Weg ist frei für die Freiflächenphotovoltaikanlage  in Ense-Waltringen

Die Fläche für die Photovoltaikanlage wird zurzeit als Ackerfläche genutzt.

Bremen – Den Weg für eine Freiflächenphotovoltaikanlage an der Autobahn in Waltringen hat der Planungs- und Umweltausschuss in seiner jüngsten Sitzung frei gemacht.

So wurde einstimmig der notwendige Bebauungsplan beschlossen. Da das Vorhaben allerdings im Landschaftsschutzgebiet der Gemeinde Ense liegt, war zuvor auch der Landschaftsbeirat zu hören. Dabei war zu prüfen, inwieweit die Erholungsnutzung des Areals beeinträchtigt wird oder sich das Landschaftsbild ändert. Und nach „objektiver Sicht ist keine Beeinträchtigung des Landschaftsschutzgebietes festzustellen“, so die Aussage der Verwaltung im Kreishaus.

Dr. Margret Bunzel-Drüke von der Arbeitsgemeinschaft Biologischer Umweltschutz im Kreis Soest (ABU) gab allerdings zu Bedenken, dass diesem Antrag gegebenenfalls weitere folgen werden und ein Präzedenzfall geschaffen werden könnte. Zudem sei es sinnvoller, Photovoltaikanlagen auf Dächern zu installieren. Der Beiratsvorsitzende befürchtet ebenfalls, dass sich weitere Antragsteller motiviert fühlen könnten; faktisch bestehen in diesem Fall jedoch keine Beeinträchtigungen.

Der Antragsteller Alwin Brunnberg ergänzte, dass die Fläche bisher als Ackerfläche ausgewiesen sei. Mit der Photovoltaikanlage würde extensives Grünland entstehen. Das bedeute einen Biotopüberschuss von 5 000 Punkten und würde sogar eine ökologische Aufwertung darstellen.

Jeder Antrag sollte im Einzelfall entschieden werden, so Beiratsmitglied Dr. Gerhard Haumann. So müsse es sich auch nicht um einen Präzedenzfall handeln.

Da der Beirat in diesem Fall nur anzuhören war, wurden die Bedenken zur Kenntnis genommen.

Enses Beigeordneter Andreas Fresen kündigte in der Planungs- und Umweltausschuss an, dass in der Tat neben dem bereits vorliegenden Antrag zur Errichtung einer Freiflächenphotovoltaikanlage weitere Anträge „in der Pipeline“ seien.

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