„Unser Bremen Ruhne“ spendet 2 000 Euro für Lindenhof-Umbau

Egbert Strauch, Alina Brinkmann, Daniel Keil, Heinz Stock, Michaela Grüne und Wilfried Pater (von links) treiben das Projekt rund um den Begegnungstreff in der früheren Gaststätte „Lindenhof“ voran. - Fotos: Haselhorst

Niederense -  Einen Ort gelebter Integration und Begegnungskultur will der Verein „Flüchtlinge werden Nachbarn in Ense“ in der ehemaligen Gaststätte „Lindenhof“ schaffen. Dank einer Spende von „Unser Bremen Ruhne“ sind die Initiatoren ihrem Ziel ein ganzes Stückchen näher gekommen.

2 000 Euro gehen aus dem Spendentopf des Vereins „Unser Bremen Ruhne“ an die Enser Flüchtlingsinitiative. Das Geld will Daniel Keil, Vorsitzender von „Flüchtlinge werden Nachbarn in Ense“ für die Ausstattung des geplanten Jugend- und Freizeitraums verwenden. Parallel dazu läuft ein Crowdfunding-Projekt über die Volksbank, bei dem die Summe von 3500 Euro erreicht werden soll. Derzeit sind bereits 2395 Euro gesammelt worden. „Die Resonanz auf unser Projekt ist super“, freut sich Daniel Keil.

Die Pläne, die die Flüchtlingsinitiative im seit rund anderthalb Jahren leerstehenden „Lindenhof“ verwirklichen will, sind bereits konkret, aber „noch nicht in Stein gemeißelt“. In den Anbau des Gebäudes sollen unter anderem eine Fahrradwerkstatt und eine Nähstube einziehen, sagt Keil. Genutzt werden soll zudem das Erdgeschoss der früheren Gaststätte. Platz darin sollen ein Büro, ein Multifunktionsraum, eine Küche, Sanitäranlagen und ein Freizeit- und Jugendraum finden. Im Obergeschoss des „Lindenhofs“ leben bereits einige Flüchtlinge. Sie und andere Asylbewerber, die in Ense wohnen, sollen später beim Umbau mit „ins Boot genommen werden“, so Keil. Man habe Kontakte zu Menschen, die in ihrer Heimat Klempner, Maler oder Gärtner gewesen seien. „Die freuen sich doch, wenn sie hier mit anpacken und etwas bewegen können“, sagt Daniel Keil.

Die Gemeinde Ense übernimmt den Innenausbau und die Erneuerung der Infrastruktur. Mittel in Höhe von 10 000 Euro stehen dafür bereit. Der Verein „Flüchtlinge werden Nachbarn in Ense“ kümmert sich um die Ausstattung wie Möbel, Beamer und Spielgeräte. „Dafür wollen wir aber die Enser Jugendlichen und Flüchtlinge miteinbeziehen, sie sollen ihre Wünsche äußern können“, sagt Alina Brinkmann, zweite Vorsitzende des Vereins.

Los gehen soll der Umbau für den „Begegnungstreff“ im Frühjahr 2017. Zielsetzung für die Fertigstellung ist der Herbst kommenden Jahres. „Es liegen arbeitsreiche und spannende Monate vor uns. Aber wir freuen uns drauf“, sagt Keil. Mit dem Treff will der Verein Jugendliche und Erwachsene aus Ense sowie Flüchtlinge, die dort wohnen, zusammenbringen. „Das soll ein Ort für alle werden“, sagt Brinkmann.

Der Name „Lindenhof“ soll übrigens bestehen bleiben. Der Wiedererkennungswert sei extrem hoch, sagt Keil, der das Gebäude nicht komplett umkrempeln, sondern mit Leben füllen will.

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