eickenbusch, um eine am vergangenen Wochenende entstandene Irritation aus der Welt zu räumen: So war auf der Homepage der Kirchengemeinde ein Hinweis auf die Idee der Genossenschaft zum Erhalt der Gaststätte zu lesen gewesen (der Anzeiger berichtete). Das, so Scheunemann und Eickenbusch, habe man durchaus als Werbung für das Projekt verstehen können. Von daher habe man den Beitrag wieder von der Internetseite gelöscht.

Kirche befasst sich mit Alter Post: Beteiligung der Bürgerschaft

Wie berichtet, hatte der Gemeinderat im vergangenen September sich dazu entschlossen, die Alte Post bis April zu pachten und an den bisherigen Wirt weiter zu verpachten. Zudem sollte in dieser Zeit geprüft werden, ob das Gebäude im Ortskern von der Gemeinde gekauft werden kann – Voraussetzung des Rates dafür war eine Beteiligung der Bürgerschaft. In Gesprächen mit Vereinsvertretern hatte Bürgermeister Rainer Busemann positive Signale erhalten. Für den Erwerb und die Sanierung des Gebäudes durch die Gemeinde sollten Fördermittel beantragt werden.

Durch die geplante Gründung und Initiative einer Genossenschaft sieht man nun die Möglichkeit, das Gebäude zu erhalten, ohne dass die Gemeinde die Immobilie erwerben muss. Und da sich jedermit einem Genossenschaftsanteil in Höhe von 1000 Euro an dem Vorhaben beteiligen könne, sei auch die vom Rat angestrebte Bürgerbeteiligung gewährleistet.

Kirche befasst sich mit Alter Post: Beteiligung der Gemeinde

Der Gemeinderat soll nun entscheiden, ob er sich eine Beteiligung der Gemeinde mit 25 000 Euro an der Genossenschaft, vorstellen kann. Außerdem soll ein Gründungszuschuss von 50 000 Euro in Aussicht gestellt werden.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf soester-anzeiger.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare