Gestrandete Fahrer aus den Philippinen erhalten Unterkunft

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Höingen - Acht der philippinischen Lkw-Fahrer, die in Ense feststecken, haben nun eine Unterkunft gefunden.

Um nicht obdachlos zu werden, wurden sie in einer Flüchtlings-Unterkunft in Ense untergebracht. Die zwischenzeitliche Unterbringung in Hotels ist ausgelaufen. 

Die Unterbringung soll zunächst bis zum Ende der nächsten Woche andauern.

Vorwurf des Menschenhandels nicht bestätigt

Vorwürfe gegen die Firma NTG Logistics mit Sitz im Höinger Industriegebiet wegen Menschenhandels zum Zwecke ausbeuterischer Beschäftigung und Ausbeutung der Arbeitskraft „haben sich bisher nicht bestätigt.“ Das teilte Oberstaatsanwalt Thomas Poggel von der Staatsanwaltschaft Arnsberg auf Anzeiger-Nachfrage mit. 

Mehr zum Fall

So seien jene 16 philippinischen Lkw-Fahrer, deren Beschäftigung im Mittelpunkt der Anschuldigungen stehen, keine Mitarbeiter der Firma NTG, sondern Beschäftigte einer polnischen Firma gewesen, die es auch tatsächlich gebe, so Oberstaatsanwalt Thomas Poggel weiter. Insofern gebe es auch keine Hinweise auf eine Scheinbeschäftigung. 

Papiere und Unterlagen in Ordnung

Die Lkw-Fahrer seien befragt, ihre Papiere und die Unterlagen überprüft worden. „Und sie waren in Ordnung“, so Thomas Poggel. Ausgangspunkt der Ermittlungen, so Oberstaatsanwalt Thomas Poggel, sei die Strafanzeige einer niederländischen Gewerkschaft gewesen, der man nachgegangen sei. 

Die im Höinger Industriegebiet ansässige Firma NTG Logistics wehrte sich gegen Anschuldigungen, in einen Skandal um philippinischen Lkw-Fahrer verwickelt zu sein. So hatte Geschäftsführer Rüdiger Senger in einer schriftlichen Stellungnahme versichert, dass NTG die betroffenen Fahrer nicht beschäftigt habe. 

Vertrag mit Subunternehmen aus Dänemark

Die Firma Kurt Beier in Dänemark sei ein Subunternehmen, das für NTG fahre. Die vertragliche Vereinbarung mit der Firma Kurt Beier sei bereits zum nächstmöglichen Termin gekündigt worden. „Wir sehen davon ab, mit Kurt Beier weiterhin zu arbeiten, bis dieser Vorfall gründlichst geklärt ist. Gleichlautende Aussagen zu diesem Vorfall haben wir gegenüber dem BAG, der Polizei, dem philippinischen Konsulat und weiteren Behörden getätigt.“ 

Berichtet wurde, dass beim dänischen Unternehmen Kurt Beier Transport aus Padborg Lkw-Fahrer von den Philippinen unter erschreckenden Arbeitsbedingungen beschäftigt gewesen seien. Dann sollte sich der Skandal ausweiten auf 16 philippinische Fahrer, die bei NTG Logistics in Höingen beschäftigt gewesen sein sollen.

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