Höingen

Öko-Ausgleich als Kniffelaufgabe

Höingen – Nicht jeder sieht in dem Baumbestand auf der Landzunge zwischen Oesterweg/Haarweg tatsächlich einen Wald – wohl aber die zuständige Forstbehörde. Und deren Eingabe im Rahmen der Planungen für den Kindergarten-Neubau stellt die Gemeinde gegenwärtig vor die kniffelige Aufgabe, eine Ersatzfläche zu finden.

„Wir haben schon fünf Alternativen abgeklopft“, erläutert Bürgermeister Hubert Wegener im Anschluss an die informative Runde mit den Fraktionsspitzen zu Wochenbeginn. Allerdings muss eine geeignete Fläche schon gewisse Voraussetzungen erfüllen.

Abgesehen davon, dass ihre Verwendungen rein planerisch ins Konzept passen muss, sollte es ein Bereich sein, der nicht isoliert mitten in der Landschaft liegt, sondern schon an ein bestehendes Waldstück anschließt. Ein von Kyrill, Friederike, Victoria oder sonstigen Sturmereignissen nebst Trockenheit und Borkenkäferbefall gerodetes Waldstück darf es ebenfalls nicht sein. 

Denn mittlerweile können Wiederaufforstungen nach Naturschäden kaum noch als Ausgleichsmaßnahmen für die Öko-Bilanz in Anrechnung gebracht werden. „Es muss eine Erstaufforstung sein“, macht der Bürgermeister zu dieser Problematik deutlich. Eine Reihe von Parametern also, die abzuklopfen sind, bevor etwas Passendes gefunden ist. 

Da macht selbst der Umstand, dass Ense als Flächengemeinde über diverse Ressourcen verfügt, die Aufgabe nicht leichter. Während die Suche nach einer geeigneten Ausgleichsfläche derzeit noch keinen Fortschritt zeigt, wird das weitere Verfahren zum Bau des Kindergartens aber zielstrebig umgesetzt.

Dabei hilft in diesen Tagen nicht zuletzt das Instrument des Dringlichkeitsbeschlusses. So ist inzwischen der Auftrag für die erweiterte Artenschutzprüfung, die der Kommune auferlegt worden war, erteilt. Das Ziel ist klar: Im August 2021 soll der neue Kindergarten in Höingen in Dienst genommen werden.

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