Exklusiver Manjana-Auftritt

Zirkusfamilie bereitet Senioren mit Sonder-Vorführung eine Freude

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Die gestrandeten Zirkusleute traten am Donnerstag wieder auf: Williams Junior und Senior, Sandro, Manjana, Nadja und Jeffrey Köllner (von links).

Bremen – Eine etwas andere Zirkusvorstellung bekamen am Donnerstag die Bewohner des Wohn- und Pflegezentrums am Sörries Kamp geboten. Auf Initiative der Senioreneinrichtung präsentierte der Circus Manjana am Nachmittag ein kleines Programm. 

Es war die erste Vorführung seit den Corona-Einschränkungen für die Artisten, selbstverständlich mit den entsprechenden Vorkehrungen.

Die Senioren blieben in ihren Wohneinheiten und verfolgten vom Balkon und Mehrzweckraum aus die Darbietungen. „Die Atmosphäre ist natürlich eine andere“, so Zirkusdirektor Williams Köllner, der auf besondere Effekte im Zirkuszelt verweist. „Aber es hat Spaß gemacht, mal wieder aufzutreten.“ 

Bewohner schauen vom Balkon aus zu

Auch Einrichtungsleiterin Sabine Kaiser-Schöneberg zeigte sich zufrieden, den Senioren auf diese Art und Weise „ein bisschen Abwechslung in dieser belastenden Zeit“ bieten zu können – mit der kleinen Einschränkung, dass es natürlich „kein Ersatz für Normalität sein kann“. Als ein „improvisiertes Programm, soweit es die Sicherheit zulässt“, beschreibt Williams Köllner die Mischung aus Akrobatik, Artistik und Jonglage.

Circus Manjana zeigt Freiluft-Vorstellung im Wohn- und Pflegeheim am Sörries Kamp

 Jeffreys Balanceakt auf Metallrollen war nur bis zu einer gewissen Höhe möglich, da sonst eine Sicherung, wie sie im Zirkuszelt gegeben ist, nötig wäre. Eine Kostprobe ihres Könnens konnten die Artisten mit den weiteren Programmpunkten von Manjana und Nadja, mit Hula-Hoop-Reifen jonglierend und als Schlangenmensch, trotzdem zeigen. Unterlegt mit musikalischer Zirkusstimmung war zumindest für eine knappe halbe Stunde die Welt außen vor. 

Dankeschön vom Förderverein

 Mit einem kleinen Dankeschön vom Förderverein „Zeit für Menschlichkeit“ der Provita-Einrichtungen verabschiedeten sich die Zirkusleute, die aufgrund der Corona-Pandemie in Ense gestrandet sind. Da Veranstaltungen weiterhin untersagt sind, ist der Zirkus bedingt durch die fehlenden Einnahmen in seiner Existenz bedroht.

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