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Kindergartenplätze: Gemeinde legt Bericht zur aktuellen Situation vor

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Von: Klaus Bunte

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Im Kindergarten St. Lambertus wird schon mal mit Knete für die Weihnachtsbäckerei geprobt. Auch hier gibt es genügend Plätze in Zukunft.
Im Kindergarten St. Lambertus wird schon mal mit Knete für die Weihnachtsbäckerei geprobt. Auch hier gibt es genügend Plätze in Zukunft. © Uta Müller

Fast 100 zusätzliche Betreuungsplätze wurden in den vergangenen fünf Jahren in den neun Enser Kindertageseinrichtungen geschaffen. Dies entspricht einer Ausweitung der Kapazitäten um 30 Prozent. Das geht aus einem Bericht hervor, den die Verwaltung in der kommenden Sitzung des Schulausschusses am Donnerstag, 25. November, um 18 Uhr der Politik und der Öffentlichkeit vorstellen wird.

Ense - Diesen Zuwachs von einst 369 Plätzen im Kindergartenjahr 2016/2017 auf nunmehr 477 verdankt die Gemeinde mehreren An- und Umbaumaßnahmen, vor allem aber der Eröffnung der neuen dreigruppigen Einrichtung „Im Zauberwald“ in Höingen mit bis zu 55 Plätzen zum 1. August. Hinzu kommen circa 30 Kindertagespflegeplätze.

Die Gemeinde hat bereits den Bedarf für die kommenden Jahre errechnet. Die gute Nachricht: Nach dieser Kalkulation werden die Plätze für Kinder ab drei Jahren mittelfristig ausreichend sein. Im U3-Bereich dagegen fehlen rechnerisch einige Plätze. Bei der Berechnung wird ein Bedarf bei unter-Dreijährigen von 45 Prozent unterstellt, der zu 75 Prozent durch Kitas und zu 25 Prozent durch die Kindertagespflege abgedeckt wird.

Bei den Anmeldungen der vergangenen beiden Jahre sei zu erkennen gewesen, dass der tatsächliche Bedarf im U3-Bereich etwas niedriger war. Durch die Änderung von Gruppenkonstellatione kann der Anteil der U3-Plätze – dann allerdings zu Lasten der Ü3-Plätze – erhöht werden. Für die kommenden Jahre schätzt die Verwaltung das Angebot an Betreuungsplätzen insgesamt als bedarfsgerecht ein. Allerdings sei zu berücksichtigen, dass durch die aktuell rege Bautätigkeit in Ense mit dem Zuzug von Familien zu rechnen sei. Dies würde den Bedarf an Betreuungsplätzen erfahrungsgemäß erhöhen ebenso wie die Geburtenrate, die seit einigen Jahren tendenziell steige.

Mehr als 100 Geburten

Nach dem besonders geburtenstarken Jahrgang 1996 ging die Kurve zwar bis 2013 bis hinab zu den niedrigsten Werten in 40 Jahren (2010: 72; 2013: 78). Am Ende des Jahres werden jedoch voraussichtlich deutlich mehr als 100 Neubürger in Ense das Licht der Welt erblickt haben. Sprich, eine Verstetigung dieser Tendenz sowie Zuzüge würden in den kommenden Jahren den Bedarf an Betreuungsplätzen ebenfalls erhöhen.

Um den Bedarf an U3-Plätzen zu decken, kommt der Kindertagespflege eine wichtige Rolle zu. Die künftige Entwicklung bleibe daher fortlaufend zu analysieren, heißt es.

Was ist Kindertagespflege?

In der Regel betreut eine Tagesmutter oder ein Tagesvater bis zu fünf Kinder im eigenen Haushalt beziehungsweise extra angemieteten Räumen oder im Haushalt der Eltern. Die Tagesmutter oder der Tagesvater als verlässliche Bezugsperson gibt den Kindern Sicherheit und Orientierung, hohe Flexibilität, hilft Eltern bei der Organisation ihres Alltags und der Kinderbetreuung. Um Kinder in Tagespflege betreuen zu können, ist eine Pflegeerlaubnis des Jugendamtes nötig. im hiesigen Fall ist es das Kreisjugendamt Soest, das die Betreuung von Kindern der Kindertagespflege fördert.

Abhängig vom Alter des Kindes, dem Betreuungsumfang und der Qualifikation der Kindertagespflegeperson wird eine Vergütung bezahlt. Die Qualifizierung von Kindertagespflegepersonen erfolgt in Zusammenarbeit mit der Volkshochschule. Die Vermittlung zu einer geeigneten Tagespflegeperson übernimmt ein örtliches Familienzentrum. Mehr Informationen zum Thema finden Sie hier. Quelle: Kreis Soest/ Bundesverband für KIndertagespflege.

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