Runder Geburtstag

Enser Warenkorb wird zehn Jahre alt

Team des Enser Warenkorbs
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Das Team des Enser Warenkorb mit Gratulanten vor ihrem Domizil: von links Doris Keysselitz (1. Vorsitzende), Johannes Weber (2. Vorsitzender), Gisela Specht, Rainer Busemann, Jörg Patzer, Horst-Peter Robbert, Elisabeth Wittwer, Christoph Schöttler (Finanzbeauftragter), Hubert Wegener, Alois Franz.

 Am 1. Dezember jährt sich zum zehnten Mal die Gründung des „Enser Warenkorb“.

Ense - 37 Interessierte fanden sich 2010 zusammen, um „nicht mehr benötigte, aber noch verwendungsfähige Nahrungsmittel und andere Gegenstände des unmittelbaren persönlichen Gebrauchs zu sammeln und bedürftigen Personen (…) zuzuführen“, heißt es in der Satzung des eingetragenen Vereins.

„Ich würde es jederzeit wieder machen“, zieht Doris Keysselitz als 1. Vorsitzende Bilanz. Seit Beginn an ihrer Seite sind die Ehrenamtlichen Johannes Weber als Stellvertreter, Alois Franz, Gisela Specht, Elisabeth Wittwer und Jörg Patzer, denen die Vorsitzende ausdrücklich dankt.

32 Aktive unterstützen abwechselnd an den Öffnungstagen dienstags und freitags Warenabholung, Sortierung und Verteilung der Lebensmittel an sozial schwächere Gemeindemitglieder. „Da steckt eine Wahninns-Logistik hinter, die man nicht greifen kann“, so die Vorsitzende.

„Wie notwendig es war, war vorher nicht abzusehen“, lässt auch der ehemalige Bürgermeister und zweiter Vorsitzender, Johannes Weber, die Jahre Revue passieren. Und spart in diesem Zusammenhang nicht mit Lob für das Engagement der mittlerweile seit einem Jahrzehnt amtierenden Vorsitzenden, die seinerzeit den Anstoß gab. Sie mache das mit sehr viel Herzblut.

„Die Unterstützung des Warenkorbs hat bereits nach kurzer Zeit eine breite Basis gefunden“, schildert Alois Franz in der Entstehungs-Chronik. So haben Unterstützungen von Industriebetrieben und Handwerksfirmen, selbstständigen Kaufmannschaften, Vereinen, politische Gruppierungen und Privatpersonen geholfen. Und tun es heute noch, hat man doch schon viele Meilensteine bewältigt. Mit an Bord war auch schnell die Sparkasse, die bei der Miete des Ladenlokals am Kirchplatz half. „Damit wollen wir aber nicht nur den in Not geratenen Menschen in Ense helfen. Wir möchten auf diesem Wege auch den ehrenamtlichen Einsatz der zahlreichen freiwilligen Helfer honorieren, die sich hier in den Dienst einer wirklich guten Sache stellen“, hieß es seinerzeit vom Sparkassen-Vorstand Klaus Eickenbusch.

„Aus einer zarten Pflanze ist ein großer Baum geworden“, erinnert der frühere Bürgermeister Hubert Wegener an seine Worte bei der Verleihung der Ehrenurkunde für den „Enser Warenkorb“ 2019. Die Gemeinde zeichnet damit verdienstvolle Persönlichkeiten oder besondere ehrenamtliche Tätigkeiten in der Gemeinde Ense aus. Was der frisch ins Amt gewählte Bürgermeister Rainer Busemann gern aufgreift: „Hubert Wegener hat den Baum gepflanzt, ich werde dafür sorgen, dass er weiter wächst und ihn notfalls auch gießen“.

Wegener ergänzt, dass der Verein „interkommunal tätig ist“; so können auch Bedürftige der Gemeinde Wickede hier Unterstützung finden. 140 Mitglieder gehören derzeit dem Verein an.

Dabei begann der Weg etwas holprig. Der ursprüngliche Gedanke, als „Tafel“ zu agieren, musste aufgrund der Intervention aus Arnsberg aufgegeben werden. Diese berief sich auf den Bestandsschutz bestehender Tafeln, also musste ein anderer Weg gefunden werden. Der Enser Warenkorb ist weiter auf seinem gemeinnützigen Weg unterwegs. Derzeit arbeitet man an der Finanzierung eines Plug-in-Hybrid-Transporters, ein Fahrzeug sowohl mit Elektro- als auch Verbrennungsmotor. Darin fließen beispielsweise die 5 Cent pro Maske aus dem Maskenverkauf des Ensers Rainer Textor ein.

Mehr als ein Gläschen Sekt durfte es aufgrund der Corona-Pandemie zum Geburtstag nicht sein, bedauert Doris Keysselitz, auch dass man nicht ähnlich wie bei der Eröffnung mit einem „Tag der offenen Tür“ feiern kann. „Aber vielleicht kann man das ja als Sommerfest nachholen“.

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