Frühjahrsputz in Ense fällt wegen des Winterwetters aus

Zahlreiche Schüler beteiligen sich jedes Jahr an der Müllsammelaktion der Gemeinde. - Archivfoto: Mause

ENSE - Die Aktion „Sauberes Ense“, die am kommenden Samstag, 16. März, stattfinden sollte, fällt dem plötzlichen Wintereinbruch zum Opfer. Mit Blick auf den Wetterbericht für die kommenden Tage habe man sich schweren Herzens dazu entschlossen, den „Frühjahrsputz“ zum zweiten Mal in elf Jahren ausfallen zu lassen, sagte der Beigeordnete der Gemeinde, Franz-Josef Vonnahme. Auch die Kompostaktion findet nicht statt.

Grund für die Entscheidung ist nicht nur, dass womöglich deutlich weniger Teilnehmer kommen könnten. „Für Samstagvormittag ist mit gefrierendem Regen zu rechnen. Wir wollen die Gesundheit der Teilnehmer auf keinen Fall gefährden“, erläutert Vonnahme. „Das ist wirklich sehr schade. Das ist immer eine tolle Aktion“, bedauert er die Entscheidung.

Bis zu 200 Beteiligte, darunter viele Schüler und Vereinsmitglieder, hätten in den Vorjahren Feld und Flur nach Unrat durchkämmt, weiß Brigitte Lohölter von der Gemeinde, die die Aktion mit organisiert. 20 bis 30 Kubikmeter Müll seien so zusammen gekommen, darunter Altreifen, Asbestzementplatten und sogar mal eine Kühlgefrierkombi,

„Wir haben den Termin bewusst sehr spät gelegt, um auf der sicheren Seite zu sein. Mit einem solchen Wintereinbruch um diese Zeit, haben wir nicht gerechnet“, so Vonnahme. Die Aktion zu verschieben, sei nicht möglich: „Es bringt nichts, die Aktion in die anstehenden Schulferien zu legen und im April ist die Vegetation einfach schon zu weit fortgeschritten.“

Die Aktion „Sauberes Ense“ sei im Vorfeld mit viel organisatorischem Aufwand verbunden, zum Beispiel, um alle Teilnehmer mit Erbsensuppe und Würstchen zu versorgen. Deshalb habe man bereits jetzt eine endgültige Entscheidung treffen müssen. Auch die mit der Aktion verbundene Möglichkeit, günstig Kompost einzukaufen entfällt. „Das war immer sehr beliebt. Die Leute standen am Samstag häufig Schlange“, sagt Vonnahme. Doch es sei eben eine Menge Kompost, den der Bauhof von der ESG in Werl im Zweifelsfall umsonst holen würde. Interessenten könnten den Kompost nun direkt bei der ESG in Werl abholen.

Um den „wilden Müll“ müssen sich nun die Bauhofmitarbeiter allein kümmern. Ein Aufwand, den die Bürger indirekt über die Gebühren mitfinanzieren. Doch für Lohölter ist die Absage vor allem deshalb schade, weil die Aktion gerade für die jungen Teilnehmer einen erzieherischen Wert habe und weil sie den Teilnehmern die Chance bietet, in lockerer Runde mit Vertretern der Gemeinde ins Gespräch zu kommen. - dom

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