Franziska Meier verrichtet bald ein freiwilliges soziales Jahr in Südafrika

Zwölf Monate mit Schutzfaktor 30

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Dort geht es hin: Mehr als einen halben Tag wird Franziska Meier im Flugzeug verbringen, um an ihren Einsatzort in Uganda zu gelangen.

Höingen – Einmal nach Südafrika. Für viele ein (häufig unerfüllter) Wunsch. Anders für Franziska Meier aus Höingen. Für die 18-Jährige, die gerade erst Fachabi im Bereich Gesundheit und Soziales gemacht hat, wird dieser Traum in den kommenden Monaten wahr. Denn die Enserin gehört Anfang September zu jenen 42 jungen Männer und Frauen aus dem gesamten Bundesgebiet, die durch den DRK-Landesverband Westfalen-Lippe nach Indien, Namibia, Südafrika, Tansania und Uganda entsendet werden. Dort leisten sie für zwölf Monate einen Freiwilligendienst im Rahmen des „weltwärts“-Programms des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung. Wie es dazu kam, dass sie ihrer Enser Heimat für zwölf Monate den Rücken kehrt, erzählt sie im Interview mit Klaus Bunte.

Welchen Sonnenschutz nehmen Sie mit nach Südafrika?
Da werde ich mindestens Schutzfaktor 30 benötigen. Ich habe mit einer früheren Freiwilligen gesprochen, und sie erzählte, die Temperatur liege dort täglich schon bei 35 Grad. Aber zum Glück ist mein Einsatzort direkt am Meer, so dass es zumindest etwas windig ist.

Also Temperaturen wie im deutschen Sommer 2018. Sind Sie schon nervös?
Ein wenig schon, aber ich freue mich schon sehr. So lange war ich ja noch nie weg von Zuhause. 

Wie haben Sie es Ihrer Familie beigebracht, dass Sie ein Jahr lang weg sein werden?
Ich habe es Ihnen einfach erzählt. Ein wenig besorgt werden sie sicherlich sein. Aber das kann ich ihnen nehmen. Erstens sind schon so viele andere vor mir dort gewesen, ohne dass jemals etwas passiert wäre. Zweitens werde ich mich immer wieder von dort melden. Schließlich gibt es ja auch dort Internet. 

Wie genau sind Sie dazu gekommen?
Ein Jahr in Afrika wollte ich auf jeden Fall machen, und meine Nachbarin war schon einmal über das DRK und Weltwärts in Uganda. Dadurch habe ich erst von diesem Programm erfahren. Ob ich ohne diese Info auf Weltwärts und das DRK gestoßen wäre, weiß ich allerdings nicht. 

Warum gerade Afrika?
Ich habe mich schon immer für diesen Kontinent interessiert, sei es für die Landschaft oder die Kultur. 

Wissen Sie schon, wo genau Sie eingesetzt werden?
Ja, das Projekt heißt Transcape. Das ist eine gemeinnützige Organisation, die sich dafür einsetzt, die Lebensumstände der Menschen dort vor Ort zu verbessern. Die setzt mich an der Ostküste Südafrikas in einem Ort namens Tshani ein. Dort arbeite ich in einem Bildungszentrum in einer Pre- und einer Afterschool. Vormittags helfen wir, die Mahlzeiten zu verteilen und den Kindern beim Essen, nachmittags geben wir leichte Nachhilfe in Englisch und Mathematik. 

Wie sind die Zustände dort?
In dem Dorf? Das weiß ich nicht so genau, aber sie scheinen relativ gut zu sein. 

Weltwärts bietet 6500 Einsatzorte an. Wurden Sie zugeteilt?
Der DRK-Landesverband ist ja nur eine von 160 Organisationen, die Freiwillige entsenden, und die kommen natürlich an die Einrichtungen, die von diesen Organisationen unterstützt werden. Vom DRK-Landesverband werden in diesem Jahr 42 Freiwillige nach Afrika entsandt, aber ich war recht früh bei dem Seminar. Da waren noch viele Plätze frei, sodass ich es mir aussuchen konnte.

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