Initiativpreis in Ense für Andreas Rother

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Feierlicher Moment: Um 21.18 Uhr nahm Andreas Rother (vierter von links) am Freitagabend im Beisein seiner Ehefrau Silke (fünfte von links) den Initiativpreis von Vorjahres-Preisträger Elmar Suermann (dritter von links) entgegen.

Bremen – Andreas Rother ist Träger des 16. Initiativpreises. Beim Neujahrsempfang von Initiativkreis und Gemeinde wurde dem Gründer und Geschäftsführer der Firma ahd mit Sitz an der Waterlappe die Auszeichnung verliehen. Die Laudatio hielt Vorjahres-Preisträger Elmar Suermann

Und der Getränkefach-Großhändler aus Volbringen charakterisierte den neuen Initiativpreisträger als einen „Unternehmer mit Leidenschaft und Herzblut, der zu jeder Zeit die richtigen Lösungen für sein immer aufstrebendes Unternehmen gefunden hat.“ 

Neben der Hauptstelle in Bremen betreibe Andreas Rother noch Büros mit einer Gesamtfläche von über 1 000 Quadratmetern im Dortmunder U – „der besten Adresse in Dortmund“– und ein Büro in Berlin. Sein ISO-zertifiziertes Rechenzentrum befinde sich in Frankfurt direkt neben der Heimat des Internets, „wo nur die Führenden im lT- und Cloud-Bereich eine Chance zur Niederlassung bekommen.“ 

Im sozialen Bereich, so Elmar Suermann weiter, arbeitet Andreas Rother nicht nur bei den Rotariern in Werl mit. Seit über zwei Jahren bekleidet er zudem das Amt des ehrenamtlichen Präsidenten der Industrie- und Handelskammer zu Arnsberg. „Mit seiner überaus ruhigen und besonnenen Art sagte er mir, er wolle noch einmal loslassen und Vertrauen haben. Ich wünsche mir solche Unternehmer für Ense und freue mich darüber, dass er erst kürzlich seinen Mietvertrag um weitere fünf Jahre verlängert hat, was ich auch als Zeichen für seine Einstellung zu Ense sehe“, plauderte Elmar Suermann aus dem Nähkästchen. 

Dabei platzte die Bremer Schützenhalle am Freitagabend sprichwörtlich aus allen Nähten, als Ralf Hettwer in seiner Eigenschaft als Vorsitzender des Initiativkreises die gut 500 Gäste begrüßte. Und eines lag ihm gleich zu Beginn des Neujahrsempfangs „besonders am Herzen“: So erinnerte er daran, dass Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier in seiner Weihnachtsansprache zu mehr Zivilcourage aufgerufen hatte. Was die Demokratie brauche, seien „selbstbewusste Bürger – mit Zuversicht und Tatkraft, mit Vernunft, Anstand und Solidarität“, zitierte Ralf Hettwer den Bundespräsidenten. Und er fügte an: „Ich bin der Meinung, dass sich genau dies auch auf unsere Gemeinde Ense herunterbrechen lässt, und wir dies mit Leben erfüllen sollten.“ 

Dabei sei gerade der Neujahrsempfang ein „Enser Produkt“. Es werde gemeinschaftlich gestemmt von Schützen, Künstlern und Caterern aus Ense, machte Ralf Hettwer in einer Interviewrunde unter der Moderation von Dirk Hildebrand aus Niederense mit Hubert Wegener als Bürgermeister, Dr. Ilona Lange als Hauptgeschäftsführerin der IHK Arnsberg, Georg Humpert als Brudermeister der Schützen St. Lambertus Bremen und Dr. Andreas Langer als Vorsitzender des Gemeindesportverbandes deutlich. So versuche man, jedes Jahr „ein neues, attraktives Rahmenprogramm auf die Beine zu stellen, um nicht „auf der Stelle stehen zu bleiben“. Der Neujahrsempfang sei ein „gesellschaftliches Ereignis im festlichen Rahmen zu Beginn des Jahres“. 

Für den Vorsitzenden des Initiativkreises mithin keine Frage, dass sich die Art und Weise der Veranstaltung seit 2014 bewährt habe. Und sie bilde sogar ganz nebenbei auch eine „kleine wirtschaftliche Unterstützung für das Schützenwesen“. Immerhin seien bisher gut 3.500 Euro Preisgelder in die unterschiedlichsten Vereinskassen geflossen Der Neujahrsempfang sei aber vor allem ein „besonderes Zeichen der Wertschätzung“ für die jeweiligen Preisträger, „die die Ehrung auf dieser Bühne vor großer Kulisse verdienen.“ 

Mit Blick in die kommenden Monate wünscht sich Ralf Hettwer für den Initiativkreis „eine aktive Mitarbeit am Gemeindeentwicklungskonzept.“ In diesem Zusammenhang sei man gespannt auf die neue Wirtschaftsförderin Carina Gramse. „Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit.“ Gespannt sei man zudem auf den neuen Bürgermeister, „dem wir schon jetzt unsere volle Unterstützung zusagen“. Wobei er dies mit einer konkreten Bitte verbindet: Ähnlich wie der Gemeindesportverband im Sportausschuss möchte der Initiativkreis der Politik künftig im Haupt- und Wirtschaftsförderungsausschuss beratend zur Seite stehen, insofern dies zulässig sei. 

Dabei bot der Freitagabend auch Raum für eine Premiere: So verlieh Klaus Eickenbusch als Mitglied des Vorstands der Sparkasse SoestWerl den von dem Geldinstitut gestifteten „Jungen Innovationspreis“ für das Projekt „Arbeiten in Ense? Sehr gern!“ Bei dieser Initiative werden heimische Unternehmer aktiv, um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken. „Vor allem sind auch junge Menschen dabei, die sich in eindrucksvoller Weise bei diesem Projekt engagieren“, so Klaus Eickenbusch in seiner Laudatio.

In Ense gebe es junge Menschen, die sich für die Zukunft ihrer Gemeinde einsetzten und „erstens dafür sorgen wollen, dass ihre Freunde nach der Schule in ihrer Heimat bleiben. Und zweitens unterstützen sie die Unternehmen bei der Gewinnung neuer Auszubildender und Mitarbeiter“, führte der Banker aus. Ense sei „besonders lebenswert und ein interessanter Arbeitsstandort in der Region.“ Es gebe für viele Neigungen den passenden Ausbildungsplatz – und beste Chancen, nach der Ausbildung übernommen zu werden. Insgesamt gibt es in Ense tolle Arbeitsplätze!“ 

Bei dem Projekt „Arbeiten in Ense? Sehr gern!“ habe man schnell gemerkt, dass Jugendliche nur erreicht werden könnten, wenn man versuche, sie zu verstehen. Und so sei es Ralf Hettwer als Ideengeber mit seinen Mitstreitern beziehungsweise den Verantwortlichen der Firmen Brökelmann, Elke Wagner, und Inotec, Marius Schleimer, rasch gelungen, „junge Leute mit ins Boot“ zu holen, um das Vorhaben voranzutreiben. 

Die jungen Projektteilnehmer mit Lena Bankamp, Lukas Plümper, Nina Rüthing und Vivien Wegert sowie Annika Kirchoff pflegten nun in Verbindung mit dem Initiativkreis und den beiden genannten Unternehmen eigenverantwortlich die Internetseite, auf der sich die Unternehmenslandschaft in Ense präsentiert. „Mit diesem Projekt soll – um es noch einmal ganz konkret zu machen – dem Azubimangel beziehungsweise Facharbeitermangel in Ense entgegengewirkt werden. Und letztendlich sollen die Auszubildenden bei Ausbildungsende in Ense verbleiben“, so Klaus Eickenbusch. „Die Azubi-Flucht soll damit gestoppt werden.“ Und mit der Einbindung der jungen Menschen habe man „die Chance, die richtige Ansprache für die Altersgenossen der Projektteilnehmer zu finden. Dies ist eine wertvolle Maßnahme, Ense attraktiv zu halten und ist aus meiner Sicht sehr erfolgversprechend.“ 

Die jungen Teilnehmer des Projektes machten auch anderen jungen Menschen Lust, zu bleiben oder zurückzukommen „in eine – wie ich meine – lebenswerte Region.“ Insofern werde „eine ganze Region fit gemacht für die Zukunft“, der man mit großer Zuversicht entgegenblicken könne.

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