Keine „dicke Luft“ im Klassenzimmer

+
Sechs CO2-Ampeln hat Enses Beigeordneter Andreas Fresen (rechts) Schulleiterin Stephanie Bingener bei seinem Besuch (hier in einer 6. Klasse) mitgebracht. Weitere können folgen.

Bremen – „Dicke Luft“ im Klassenzimmer, die das Lernen der „rauchenden Köpfe“ erschwert. In der Conrad-von-Ense-Schule soll das jetzt der Vergangenheit angehören. Denn die Gemeinde rüstet die Sekundarschule mit insgesamt sechs so genannten CO2-Ampeln aus.

Die sollen frühzeitig mit einem akustischen Signal darauf aufmerksam machen, wenn sich das ausgeatmete Kohlendioxid (CO2) anreichert – und zwar so stark, dass es selbst bei regelmäßig geöffneten Fenstern ungesunde Konzentrationen erreicht.

Steht die Ampel auf „Grün“, ist alles ok, beim Umschwenken von „Gelb“ auf „Rot“ wird es laut, sodass es Zeit ist, die Fenster zu öffnen und gut durchzulüften. Wobei Schulleiterin Stephanie Bingener die CO2-Ampeln zunächst in den jüngsten Jahrgangsstufen installieren und sie in den naturwissenschaftlichen Unterricht einbauen will.

Sekundarschule ist BuG-Schule

Allerdings sollen sie danach auch in den anderen Klassen zum Einsatz kommen. Und Enses Beigeordneter Andreas Fresen, der die Geräte bei einem Besuch in der Schule übergeben hat, verspricht: Sollten die CO2-Ampeln ihren Zweck erfüllen, dann werde man weitere für die Sekundarschule anschaffen. Doch auch aus einem ganz besonderen Grund ist die Ausstattung der Conrad-von-Ense-Schule mit den CO2-Ampeln sinnvoll.

Die Sekundarschule ist nämlich eine „BuG-Schule“. Und BuG steht für „Bildung und Gesundheit“, wie Rektorin Stephanie Bingener erläutert. „Wir haben uns dazu verpflichtet, auf der Grundlage des Ansatzes der integrierten Gesundheits- und Qualitätsentwicklung mit der Leitidee der guten gesunden Schule zu arbeiten“, heißt es im Leitbild der Einrichtung.

Und das bedeutet:

  • „mindestens ein für die Mitgliedschaft im Landesprogramm verantwortliches Mitglied der (erweiterten) Schulleitung zu benennen;
  • mindestens eine Ansprechpartnerin oder einen Ansprechpartner für das Landesprogramm aus dem Kollegium zu benennen.“

In diesem Rahmen sollen

  • „Gesundheitsförderung und gesundheitliche Prävention in das Schulprogramm und die Schulentwicklung integriert werden;
  • eine Standortbestimmung und regelmäßige Selbstevaluation der Maßnahmen und der Schulentwicklungsprozesse durch das BuG-Screening oder mit Zustimmung der Landeskoordination durch andere geeignete Instrumente durchgeführt werden;
  • sich externen Evaluationen (zum Beispiel Bilanzbefragungen), die im Auftrag der Steuerungsgruppe des Landesprogramms durchgeführt werden, zu beteiligen;
  • eine Steuergruppe/Schulentwicklungsgruppe oder ein ähnliches Instrument innerhalb der Binnenstruktur der Schule zu installieren, in der die Ansprechpartnerin/der Ansprechpartner für das Landesprogramm Mitglied ist;
  • an Netzwerk- und Fortbildungsveranstaltungen des Landesprogramms teilzunehmen; 
  • jährlich ein Beratungsgespräch mit der zuständigen Koordinatorin durchzuführen, bei dem die beiden benannten Personen und ggf. Vertreterinnen und Vertretern der Schüler und Elternschaft teilnehmen.“

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf soester-anzeiger.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare