Gemeinde und Stiftung fördern das Schwimmen in Ense

+
Spaß beim Schwimmen sollen in Ense so viele Kinder wie möglich haben. Dafür nehmen Verwaltung, Politik und die „Stiftung Kinderhilfe Ense“ nicht gerade wenig Geld in die Hand.

Bremen - In Ense schwimmt man gegen den Trend. Wieder einmal.

Die Nachricht lässt aufhorchen und ist geeignet, Alarm zu schlagen: Immer weniger Kinder nämlich lernen schwimmen. Rund 60 Prozent der Zehnjährigen sind nach Aussage der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) Nichtschwimmer.

In Ense tut man einiges, um gegen diesen Trend zu schwimmen. Da ist vor allem der Betrieb und die Unterhaltung des Lehrschwimmbeckens in Niederense durch die Gemeinde an sich. Jedes Jahr wird dafür im Schnitt ein rund sechsstelliger Betrag in die Hand genommen für Strom, Wasser, Reinigung oder Personal plus Investitionen. 

Doch damit nicht genug. Im Rahmen ihrer freiwilligen Leistungen finanziert die Gemeinde die Fahrten zum Schwimmunterricht der Grund- sowie der Sekundarschule. Insgesamt 19.400 Euro fallen so im Jahr an. Wobei den vier Einrichtungen in Niederense, Hünningen, Bremen und Höingen von montags bis freitags im Rahmen von Doppelstunden insgesamt 15 Schwimm-Blöcke zur Verfügung stehen. Diese werden je nach Bedarf untereinander verteilt, so dass es zu Schwankungen kommen kann. 

Im vergangenen Jahr beispielsweise wurden für die Fahrten der Sekundarschüler von Bremen nach Niederense 3.900 Euro aufgewandt, für die Fürstenbergschüler von Hünningen 6.000 Euro und für die Europagrundschüler von Höingen nach Bremen rund 9.500 Euro. Aber noch aus einer anderen Quelle sprudelt es, damit die Enser Kinder lernen, im kühlen Nass nicht unter zu gehen.

So finanziert die „Stiftung Kinderhilfe Ense“ seit 2018 begleitetes Schulschwimmen. Hierbei sorgt man dafür, dass neben der jeweiligen Lehrerin bzw. Lehrer der Schule eine zweite, qualifizierte Honorarkraft beim Schwimmunterricht anwesend ist. 2018 wurden so von der „Stiftung Kinderhilfe Ense“ 880 Euro für die Fürstenbergschule übernommen, in diesem Jahr sind es bereits 780 Euro für die Einrichtung. Für die Bernhardusschule waren es 1.080 Euro in 2018 und 1.040 Euro in diesem Jahr. Die Europaschule in Höingen muss nicht über die Stiftung gefördert werden, da sie Mittel aus einem anderen Topf für das begleitete Schulschwimmen erhält.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf soester-anzeiger.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare