Geld- und Bewährungsstrafe

Kinderpornos: Enser (45) bekommt Fotos in Chat-Gruppe - und wird verurteilt

Wegen Kinderpornos wurde ein Enser jetzt verurteilt.
+
Wegen Kinderpornos wurde ein Enser jetzt verurteilt.

1500 Euro Geldstrafe und eine Freiheitsstrafe von drei Monaten auf Bewährung. So lautet das Urteil gegen einen 45-jährigen Enser, der sich wegen des Besitzes von kinder- und jugendpornografischer Schriften strafbar gemacht hat. Bei einer Durchsuchung waren mehrere illegale Bilder in seiner Wohnung sichergestellt worden.

Ense - „Ich war zu dieser Zeit in vielen WhatsApp-Gruppen unterwegs, und da bin ich in diese Gruppe reingerutscht“, sagte der Angeklagte vor dem Werler Amtsgericht. „Ich habe mitbekommen, dass diese Bilder in der Gruppe verschickt wurden, habe es aber nicht geschafft, die gespeicherten Fotos vom Handy zu löschen.“

Die Fotos wurden auf einem seiner zwei Smartphones gefunden. Weitere kinder- und jugendpornografische Schriften entdeckten die Beamten nicht. Wie er erklärte, habe er den entsprechenden Chat nach drei Tagen wieder verlassen.

Alle Mitglieder ausfindig gemacht

Ein aus dem Raum Stuttgart stammender Mann brachte die Ermittlungen ins Rollen. Er war auch Mitglied in der Gruppe und meldete den Umlauf der Fotos bei der Polizei. Über die Handy-Nummern wurden alle Mitglieder ausfindig gemacht. So kam die Polizei auf die Spur des Ensers, der zustimmte, dass das Smartphone mit den strafbaren Fotos eingezogen werden kann. Der 45-Jährige hat keine Eintragungen im Bundeszentralregister – ist also frei von Vorstrafen.

Die Staatsanwaltschaft sah sich nach der Beweisaufnahme in der Anklage bestätigt: „Sie räumen auch ein, im Besitz der Bilder gewesen zu sein“, sagte die Staatsanwältin, die vier Monate Freiheitsstrafe auf Bewährung, 2000 Euro Geldstrafe sowie die Zuteilung eines Bewährungshelfers forderte. Im Urteil blieb die Richterin jedoch unter diesem Antrag. Die 1500 Euro Strafe muss der Enser an eine gemeinnützige Einrichtung zahlen. Der Angeklagte nahm das Urteil noch im Gerichtssaal an.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf soester-anzeiger.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare