Grüne spendieren neuen Baum an Oberenser Kapelle

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Vor Ort konnten sich die Grünen Dr. Stefani Konstanti, Gisela Kretschmer und Jürgen Kretschmer (von links) davon überzeugen, dass die Linde an der Rochus-Kapelle nicht mehr zu retten ist.

OBERENSE -  Die Grünen bedauern zwar, dass die alte Linde an der Rochus-Kapelle in Oberense fallen muss, erkennen nach einem Termin vor Ort aber auch die Notwendigkeit dazu. Das hatdie neue Ortsverbands-Sprecherin der Ökopartei, Dr. Stefani Konstanti, gegenüber dem Anzeiger erklärt.

So sei ihrer Einschätzung nach der Pilzbefall an der Linde bereits sichtbar an der sich lösenden Rinde. Von diesen außen erkennbaren Krankheitszeichen habe man sich jedenfalls selbst überzeugen können. Dabei waren sich die anwesenden Grünen-Mitglieder auch darin einig, „dass es wichtig ist, möglichst jeden Baum zu schützen, vor allem wenn er so ortsbildprägend ist, wie die Linde an der Rochuskapelle.“

„Es gibt mir immer wieder einen Stich ins Herz, wenn so ein alter Baum weichen muss, wie in Oberense oder in Bremen an der ‘Alten Post’ und bei der Sparkasse“, so Grünen- Sprecherin Dr. Stefani Konstanti. „Ich möchte mich mit meinen Parteifreunden dafür einsetzen, die Natur in Ense aktiv zu stärken. Daher würden wir Grünen hier an der Rochus-Kapelle gerne ein konstruktives Zeichen setzen und einen neuen Baum spenden. Wir hatten da an den Baum des Jahres oder an einen gebietsheimischen Baum gedacht. Sobald die Pflanzsaison begonnen hat und die Gemeinde grünes Licht gibt, wollen wir diesen Baum gemeinsam pflanzen.“

Ein Schwerpunktthema soll im seit vergangener Woche neu aufgestellten Grünen-Ortsverband ohnehin der Schutz des ländlichen Raumes sein. Jeder Baum und jeder Vogel zählten dabei. „Wir haben einen starken Rückgang an Artenvielfalt und Bestand auf den Agrarflächen. Am Beispiel der heimischen Vogelwelt ist das schnell zu erkennen, wenn man in den Feldern spazieren geht, aber die typischen Arten wie Rebhuhn, Feldlerche, Bluthänfling und Grauammer nur noch selten sieht. Sie finden zu wenig Nahrung und Deckung. Das liegt an den zunehmend artenarmen Flächen, wie man am Beispiel Mais auch in Ense gut sehen kann, und an den Brachflächen und Ackerrändern, die stark abgenommen haben“, so Dr. Stefani Konstanti. So habe Ratsherr Jürgen Kretschmer schon mehrfach die vom Kreis Soest festgestellte Überpflügung vieler Ackerränder und Feldwege im Rat thematisiert. Eine Überprüfung durch die Gemeinde Ense sei in Arbeit.

Bekanntlich hatte der Kapellenverein in Oberense in der Vorwoche mitteilen müssen, dass die Linde vom Baumkrustenpilz befallen sei und noch in diesem Jahr gefällt werden müsste. - det

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