Sommerferienprogramm

Grundschüler aus dem Kreis Soest lernen den Umgang mit Hühnern

OGS-Fachkraft Leonie Höhne (links) hat vier ihrer eigenen Hühner mitgebracht. Die Kinder durften die Tiere streicheln, füttern und am Ende ein Erinnerungsfoto schießen.
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OGS-Fachkraft Leonie Höhne (links) hat vier ihrer eigenen Hühner mitgebracht. Die Kinder durften die Tiere streicheln, füttern und am Ende ein Erinnerungsfoto schießen.

Was braucht ein Huhn zum Glücklichsein? Diese Frage haben acht Kinder aus der Niederenser Bernhardusschule jetzt im Rahmen der Ferienakademie in einem zweitägigen Kurs geklärt.

Niederense - Am Ende des Projekts lernten die Kinder dann sogar vier echte Hühner kennen. Die hatte Leonie Höhne, die gemeinsam mit Bianca Baader die sogenannte Hühnopädie leitete, aus dem eigenen Bestand mitgebracht. Höhne und Baader gehören zum pädagogischen Fachpersonal der Offenen Ganztagsschule an der Bernhardusschule.

Es durfte gefüttert und ein Foto mit den Tieren gemacht werden. „Die ganz Mutigen haben ein Foto mit einem Huhn auf dem Kopf gemacht“, sagt Bianca Baader zufrieden. Schließlich haben die acht Schüler eine große Fachkenntnis über die Tiere erworben.

Sehr spielerisch haben sich die Kinder dem motopädisch tiergestützten Projekt genähert. Bei der Motopädie geht es in der Regel um Wahrnehmungs- und Bewegungsstörungen. Bei dem Projekt sei es aber nicht um Therapie gegangen, sondern viel mehr um den Umgang mit den Tieren, erklärt Baader. Dementsprechend ging es nach einem theoretischen Hühner-Exkurs sofort in die Turnhalle. Dort schlüpften die Kinder in die Rolle der Hühner. Sie überlegten sich, was ein Huhn zum Glücklichsein braucht. Einen höher gelegenen Schlafplatz, eine Futterstelle und ein Sandbad – mit viel Fantasie und Bewegung bauten die Kinder selbstständig aus den vorhandenen Geräten Stationen auf. „Kommunikation ist ein großes Thema in der Motopädie“, erklärt Bianca Baader.

Ferienakademie für Schüler: 7000 Euro Landesförderung

Es sei viel um Empathie gegangen, vor allem im Umgang mit den Hühnern sollten die Kinder auf die Bedürfnisse der Tiere achten. „Langsam, lieb und leise“, waren die Stichworte, so Baader.

Mit insgesamt 7000 Euro wird die Ferienakademie der Berhardusschule gefördert. Den Schülern wird ein vielfältiges Programm geboten. Neben künstlerischen Aktivitäten stehen Sport und Sprache im Mittelpunkt. Natur und Heimatkunde werden ebenfalls abgedeckt. Rund 60 der 135 Bernhardusschüler nehmen bis zum 11. August an der Akademie teil.

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